Nach Eden

Gedicht | Der neue Gedichtband der kookbooks-Verlegerin
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Inhaltsangabe

Die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin und kookbooks-Verlegerin Daniela Seel sucht in ihrem neuen Langgedicht eine Sprache »nach Eden«. Sie lauscht den ausbleibenden Herztönen ihres ungeborenen Kindes und den Gesängen ausgerotteter Wale, betrachtet Goyas Schwarze Gemälde, liest Humboldts amerikanische Reisetagebücher und erzählt, wovon die Wissenschaft wenig weiß: Sterben. Geborenwerden. Verletzlichkeit. Mutterschaft.

»Mama, warum gibt es eigentlich die Welt und die Menschen? Gab es auch einmal nichts?«, fragt das Kind. »Das weiß niemand so genau«, antwortet die Mutter. »Vielleicht wegen Gott.« – »Aber Gott ist ja alles«, sagt das Kind. »Vielleicht ist die Welt dann in Gott gewachsen.« In Daniela Seels Lesart hat Eva den Garten Eden bewusst verlassen, »sie wusste, was sie tat, als sie aß«. Sie »entscheidet sich. Für Erkenntnis und Lust. Für Mut.« Durch ihr Handeln wird der Mensch »zum Sterben begabt« und auch »zur Nacht begabt«. Daniela Seels Gedichte denken darüber nach, was das heute für uns bedeuten kann, während sie dem »Licht im Mutterleib« folgen, »dem Licht der Polarnacht verwandt …, gastlich, unbändig, unbeirrt, möchte ich sagen, vom Tod«.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.10.2024
  • Autor/Autorin: Daniela Seel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 221/142/11 mm
  • Seitenanzahl: 90
  • ISBN: 9783518431894
Darum lohnt sich dieses Buch

Der neue Gedichtband der kookbooks Verlegerin

Pressestimmen
»Genau die Art von Lektüre, die unsere Zeit der Desorientierung, Krisen und Imitation echter Denkprozesse durch Algorithmen braucht.«
literaturkritik.de, 12. Juni 2026
»... eine literarische Reflexion, die weit ausgreift und tief bewegt.«
Florian Bissig, NZZ am Sonntag, 29. Juni 2025
»Die Form flüstert einem zu, was nicht da steht. Sie bezeugt, was getan wurde und wer answesend bleiben wird in der sichtbaren Abwesenheit.«
Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung, 7. Januar 2025
»Ein Langgedicht, das uns den Einzug ins Leben lehrt.«
Peter Neumann, DIE ZEIT, 21. November 2024
»Der Band Nach Eden denkt nicht von den Katastrophen, sondern vom irdischen Durst her. … [Er] entwirft eine Welt aus Neugier, Erkenntnishunger und Verantwortung; eine Sehnsucht nach einem postanthropozänen Zeitalter schwingt hinein.«
Marie Luise Knott, Perlentaucher, 8. November 2024
»Welthaltiger kann Lyrik heute kaum sein. Mit ungewöhnlichen Versen und neuen Verben führt Seel von der Hexenverbrennung bis zur Umweltzerstörung.«
Björn Hayer, Berliner Zeitung, 25. Oktober 2024
»Falls wir von Kunst Trost oder Freiheit erwarten dürfen, weist dieses paradox schöne Langgedichte ins Offene.«
Angelika Overath, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Oktober 2024
»Daniela Seels Gedichte … tanzen virtuos auf dem dünnen Seil über dem Abgrund einer unfassbar komplexen Gegenwart«
Insa Wilke und Michael Braun, Deutschlandfunk, 19. April 2024
»Auf der Suche nach einer neuen poetischen Sprache verleiht Daniela Seel ihren Gedichten einen magischen Klang.«
ORF
»Die Lektüre macht nachdenklich. Weil sie weit über feministische Topoi (und Ressentiments) hinausgreift und sich nie in einem Schwarz-Weiß-Diskurs verliert. Vielmehr stellt Seel die ganz großen Fragen: nach dem Ökosystem der Erde, nach den Geburtsstätten der menschlichen Zivilisation, nach unserem Umgang mit Natur, Tierwelt und Transzendenz.«
Ilma Rakusa, Paul-Henri Campbell, Volltext
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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Tel: +49 30 740 744 0

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