Rovinato oder Die Seele des Geschäfts

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Inhaltsangabe

Einer, der das Geschäftswesen erlernen soll, spitzt die Ohren stets nur am falschen Platz. Er lernt nicht, was man von ihm erwartet; er liest, was zwischen den Zeilen steht, er sieht, was er nicht sehen soll, und das Gras wachsen hört er sowieso.
Er denkt nicht zielgerichtet, sondern sozusagen radioaktiv – das ist nicht zu steuern, das ufert aus, gerät von einer Geschichte in die andere und kreist ihn schließlich derartig ein, daß er wie in der Umarmung der schwarzen Mamba zu ersticken droht.
Rovo der Lehrling, der zuletzt Rovo Rovinato genannt wird, ist ein ängstlicher Träumer. Er träumt von Aufstieg und Expansion, von der Eroberung neuer Welten, aber das Geschäft hält ihn fest. Dieser Betrieb, neuerdings nur noch Filiale eines Konzerns, ist eine kleine Welt für sich, geschlossen. Rovo dringt in die Spiele, Geschichten, Erzählungen der langjährigen Mitarbeiter ein. Sie verschlucken ihn. Keiner kann ihn herausholen. Die zukünftigen Welten verlieren ihre Bedeutung. Es gibt nur noch das Sternensystem des Geschäfts. Rovo fällt durch die Prüfung. Er bleibt – als Packer.
Rovinatos Geschichten bilden leuchtende Figuren, wie in einem Kaleidoskop, die bunten Steine aus Glas. Wenn Gerlind Reinshagen erzählt, wird fast ein Sprechgesang daraus, ein Wiegenlied für Erwachsene, ein talking Blues.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 26.09.1981
  • Autor/Autorin: Gerlind Reinshagen
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/126/20 mm
  • Seitenanzahl: 182
  • ISBN: 9783518040324
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Gerlind Reinshagen hat in fünfzig Jahren viele Theaterstücke, Hörspiele, Romane und Geschichten geschrieben - und immer auch Gedichte. Zum ersten Mal gesammelt, zeigt sich, daß sie einen integralen Bestandteil ihres Werks bilden – beherzte und hoch empfindsame lyrische Nahaufnahmen von Figuren, von Situationen und Stimmungen, die uns, so oder ähnlich, nicht nur in der Welt ihrer Texte begegnet sind.

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