Sehblitz

Almanach der modernen Kunst
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Inhaltsangabe

Sinnlich, anschaulich, meisterhaft: Paul Nizon hat neben seinen literarischen Werken über Jahrzehnte Kunstkritiken geschrieben. Sie zeigen den promovierten Kunsthistoriker als einen genauen Beobachter und scharfen Analytiker, als empathischen Sprachkünstler jenseits einer normierten Sehweise, der bei Malern und Bildhauern Verwandtschaften findet. Das »Lebendigwerden« der Landschaften van Goghs, die »Selbstwerdung« auf den Leinwänden Jackson Pollocks – sie befeuern jene radikale Selbst- und Lebenssuche, die Nizon in seinen Romanen und Journalen bis heute betreibt.
Zum ersten Mal in einem Auswahlband versammelt, fügen sich Paul Nizons Essays und Porträts aus sechzig Jahren zu einem persönlichen Museum der modernen Kunst: von Goya über Turner bis zu Hodler, Klimt und Munch, von Picasso und Malewitsch über Soutine und Miró bis zu Morandi, Rothko und Giacometti. Und ganz en passant zeichnet er dabei sein eigenes Leben mit und in der Kunst nach.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.02.2018
  • Autor/Autorin: Paul Nizon
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 2. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 211/130/22 mm
  • Seitenanzahl: 302
  • ISBN: 9783518468333
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Paul Nizons Museum der modernen Kunst
  • So bildkräftig, pointiert und erfindungsreich geschrieben, dass man danach einen anderen Blick auf abstrakte Kunst hat
Pressestimmen
»Die Texte sind sehr kenntnisreich, aber unakademisch; lebendig geschrieben, manchmal fast rauschhaft, man spürt Nizons Leidenschaft. Der Band zeigt ihn als originellen Kunstkritiker.«
Matthias Kußmann, Deutschlandfunk, 13. Juli 2018
»Oft ist es dem Leser, als täte sich durch Nizons Skizzen, Porträts und Caprichos ein Fenster in eine neue Sehzeit und einen neuen Sehraum auf.«
Klaus Hoffer, Der Standard, Wien, 29. Mai 2018
»So also kann Kunstkritik sein: engagiert, eigen, sprachgewaltig und doch auch immer eine Brücke zu den Lesern schlagend. Sehr lesenswert, nicht nur für Nizon-Fans.«
Eva Heppner, Deutschlandfunk Kultur, 25. Mai 2018
»Sehblitz zeigt Paul Nizon als hellwachen Beobachter und präzisen Analytiker, als empathischen Sprachkünstler jenseits normierter Sehweisen. … Der Augenmensch Nizon vermittelt mitunter neue, ungewohnte Aussichten auf Künstler, deren Geheimnisse man zu kennen glaubte.«
Alexander Sury, Der Bund, Bern, 10. April 2018
»Alle Texte erfüllen die zentralen Aufgaben der Kunstkritik. ... Darüber hinaus sind diese Kritiken stilistisch so fein und elegant gearbeitet, dass sie neben ihrer kritischen Funktion auch noch einen Lesegenuss bescheren, wie man ihn nicht allzu oft genießen kann. Kurz: Ein Buch, das Lust auf moderne Kunst macht!«
Gerhard Mack, NZZ am Sonntag, 25. März 2018
»Paul Nizon ist als Schriftsteller bekannt; jetzt ist er als starker Kunstkritiker zu entdecken. … Wie gut, dieses ›Almanach der modernen Kunst‹zu lesen. Denn Nizon kann, was nur wenige Kollegen schaffen. Er vermag es, sich innerlich berühren zu lassen, sein Berührtsein zu formulieren – und dadurch seine Leserschaft zu berühren.«
Christine Richard, Basler Zeitung, 15. März 2018
»Paul Nizons erhellende Art, ein Kunstwerk lebendig werden zu lassen, ist weit mehr als Kunstvermittlung. Seine präzisen Ausleuchtungen lassen den Schaffensprozess in der Kunst durch die Kunst der Sprache sinnlich werden.«
Alfons Huckebrink, Am Erker, Zeitschrift für Literatur
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Es gibt Bilder, die nichts anderes als ein Ereignis sind – Bilder, die beim Betrachter einen Sturz in die tiefste Erinnerung auslösen, die Erinnerung an den erschütternden Traum, den man hatte und eben verliert; Bilder, die einer Offenbarung gleichkommen, uns in einen Zustand der Beteiligung versetzen, der mit Erleuchtung, mit Liebe zu tun hat. Francisco Goya hat viele dieser Art Bilder gemalt. Aus welchem Stoff ist ein Künstler gemacht, der solches vermag? Paul Nizon, »der Verzauberer« (Le Monde), erzählt Goyas Leben: als Magier der Maskerade und Meister der Entlarvung, als Schwarzmaler und schönheitstrunkener Hellseher. Und in seinen ebenso verblüffenden wie berückenden Bildbeschreibungen zeigt Nizon, wie dieser »Fürst der Schöpfung, der alles, was seine Hand berührte, zum Leben erweckte«, zuletzt reine Existenz, reine Essenz auf die Leinwand bannte: »ein Donnerhall der Ewigkeit in der Schwindsucht der Gegenwart«.
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