schrift für blinde riesen

Gedichte | Georg-Büchner-Preis 2023
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Inhaltsangabe

Lutz Seiler kehrt nach zwei Romanen zurück in den Heimathafen der Gedichte. Zurück in die Stimmen der Kindheit, ins Waldstadion, in den »Knochenpark« und zur Frage, wo unser »eignes schmales erdreich ankern kann«. Er entdeckt den »Ahnenapparat« seines vom Uranbergbau geschleiften Heimatdorfes, um dort »seinen Toten« zu lauschen. Er durchstreift die Klangwelt des märkischen Kieferngewölbes und ist unterwegs: ob in den Legenden von Trouville oder in Stockholm, seiner zweiten Heimat, immer auf der Suche nach einer »schrift für blinde riesen« und ihrem Blick dorthin, »wo die welt vermutet werden könnte«.

Mit seiner suggestiven Stimme und einer gehärteten Sprache jenseits aller Moden eröffnet Lutz Seiler einen ureigenen poetischen Raum. Vor allem ist es die Materialität der Dinge, das Sprechen nah an den Substanzen – verwandelt in Rhythmus und Klang, bilden sie den Erzählton seiner neuen Gedichte: »Der Hallraum eines Gedichts sollte nicht kleiner sein als der eines Romans«, schreibt Seiler. »Jedes gute Gedicht kann der gestische Kern eines Romans sein und die Verbindung herstellen zum Ursprung des Genres: zum Epos und seinem Gesang.«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.08.2021
  • Autor/Autorin: Lutz Seiler
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/142/18 mm
  • Seitenanzahl: 112
  • ISBN: 9783518430002
Darum lohnt sich dieses Buch

Nach zwei preisgekrönten Romanen der neue Gedichtband von Lutz Seiler

Pressestimmen
»Seilers Lyrik ... bewegt sich in einer eigenen Welt, die entdeckt und erschlossen werden will.«
Christiane Baumann, schattenblick.de, 23. Oktober 2021
»Es funktioniert. Seiler erfasst eine Situation. Er nimmt sie an und auf.«
Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 21. Oktober 2021
»Das poem, das unersättliche, behält aber recht, die Mühe lohnt, dem Lesenden, Reisenden, Schauenden rutscht keine Abgedroschenheit in die Zeilen.«
ith, Frankfurter Rundschau, 19. Oktober 2021
»[Lutz Seilers] Verse sind gewachsen mit den Jahren. Sie sind weder verkopft noch übertrieben artifiziell. Man merkt ihnen an, dass hier kein Literaturinstitut den Rhythmus vorgab, sondern der Kochlöffel der Mutter. Alles an ihnen ist ursprünglich geblieben und selbst erschlossen.«
Welf Grombacher, Freie Presse, 28. August 2021
»[Lutz Seiler] hält sich nah bei den Dingen auf. Sprachlich klar, sparsam mit Worten, rhythmisch fein, zuweilen jazzig, ohne Aufgeregtheiten. Diese Eigen-Arten sind von enorm suggestiver Wirkung.«
Roland Gutsch, Nordkurier, 23. August 2021
»Immer wenn ein neues Buch von Lutz Seiler erscheint, kommt es zu einem verblüffenden Phänomen. Dieser Autor braucht nur wenige Motive, um eine ganze Welt zu erschaffen ...«
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk, 20. August 2021
»Ein Lyrikband, der vor allem in seinen ganz leisen Momenten glänzt. Gut beobachtet, unaufgeregt, atmosphärisch.«
Juliane Bergmann, NDR, 16. August 2021
»Lutz Seilers Gedichtband schrift für blinde riesen enthält überraschende, komplexe und dann wieder sehr anschauliche Lyrik, die Vergangenes im Gegenwärtigen aufscheinen lässt, die das Banale in kunstvolle Bildsprache verwandelt und die auch nicht vor hymnischen Beschwörungsformeln zurückschreckt. Ein rundum gelungener Gedichtband, auch weil Form und Inhalt kongenial zusammenkommen.«
Carsten Otte, SWR, 16. August 2021
»An Gegenständen entlang erzählend, erschafft [Lutz Seiler] eine Poesie der Dinge, die mit feinem Humor und liebevoll erinnernd, aber nie verklärend nostalgisch daherkommt.«
Julia Schmitz, tipBerlin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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