Nelka

Roman | »Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...« Kristine Bilkau | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026
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Inhaltsangabe

Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.

Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.02.2026
  • Autor/Autorin: Svenja Leiber
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 208/134/21 mm
  • Seitenanzahl: 204
  • ISBN: 9783518432761
Darum lohnt sich dieses Buch

Über die Spuren der Geschichte in Körpern, Landschaften und unserer Gegenwart

Pressestimmen
»... Nelka setzt den ›Ostarbeiterinnen‹ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt ausbalanciert. ... [I]hr bewegender und bedrückender Roman [macht] Mut.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 9. August 2026
»Ein toller, eindringlicher Roman, nach dessen Lektüre man meint, sehr viel mehr als nur schmale 200 Seiten gelesen zu haben.«
Maike Schiller und Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 15. Juli 2026
»Ein mutmachendes Buch auch in unserer Zeit.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. Juli 2026
»Nelka wird man nicht so schnell vergessen.«
Marco Müller, DIE ZEIT, 9. Juli 2026
»Ein wichtiges, sehr lesenswertes Buch. Svenja Leiber erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.«
cede.ch, 3. Juli 2026
»Svenja Leiber ist ein grosser Roman gelungen, ein Text, der einen beim Lesen schier körperlich erfahren lässt, was es damals bedeutete, Mensch zu sein. Vor allem als Frau.«
Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 28. Juni 2026
»Der Roman ist sehr gut geschrieben ... In jeder Hinsicht ein lesenswertes Buch.«
Eva Lacour, rezensionen.ch, 27. Juni 2026
»Präzise und poetisch ...«
Wolfgang Schneider, Südwestrundfunk, 21. Juni 2026
»Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. ... Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.«
cede.ch, 20. Juni 2026
»Nelka ist ein eindrucksvolles Erinnerungswerk, ein schonungslos offener Roman, dem man vor allem viele junge Leser wünscht. Ein Buch gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.«
Peter Mohr, Landshuter Zeitung, 30. Mai 2026
»Es sind schmerzhafte Erinnerungen an die oft unbekannten Opfer der NS-Unrechtsgeschichte, und es ist gut zu wissen, dass sie in [dem] überaus lesenswerten Roma[n] ... in guten Händen sind.«
Rainer Paasch-Beeck, Evangelische Zeitung, 24. Mai 2026
»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.«
NZZ am Sonntag, 1. Mai 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Als Kind verbringt Jonas Blaum ein Jahr in Saudi-Arabien – der Vater, ein Mediziner, verfolgt in Riad seine eigenwilligen Vorstellungen von Heilung. Den Deutschen fällt es nicht leicht, sich den ungewohnten Landessitten anzupassen, und als eines Tages das jüngste Kind der Blaums spurlos verschwindet und wenig später verstört und sprachlos wiederauftaucht, kehrt die Familie überstürzt nach Deutschland zurück.

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In bedrängenden Bildern erzählt Svenja Leiber von einer individuellen Katastrophe und der einer ganzen Region. Der Wettlauf um das Leben eines Kindes wird dabei zum Sinnbild für einen doppelten Kampf: gegen die Erstarrung des Einzelnen im Korsett gesellschaftlicher Zuschreibungen, gegen die Macht symbolischer Ordnungen und überalterter Systeme.

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