
Name einer Insel
Inhaltsangabe
Mit einem der letzten Schiffe rettet sich Hilde, die sich später Domin nennen wird, 1940 vor den Nationalsozialisten. Strandet mit Ehemann Erwin, wo der Pfeffer wächst: in der Dominikanischen Republik, einem blühenden Paradies unter Palmen. Mittellos. Aus dem Nichts entsteht ein Leben, das dem Paar enge Freunde und neue Feinde beschert – und zur Zerreißprobe ihrer Ehe wird. Als sie in den Abgrund blickt, baut sich Hilde ein »Zimmer in der Luft«, ein Zimmer aus Worten, in das sie einzieht und in dem aus ihr Hilde Domin wird, die den Namen der Insel trägt. In einer Zeit, in der das Verfassen von Gedichten zur Unmöglichkeit erklärt wird, tut sie es trotzdem, und es rettet ihr das Leben. Vor aufwühlender, historisch belegter Kulisse gelingt Sarah Ganter ein leichtfüßiges, oft humorvolles Debüt, in dem eine Badewanne, zwei Diktatoren, eine Wolke und eine zweifelnde Erzählerin wichtige Rollen spielen. Ein außergewöhnlicher, atmosphärisch dichter Roman über das Sich-Verlieren und Neuerfinden als Dichterin – und wie es ist, darüber zu schreiben. Die erste Fiktionalisierung des Lebens von Hilde Domin (1909–2006), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen der Nachkriegszeit, Stimme der Hoffnung und Humanität.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 20.01.2027
- Autor/Autorin: Sarah Ganter
- Einband: Hardcover
- Auflage: Originalausgabe
- Verlag: Penguin
- Sprache: Deutsch
- Größe (L/B/H): 206/133/25 mm
- Seitenanzahl: 256
- ISBN: 9783328605287
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
Auf einem der letzten Schiffe entkommt Hilde 1940 den Nationalsozialisten und strandet mit ihrem Mann Erwin mittellos in der Dominikanischen Republik. Aus dem Nichts bauen die beiden dort ein Leben auf, samt neuer Freundschaften, neuer Feinde und einer Ehe, die daran fast zerbricht. Als Hilde vor dem Abgrund steht, baut sie sich aus Sprache ein »Zimmer in der Luft« und fängt an zu dichten.
Aus Hilde wird Hilde Domin, eine der wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen der Nachkriegszeit; ihren Dichternamen trägt sie nach der Insel, die ihr Zuflucht bot. Sarah Ganters Debüt ist die erste Romanfassung dieses Lebens und erzählt leichtfüßig, oft komisch, vom Verlieren und Neuerfinden – und davon, ausgerechnet dann Gedichte zu schreiben, wenn das für unmöglich erklärt wird. Historisch grundiert, aber kein Sachbuch.
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