Phänomenologische Schriften

1981-1988
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Inhaltsangabe

Am 27. April 1988, dem 50. Todestag Edmund Husserls, notiert Hans Blumenberg: »Das nun überhastet zu Ende gehende Jahrhundert wird im Rückblick von Philosophiehistorikern als ›Jahrhundert‹ der Phänomenologie bezeichnet werden.« Diese Prognose ist auch ein Hinweis auf das eigene philosophische Vermächtnis: eine phänomenologische Anthropologie, wie sie Blumenberg in lebenslanger Auseinandersetzung mit der Philosophie Husserls entwickelt hat. Eine höchst produktive Phase dieser Auseinandersetzung setzt Anfang der 1980er Jahre ein, nachdem Blumenberg seine großen Studien zu Metaphern und Mythen zum Abschluss gebracht hat und beginnt, sich intensiv anthropologischen Fragen zu widmen.

Die Schriften in diesem Band, die allesamt zum ersten Mal publiziert werden, dokumentieren diese Phase in umfassender Weise. Zwei große Themen lassen sich erkennen: zum einen Blumenbergs stetige Verfeinerung von Husserls Methode, zum anderen die Entwicklung einer phänomenologisch grundierten Beschreibung des Menschen, die, wie wir heute wissen, in der Philosophie des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 04.10.2018
  • Autor/Autorin: Hans Blumenberg
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 227/152/38 mm
  • Seitenanzahl: 519
  • ISBN: 9783518587218
Pressestimmen
»Wie klingt das Klatschen einer Hand, fragt der Meister im Zen. Hans Blumenberg hat die Antwort.«
Thomas Palzer, SWR2, 10. Februar 2019
»Der ewige philosophische, jetzt durch Verfilmung geadelte Geheimtipp stellt einmal mehr unter Beweis, dass er zu Recht gehypt wird.«
Micha Brumlik, Die Tageszeitung, 9. Dezember 2018
»Die in diesem Band zusammengestellten Texte zeigen die gedankliche Weite von Blumenbergs philosophischen Arbeiten. Er möchte kennenlernen, beschreiben, verstehen, zur Vertrautheit mit der Welt einladen.«
Thorsten Paprotny, literaturkritik.de, 26. November 2018
»Was macht die Faszination des Blumenbergwerks aus? Es ist die Mischung aus Vergeistigung und Verweltlichung. Als Person und mit seiner Philosophie stand Blumenberg für den Rückzug und die äußerste Konzentration auf geistige Tätigkeit. Zugleich legte er scharfen Protest gegen die Annahme ein, der Geist könne ohne Welt auskommen oder sie aus sich hervorbringen.«
Dieter Thomä, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2018
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Was meinen wir, wenn wir von Realität sprechen? Was bedeutet Realismus im Denken? Wie tritt der Mensch in Kontakt mit der Wirklichkeit? In intensiver Auseinandersetzung mit dem Wirklichkeitsbegriff arbeitet Blumenberg meisterhaft dessen historische, anthropologische und kulturelle Dimensionen heraus. Er zeigt unter anderem, dass die Thematisierung dessen, was wir Wirklichkeit nennen, auf Umwegen geschieht und auch erst dann, wenn wir durch eine Störung gezwungen werden, unseren selbstverständlichen Weltzugang zu hinterfragen. Realität und Realismus ist ein Glanzstück und entscheidender Baustein von Blumenbergs Theorie der Lebenswelt.

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