Oft sterben wir nicht

Roman
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Hardcover
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Inhaltsangabe

Winter 1943. Klausenburg ist von den Nazis besetzt. Ein jüdisches Elternpaar vertraut den kinderlosen ungarischen Nachbarn, Erszi und Feri, ihr Neugeborenes an. Die Angst, das Kind könnte entdeckt werden, prägt den entbehrungsreichen Alltag der neuen Eltern. Im Tagebuch hält Erszi Mattis frühe Kindheit fest – für die Eltern, für später. Deren Rückkehr wird immer unwahrscheinlicher, eine Trennung von der innig geliebten Kleinen unvorstellbar.

Matti wächst zu einer eigensinnigen Jugendlichen heran, die in der Schule mit ihrem Rezitationstalent auffällt. Als sie von ihrer jüdischen Herkunft erfährt, lehnt sie sich auf – gegen Erszi, gegen die Lügen. Das Gefühl, »keinen Schimmer« zu haben, wer sie wirklich ist, verliert sich nur, wenn sie auf der Bühne steht.

Mit umwerfendem Gespür für psychologische Feinheiten erzählt Andrea Tompa den Entwicklungsroman einer Schauspielerin in vier großen Kapiteln, ein halbes Jahrhundert umspannend. Für das Schroffe und Zärtliche, den Humor und die Wut hat Terézia Mora in ihrer Übersetzung einen unvergleichlichen Ton gefunden.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.02.2027
  • Autor/Autorin: Andrea Tompa
  • Übersetzung: Terézia Mora (aus dem Ungarischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 600
  • ISBN: 9783518433164
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine eigenwillige, lebenshungrige, kluge Künstlerin auf der Suche nach sich selbst
  • Eine ungarisch-rumänisch-jüdische Lebensgeschichte in Zeiten der Diktatur
  • Ein mitreißender Roman über die Macht und Schönheit des Theaters
  • Eine kräftige, von Lakonie und Humor, Zorn und Zärtlichkeit durchwirkte Sprache
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Eine ländliche Gegend unweit der Stadt Klausenburg. Seit 1920 gehört die frühere ungarische Provinz zu Rumänien. Ende der 40er Jahre soll Schluss sein mit Elend und Rückständigkeit. Die bäuerliche Wirtschaft wird nach sowjetischem Vorbild kollektiviert, Dörfer und Siedlungen plattgemacht.

Vilmos, ein nachdenklicher, belesener Gärtner, der Rosen liebt und den die Frauen mögen, macht im Stalinismus Karriere, halb gegen seinen Willen. Aus seinem wilden Garten wird ein Versuchsgelände für Obstsorten und international wettbewerbsfähige Rosenzüchtungen, die dem isolierten Ostblockland Anerkennung verschaffen sollen.

Die Geschichte wird von vier Figuren erzählt – jede in ihrer unverwechselbaren Stimme geradezu physisch präsent. Da ist Kali, die junge Bäuerin, die ihrem prügelnden Mann davonläuft und als Dienstmädchen bei Vilmos lebt; da sind Annuska, eine 16-jährige Halbwaise, die sich in Vilmos verliebt, und ihre Schwester Eleonora, die ins Kloster geht und den politischen Säuberungen zum Opfer fällt.

Schweigen und erpresstes Geständnis, Lebensbeichte und Selbsterkenntnis, diese obsessiven, stockenden, eruptiven Redeformen machen den Reiz des Romans aus. Dank der sensationellen Übersetzung von Terézia Mora wird das neue Meisterwerk der ungarischen Gegenwartsliteratur auch auf Deutsch zum Ereignis.
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