Realität und Realismus

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Inhaltsangabe

Was meinen wir, wenn wir von Realität sprechen? Was bedeutet Realismus im Denken? Wie tritt der Mensch in Kontakt mit der Wirklichkeit und bildet ein Bewusstsein von ihr aus? Diese Grundfragen der Philosophie haben Hans Blumenberg zeit seines Lebens beschäftigt und sind als wichtige Unterströmung in vielen seiner Bücher präsent. Eine eigene Monographie zum Thema hat er nie publiziert, er hat sie aber projektiert, wie aus seinem Nachlass hervorgeht. Dort findet sich unter dem Kürzel REA ein umfangreiches Konvolut druckreifer Texte aus den 1970er Jahren, und auch einen Buchtitel hatte sich Blumenberg schon notiert: »Realität und Realismus«.

In intensiver Auseinandersetzung mit dem Wirklichkeitsbegriff, und zwar sowohl in systematischer als auch in historischer Hinsicht, arbeitet Blumenberg meisterhaft dessen historische, anthropologische und kulturelle Dimensionen heraus. Er zeigt unter anderem, dass die Thematisierung dessen, was wir Wirklichkeit nennen, auf Umwegen geschieht und auch erst dann, wenn wir durch eine Störung gezwungen werden, unseren selbstverständlichen Weltzugang zu hinterfragen. Realismus und Realität ist ein Glanzstück und entscheidender Baustein von Blumenbergs Theorie der Lebenswelt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.06.2020
  • Autor/Autorin: Hans Blumenberg
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 228/146/28 mm
  • Seitenanzahl: 232
  • ISBN: 9783518587461
Darum lohnt sich dieses Buch

100. Geburtstag Hans Blumenbergs am 13.7.2020

Pressestimmen
»Diese neun Aufsätze ... führen dazu, die Begriffe der Wirklichkeit und des Realismus in neuem Licht und verblüffend anders zu sehen.«
Wolfgang Hellmich, Zeitschrift für philosophische Forschung, 3. April 2023
»Hans Blumenberg ist auch in seinen Nebenwerken robust, er jongliert mit Bekanntem, er teilt Inspiration.«
Jonis Hartmann, Fixpoetry, 18. Juli 2020
»Blumenberg beobachtet und beschreibt hinreißend, dass die Menschen in dem Augenblick, in dem der Brunnen gebohrt und das Leben gesichert ist, sofort anfangen, Umwege zu gehen. Jeder kennt das aus eigener Erfahrung: dass man etwas eher losgeht, um den längeren, aber schöneren Weg zum nächsten Termin nehmen zu können, den Umweg.«
Eckart Goebel, DIE WELT, 11. Juli 2020
»Hans Blumenberg philosophierte, wie auch dieser Band anschaulich zeigt, unkonventionell wie gedankenvoll und zugleich versonnen und verschmitzt.«
Thorsten Paprotny, Philosophischer Literaturanzeiger, 10. Juli 2020
»Der Band Realität und Realismus mit bisher ungedruckten Schriften Hans Blumenbergs leistet angesichts seines 100. Geburtstags einen würdigen Beitrag zur Renaissance dieses Philosophen.«
Marcel Remme, lehrerbibliothek.de
»Realität und Realismus zeigt, wie ein selbst häufig übersehener Philosoph dazu beiträgt, das Übersehene im Denken sichtbar zu machen. Sein Buch ist eine grandiose Kurzgeschichte der Entwicklung der Wirklichkeitsbegriffe, die von der griechischen Polis über den Umweg der Neuzeit schließlich in der Gegenwart angekommen sind.«
Gert Scobel, Philosophie Magazin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Hans Blumenberg

Briefwechsel 1965-1994

€32,00

Über drei Jahrzehnte pflegten Hans Blumenberg und Reinhart Koselleck eine von Sympathie, aber auch von Distanz geprägte Korrespondenz. Sie zeigt zwei akademische Akteure, die in hochschulreformerischen Aufbruchszeiten über Universitätsgründungen und Interdisziplinarität diskutieren – und zwei sensible Gelehrte, die sich über zentrale Aspekte ihrer Forschung zu verständigen suchen: Begriffsgeschichte und Metaphorologie, den Fortschritt und die Machbarkeit der Geschichte sowie die lange Debatte zur Säkularisierung, in der sie anfangs gegensätzlich positioniert waren.

Der Philosoph und der Historiker lernen sich 1963 beim ersten Kolloquium der Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik« kennen, wirken bald darauf für einige Jahre an der neu gegründeten Ruhr-Universität Bochum und engagieren sich beim Aufbau der Universität Bielefeld. Dann jedoch trennen sich ihre Wege: Während sich Blumenberg immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht, um ungestört seine großen Monographien schreiben zu können, bleibt Koselleck nicht nur als Herausgeber der Geschichtlichen Grundbegriffe vom Wissenschaftsbetrieb absorbiert. Diese Diskrepanz verleiht ihrem Gipfelgespräch seine eigentümliche Grundstimmung
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