Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 2500)

Sexualität und Wahrheit

Vierter Band: Die Geständnisse des Fleisches
Angebot€20,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Di, 08.09. – Mi, 09.09.

HardcoverTaschenbuch
Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Als »ein postumes Wunder« (L'Express) wurde der dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Tod Michel Foucaults erschienene vierte und letzte Band von Sexualität und Wahrheit gefeiert. Die Geständnisse des Fleisches, von Foucault noch auf dem Sterbebett vollendet, schließt an die legendären Vorgängerbände an und zeugt einmal mehr von der Ausnahmestellung dieses Denkers. Im Mittelpunkt stehen die ethischen Diskussionen der Kirchenväter über das Geschlechtsleben in den ersten frühchristlichen Jahrhunderten. Foucault liest die Predigten und Abhandlungen von Clemens von Alexandria, Gregor von Nyssa, Johannes Chrysostomos, Johannes Cassianus oder Augustinus von Hippo als Zeugnisse der Herausbildung einer neuen Moral und Selbsterfahrung, die das Abendland fortan prägen sollten.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.06.2026
  • Autor/Autorin: Michel Foucault
  • Übersetzung: Andrea Hemminger (aus dem Französischen)
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2500
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 179/108/28 mm
  • Seitenanzahl: 556
  • ISBN: 9783518301005
Pressestimmen
»Ein posthumes Wunder«
L’Express, 5. Dezember 2025
»Die Geständnisse des Fleisches haben es unbedingt verdient, ausführlich rezipiert und kommentiert zu werden, denn sie bieten einen Meilenstein in den Besprechungen des Sexualitätsdispositives an.«
Andreas Jacke, literaturkritik.de, 9. September 2019
»Der Autor von Wahnsinn und Gesellschaft und Überwachen und Strafen blieb seinem Vorhaben bis zuletzt treu, die unsichtbaren Formen des Regierens offenzulegen.«
Jakob Hayner, junge Welt, 19. Juli 2019
»Foucault tritt einem hier als der Archivar entgegen, der morgens vor die Tür geht, mit der U-Bahn in die Bibliothek fährt, dort die alten Bücher liest, um spätabends mit staubtrockener Lunge wieder in seine Wohnung zu fahren.«
Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30. Juni 2019
»Auch die Sexualität hat ihre Geschichte, und keiner hat sie besser geschrieben als Michel Foucault. Endlich ist sein Werk vollständig zugänglich.«
Claudia Mäder, Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni 2019
»Wie vielleicht nur Montaigne oder Pascal vor ihm, ist Foucault ein Lebenslehrer, womöglich der herausragende Lebenslehrer des 20. und des 21. Jahrhunderts.«
Eckart Goebel, DIE WELT, 22. Juni 2019
»Eine ganze Generation liegt zwischen dem Tod Foucaults und unserer Gegenwart. ... [Hier] kehrt er zurück, als habe er den Raum nur für ein paar Minuten verlassen ...«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 15. Juni 2019
»Eine philosophische Sensation.«
taz. die tageszeitung, 22. November 2018
»Ein Meilenstein.«
Le Monde, 21. November 2018
»Ein Schlüsselwerk für Foucaults Geschichte der Sexualität.«
The Guardian, 21. November 2018
»Ein jahrzehntelanger Mythos.«
La Stampa
»Scharfsinnig und stimulierend.«
Télérama
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Michel Foucault

Die Hermaphroditen

€26,00

Als Michel Foucault sein bahnbrechendes Unternehmen einer Geschichte der Sexualität zum ersten Mal vorstellte, kündigte er an, dass ein Band den Hermaphroditen gewidmet sein sollte. Mit der Neuausrichtung seiner Forschung auf die Antike gab er das Vorhaben jedoch auf. In seinem Nachlass findet sich allerdings ein faszinierendes Manuskript, das den Auftakt zu dieser Geschichte der Sexualität hätte bilden können – ein Text, der bis heute im Zeichen der politischen Kämpfe um Gender und Trans nichts von seiner Sprengkraft verloren hat.

Anhand von Gerichtsprozessen, die zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert stattfanden, beleuchtet Foucault den Übergang von einem Rechtssystem, das ein Geschlecht aufgrund einer Entscheidung zuwies, zu einem System, das davon ausging, dass jedes Individuum ein einziges wahres Geschlecht hat, welches von der Medizin bestimmt wird. Foucault arbeitet historisch auf diese Weise die entscheidende theoretische Unterscheidung zwischen anatomischem Geschlecht und Sexualität heraus. Das Vorwort von Arianna Sforzini stellt dieses einzigartige Manuskript in den Werkkontext, während das Nachwort von Éric Fassin seine Aktualität hervorhebt und die von Foucault nachgezeichneten Beziehungen zwischen Sexualität, Geschlecht und Gender analysiert.

Zum Buch
1 / 10