Schwarze Samstage

Roman eines Jahres
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Inhaltsangabe

Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht – bis zu dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, den Süden Israels überfielen. Woher, fragte sich Ari seitdem, kommt der ewige Wunsch der anderen nach der völligen Vernichtung der Juden? Dieser nachdenkliche, mitreißende, hochpoetische Roman, den man auch als Prequel zu Maxim Billers gefeiertem Memoir »Der gebrauchte Jude« lesen kann, gibt auf diese Frage eine überraschende und zugleich sehr reflektierte Antwort.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 03.09.2026
  • Autor/Autorin: Maxim Biller
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/150/28 mm
  • Seitenanzahl: 304
  • ISBN: 9783462012118
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Nur Maxim Biller konnte dieses Buch schreiben – weil er es vermag, die Geschichte einzelner so zu erzählen, dass sie zur Geschichte vieler wird.
  • Maxim Billers kühler Blick auf die Geschichte des Antisemitismus von den antiken Pogromen von Alexandria bis zum 7. Oktober.
Pressestimmen
»Es zu lesen, lohnt sich. Es ist eine Geschichtsstunde der anderen Art.«
Welf Grombacher, Chemnitzer Zeitung, 17. Oktober 2026
»Es ist dieses ›Sie sind hier falsch‹ des neuen und alten Antisemitismus, das Maxim Biller zitiert. Es muss allen Angst machen.«
Paul Jandl, NZZ, 12. Oktober 2026
»›Schwarze Samstage‹ ist ein tieftrauriger und angriffslustiger, mitunter ungerechter, eigentlich immer überraschender und oft auch lustiger Roman.«
Volker Weidermann, Die Zeit Sonderausgabe, 5. Oktober 2026
»›Schwarze Samstage‹ ist in meinen Augen ein Instant-Klassiker, macht dieses Buch zum Schulbuch!«
Denis Scheck, WDR 3 Mosaik, 21. September 2026
»Ein Buch über diese Ereignisse ist zwar notwendig schwere Kost, selbst wenn Biller es schreibt. Aber so wahnwitzig kann es nur Biller: messerscharf, einfallsreich, wendig, sogar witzig und mit Sexeinsprengseln in den unpassendsten Situationen.«
Michael Wurmitzer, Der Standard online, 11. September 2026
»Sublim verwebt Biller die Gräuel der Vergangenheit mit jenen der Gegenwart.«
Susanne Zobl, News (online), 11. September 2026
»Maxim Billers neuer Roman ›Schwarze Samstage‹ ist große Literatur ‒ und stellt unbequeme Fragen an unsere Gegenwart seit dem 7. Oktober 2023.«
Mara Delius, Die Welt am Sonntag, 6. September 2026
»Maxim Biller hat mit seinem Roman ›Schwarze Samstage‹, aus dem eine tiefe Verzweiflung spricht, ein so großartiges wie verstörendes Buch über den neuesten Antisemitismus geschrieben. Es ist auch ein Zeugnis der Krise des Judentums.«
Tania Martini, FAS, 6. September 2026
»Jetzt widmet [Biller] sich der Diagnose von ›Morbus Gaza‹ und nimmt dabei die verdächtige Fixiertheit auf den dortigen Krieg ins Visier, die seinen Antisemitismus-Befund nur bestätigt, dem er wie mit einer erzählerischen Wünschelrute nachgeht.«
Edo Reents, FAZ, 4. September 2026
»Es ist der scharfe Witz, aber auch die Ehrlichkeit seiner Selbsterforschungen, die Biller in eine Reihe mit Schriftstellern wie Lion Feuchtwanger stellt.«
Der Spiegel, 4. September 2026
»[Eine] Analyse des Antisemitismus mit literarischen Mitteln. (...) Tolles Buch!«
Gerrit Bartels, rbb radio3, 3. September 2026
»Maxim Biller ist in Bestform: (...) ein ungemein kraftvolles, brillant geschriebenes Buch.«
Volker Weidermann, Die Zeit, 3. September 2026
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Die Welt der russisch-jüdischen Familie Grinbaum aus Hamburg ist voller Geheimnisse, Verrat und Literatur. Mitten drin ein Sohn und eine Mutter, beide Schriftsteller, die sich schreibend verraten, dennoch lieben, nie verlieren. Dazu die Erinnerung an den Großvater, der dem Nazi-Massaker an den Juden von Odessa 1941 wie durch ein Wunder entkommt. Und die Geschichte des Vaters, der einem Giftanschlag des KGB entkommt, zionistischen Träumen nachhängt und im Hamburger Grindelviertel strandet, wo nichts mehr an die jüdische Vergangenheit des Stadtteils erinnert - und wo er aufhört seine Frau zu lieben, um sie wegen einer Deutschen zu verlassen.

»... ein leichtes, schweres Meisterwerk« Marlene Knobloch, Süddeutsche Zeitung 

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