Römisch-katholische Heiligkeitsideale im Italien des frühen 20. Jahrhunderts

Eine Analyse auf der Basis der Darstellung und Interpretation der Heiligen Maria Goretti bei Vinzenz Ruef, Godfrey Poage und Giordano Bruno Guerras
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Inhaltsangabe
Vom Sumpf zum Heiligenschein: Die Konstruktion der Maria Goretti Italien zur Jahrhundertwende: In den Sümpfen von Nettuno entfaltet sich die tragische Geschichte der elfjährigen Maria Goretti. 1902 wird das arme Bauernmädchen Opfer eines gewaltsamen Übergriffs – ein Ereignis, das die römisch-katholische Kirche Jahrzehnte später zur Heiligsprechung einer „neuen Agnes“ führen sollte. Doch wie wurde aus einem Kind des Elends ein unnahbares Ideal für Reinheit und Gehorsam? Diese Masterarbeit untersucht die literarische Inszenierung Maria Gorettis in drei zentralen Biografien aus den Jahren 1950, 1967 und 1985. Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Niedergangs und der sozialen Spannungen im ländlichen Italien beleuchtet die Analyse, wie die Narrative von Martyrium und Vergebung instrumentalisiert wurden, um kirchliche Moralvorstellungen in einer sich wandelnden Gesellschaft zu festigen. Mit kritischem Blick aus psychologischer und feministischer Perspektive wird hinterfragt, inwiefern die Überhöhung der „Lilie von Nettuno“ strukturelle Gewalt verschleiert und die Verantwortung für den Schutz der Unversehrtheit einseitig auf das Opfer projiziert. Eine tiefgreifende Untersuchung über die Mechanismen der Heiligenverehrung und das spannungsreiche Verhältnis zwischen Kirche, Geschlechterrollen und Gesellschaft.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.01.2026
  • Autor/Autorin: Alanis Layken
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: DRM-frei
  • Dateigröße: 129 KB
  • Verlag: VIA TOLINO MEDIA
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783819493300
  • Hinweis: Digitaler Artikel. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
VIA TOLINO MEDIA

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