Versandbereit. Lieferung in der Regel in 1-3 Werktagen.
Nur noch 1 Stück auf Lager!
Hardcover
Inhaltsangabe
Rom, 2. Februar 962 - Papst Johannes XII. erwartet den ostfränkischen König Otto I. und sein Gefolge, um ihn in der Peterskirche zum Kaiser zu krönen. Er wird die Fürsprache aller Heiligen und die Gnade und den Segen Gottes auf den Herrscher herabflehen, auf dass er weise, gerecht und siegreich die Kirche und das Reich schützen möge. Als Otto diese höchste Auszeichnung erfährt, die ein Laie im Diesseits erringen kann, herrscht er bereits seit 26 Jahren. Hinter ihm liegen schwerste Kämpfe - mit Familienangehörigen, mit Großen des Reichs und mit mächtigen Feinden außerhalb der Reichsgrenzen wie etwa im Jahr 955 mit den Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld.
Matthias Becher, Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn, hat auf dem aktuellen Stand der Forschung eine spannende, faktengesättigte Biographie des ersten Kaisers aus dem sächsischen Geschlecht der Liudolfinger geschrieben, in der Herrschaft, Gesellschaft und Kultur des 10. Jahrhunderts wieder lebendig werden.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 05.08.2022
Autor/Autorin: Matthias Becher
Einband: Hardcover
Auflage: 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 333
ISBN: 9783406792977
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 80801 München DE
"EINE KOMPAKTE DARSTELLUNG DES LEBENS UND NACHWIRKENS KARLS, IDEAL ALS EINSTIEG." - ZEIT Geschichte
Kaum eine historische Gestalt des Mittelalters umgibt eine solche Aura des Ruhms wie Karl den Großen. Die vorliegende Biographie beschreibt seinen Aufstieg zum Kaiser und zeigt den Gestalter des Frankenreichs als Machtmenschen, der nicht nur seine innen- und außenpolitischen Gegner, sondern auch die eigenen Familienmitglieder seinen herrscherlichen Zielen unterwirft. Der Band erhellt zugleich die Grundzüge der fränkischen Geschichte, Ursachen und Verlauf der militärischen Auseinandersetzungen mit den Sachsen und das Verhältnis der fränkischen Könige zu Kirche und Papst.
ÜBER EINEN DER BEDEUTENDSTEN HERRSCHER DES MITTELALTERS UND SEINE ZEIT
Als Chlodwig im Jahr 481/82 seinem Vater Childerich auf den Thron der Frankenkönige folgt, ist kurz zuvor das weströmische Reich im Sturm der Völkerwanderung untergegangen. Nun muss Chlodwig die Geschicke seines Volkes in einer Welt bestimmen, die zwar noch Stabilität aus dem römischen Erbe gewinnt, aber bereits zerrissen ist durch erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft. In dieser Lage versucht Chlodwig, seine eigene Macht und die Stellung seines Volkes mit brutaler Gewalt, diplomatischer Klugheit und einer riskanten religionspolitischen Entscheidung zu sichern.
Erfolgreiche Herrscher finden auch in schwierigen Zeiten leichter einen Biographen. Im Falle Chlodwigs nahm sich Bischof Gregor von Tours (538/39594) dieser Aufgabe an. Ihm verdanken wir eine ungemein wertvolle, aber auch tendenziöse Lebensbeschreibung seines Protagonisten, die von der Begeisterung des Kirchenmannes für die religionspolitischen Verdienste des Frankenkönigs getragen ist. Der Mediävist Matthias Becher hat diese, aber auch viele andere Quellen kritisch ausgewertet und bietet seinerseits eine scharf konturierte Darstellung Chlodwigs, wobei er dessen historische Leistungen ebenso wie die Nachtseiten seiner Herrschaft vor dem Hintergrund einer dramatischen Epoche herausarbeitet. Er beschließt den klug bebilderten und mit guten Karten ausgestatteten Band mit einem Ausblick auf das Nachleben Chlodwigs.