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Taschenbuch
Inhaltsangabe
Schulen hat es in der Geschichte des Denkens immer wieder gegeben, aber große Freundschaften inter pares waren selten. Vielleicht hat Jaspers in den Zwanzigerjahren geglaubt und später zuweilen noch gehofft, zwischen ihm und Heidegger könnte eine solche Freundschaft heranwachsen. Die »Notizen zu Martin Heidegger« sind der Abgesang dieser Hoffnung: ein »Leierlied« über mehr als drei Jahrzehnte.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 17.09.2013
Autor/Autorin: Karl Jaspers
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 190/120/29 mm
Seitenanzahl: 480
ISBN: 9783492303422
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH Georgenstraße 4 80799 München DE
Dieses Lesebuch stellt einen der bedeutendsten Philosophen dieses Jahrhunderts vor und gibt eine Einführung in das Wesen von Philosophie, verstanden nicht als akademische Disziplin, sondern als neugieriges Denken auf der Suche nach Erkenntnis und Wahrheit.
Philosophie beginnt im Staunen – eine Einladung zum Denken Dieses Buch bietet eine kompakte Einführung in die zentralen Denkbewegungen von Karl Jaspers. Ausgehend von konkreten Erfahrungen zeigt er, wie sich daraus grundlegende philosophische Fragen entwickeln – von der Beschaffenheit des Kosmos über politische Verantwortung bis hin zu Fragen nach Sinn und Wert. Die Texte eröffnen einen gut verständlichen Zugang zu komplexen Themenfeldern und machen sichtbar, wie systematisches Nachdenken aus alltäglicher Wahrnehmung entsteht. Jaspers verzichtet bewusst auf vorgefertigte Antworten und regt dazu an, eigene Positionen zu entwickeln.
Jaspers gibt Denkanstöße, keine endgültigen Antworten – diese muß jeder für sich selber finden.
»Bei den einzelnen Vorlesungen gehe ich aus von anschaulichen Erfahrungen, von Realitäten der Natur, Lebenswirklichkeiten, Überlieferungen, um jeweils an die Grenze zu gelangen, wo die Fragen auftreten, die keine Wissenschaft beantwortet. Dort erfahren wir das Staunen vor dem Sein. Dort fragen wir nach dem Sinn und der Aufgabe unseres Daseins.« Karl Jaspers
Karl Jaspers vertrat ein Denken, das die Wirklichkeit verstehen lehrt und das aus diesem Verstehen die Menschen verändert. Daher ist seine Philosophie auch heute noch so modern. In diesem Band sind Auszüge aus seinem Werk versammelt, die als Denkanstöße dienen sollen. Die Auswahl vermittelt einen Überblick über das Jasperssche Denken, das ausgeht von den existenziellen Erfahrungen des Menschseins und den Denkprozess als unendliche Aufgabe sieht.
Karl Jaspers' Programm einer »Weltgeschiche der Philosophie« erschöpfte sich keineswegs in dem bereits umfassenden Konzept seiner »Großen Philosophen«. Vielmehr wird deutlich, dass Jaspers neben einer Geschichte der »philosophierenden Persönlichkeiten« auch eine Weltgeschichte der »Denkformen« und der »philosophischen Gehalte« schreiben wollte. In seiner »Einleitung« entwickelte Jaspers die Grundzüge dieses Gebäudes, das er nicht vollenden konnte.
Diese Auswahl aus dem Gesamtwerk von Karl Jaspers könnte auch den Titel »Jaspers für den Tag« tragen. Mit seiner Philosophie wendet sich Jaspers an jeden Menschen, der bereit ist, mitzudenken, dagegenzudenken und weiterzudenken.
»Die vier maßgebenden Menschen haben eine geschichtliche Wirkung von unvergleichlichem Umfang und Tiefengang gehabt. Andere Menschen hohen Ranges mögen für kleinere Kreise von gleich starker Bedeutung gewesen sein. Aber der Abstand an nachhaltiger und umfassender Wirkung in Jahrtausenden ist so gewaltig, daß das Herausheben jener vier zur Klarheit welthistorischen Bewußtseins gehört.«
Diese sechs Vorlesungen, die Karl Jaspers 1947 in Basel hielt, bilden eine wichtige Ergänzung zu seinen großen Werken. In ungemein klarer Konzeption umreißen sie das Verhältnis der Philosophie zum metaphysischen Glauben und seinen Entartungen wie Dämonenglaube und Nihilismus. Gleichzeitig vermitteln sie in sehr konzentrierter Darstellung die Ausgangspunkte und den Grundgehalt des Jaspers’schen Denkens.
»Wenn Philosophie den Menschen als Menschen angeht, so muss sie auch allgemein verständlich bleiben können. Zwar nicht die schwierigen Entfaltungen philosophischer Systematik, wohl aber einige Grundgedanken sollten auch in Kürze mitteilbar sein. Ich wollte von der Philosophie etwas fühlbar werden lassen, was jedermann angeht.« Karl Jaspers