Der Nagel im Kopf

Journal 2011-2020
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Inhaltsangabe

»Aber wo ist das Leben? Wie kann ich mich in das Gedächtnis der Literatur einschreiben? Wer bin ich eigentlich?« Diese Fragen haben Paul Nizon seit seiner Kindheit umgetrieben. Dass es darauf keine endgültigen Antworten geben kann, selbst nach vielen Jahrzehnten einer einzigartigen Künstlerexistenz, weiß er natürlich. Dies hat ihn aber nicht abgehalten, sich ihnen schreibend und wieder schreibend anzunähern.

Denn der radikalen Welt- und Selbsterforschung ist dieser »besessene Jahrhundertdichter schweizerischen Ursprungs« (FAZ) nicht nur in seinen Romanen und Erzählungen nachgegangen, sondern auch in seinen Journalen, die er seit nun 60 Jahren fortschreibt. Unter der Hand ist ihm hiermit ein weiteres, unerwartetes Hauptwerk angewachsen.

In seinem neuen Journal aus der unmittelbaren Gegenwart der Jahre 2011 bis 2020 erzählt er von grundstürzender Einsamkeit, von Verlusten, von einem Schreibvorhaben, das wie ein »Nagel« in seinem Kopf feststeckt, aber auch von euphorisierenden Aufschwüngen und überraschenden Erkenntnissen, die den Blick auf ihn für immer verändern.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.07.2021
  • Autor/Autorin: Paul Nizon
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 216/148/36 mm
  • Seitenanzahl: 263
  • ISBN: 9783518429617
Pressestimmen
»Das neue Journal bietet gerade auch Nizon-Einsteigern sprachtrunkene und schöne Prosafragmente, die man in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur oft vergeblich sucht.«
Klaus Hübner, literaturkritik.de, 29. Dezember 2021
»[In Der Nagel im Kopf zeigt] sich die scharfe Beobachtungsgabe Nizons.«
Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2021
»Wer Paul Nizons dramatische Innenwelten liebt, wird in diesen Texten schöne Entdeckungen machen.«
Hilmar Klute, Süddeutsche Zeitung, 8. Oktober 2021
»Wenn man sich darauf einlässt, kann man von Paul Nizon nicht mehr lassen.«
Lothar Struck, Glanz & Elend, 3. Oktober 2021
»... Der Nagel im Kopf [ist] das wohl privateste, intimste Nizon-Buch.«
Gerhard Moser, ORF, 3. Oktober 2021
»Neues von Nizon. Man merkt erst, wie sehr man diese Literatur der kleinen Schritte und Null-Superlative, der Wort-für-Wort-Achtsamkeit vermisse hat, wenn man länger nichts mehr von diesem Schriftsteller gelesen hat.«
profil, 19. September 2021
»... immer noch wie kein Zweiter vermag es dieser ›Verzauberer‹, als welchen ›Le Monde‹ ihn einmal bezeichnete, den besonderen Geist der Stadt an der Seine zu beschwören.«
Peter Henning, SR2 KulturRadio, 9. August 2021
»Nicht zuletzt zeigt sich Nizons Rang in der Großzügigkeit, mit der er Künstlerkollegen würdigt ...«
Christoph Winder, derstandard.de, 31. Juli 2021
»Dieser Schriftsteller bleibt ein Phänomen … Wie hielten wir es nur ohne ihn aus?«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Beeindruckendes Zeugnis einer Künstlerexistenz, das dem Gesamtwerk eine klug kannelierte zweite Säule verschafft, ebenbürtig den Romanen.«
Alfons Huckebring, neues deutschland
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Es gibt Bilder, die nichts anderes als ein Ereignis sind – Bilder, die beim Betrachter einen Sturz in die tiefste Erinnerung auslösen, die Erinnerung an den erschütternden Traum, den man hatte und eben verliert; Bilder, die einer Offenbarung gleichkommen, uns in einen Zustand der Beteiligung versetzen, der mit Erleuchtung, mit Liebe zu tun hat. Francisco Goya hat viele dieser Art Bilder gemalt. Aus welchem Stoff ist ein Künstler gemacht, der solches vermag? Paul Nizon, »der Verzauberer« (Le Monde), erzählt Goyas Leben: als Magier der Maskerade und Meister der Entlarvung, als Schwarzmaler und schönheitstrunkener Hellseher. Und in seinen ebenso verblüffenden wie berückenden Bildbeschreibungen zeigt Nizon, wie dieser »Fürst der Schöpfung, der alles, was seine Hand berührte, zum Leben erweckte«, zuletzt reine Existenz, reine Essenz auf die Leinwand bannte: »ein Donnerhall der Ewigkeit in der Schwindsucht der Gegenwart«.
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