Ein faszinierender Krimi aus der Zeit der deutschen Wiedervereinigung
Frühjahr 1991: Kalter Wind weht durch das wiedervereinigte Land. Kommissarin Beate Vogt ermittelt gerade im Fall einer spurlos verschwundenen Lehrerin, als sie zu einem Tatort am Leipziger Markt gerufen wird. Ein Toter wurde in Auerbachs Keller gefunden, offensichtlich ermordet. Er kann identifiziert werden als Immobilieninvestor aus Bayern, der Häuser in Leipzig aufgekauft und sich damit womöglich Feinde gemacht hat. Gemeinsam mit dem Nürnberger Hauptkommissar Josef Almgruber begibt sich Beate auf Spurensuche. Wer steckt hinter der Tat? War es einer der ehemaligen Arbeiter aus dem VEB, der entlassen wurde? Oder doch die Mieterin, die sich weigerte auszuziehen? In einer Zeit, als die Hoffnung der Ernüchterung weicht und wider Erwarten keine Landschaft erblüht, suchen Vogt und Almgruber nach der Wahrheit.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 02.01.2025
Autor/Autorin: Grit Poppe
Reihe: Morduntersuchungskommission Leipzig, Teil 2
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 187/120/28 mm
Seitenanzahl: 464
ISBN: 9783548069135
Darum lohnt sich dieses Buch
Ein ungewöhnliches Ermittlerduo: Eine Ostdeutsche und ein Westdeutscher ermitteln
Ein starker zeitgeschichtlicher Krimi für Fans von Titus Müller und Frank Goldammer
Pressestimmen
»Mit Mauer des Schweigens lässt Grit Poppe diese Jahre noch einmal lebendig werden und es dürfte manchem auch jenseits der dramatischen Handlung da und dort eine Gänsehaut entstehen.«
Ralk Julke, Leipziger Internet Zeitung, 23. Januar 2026
»Die Geschichte führt mitten hinein in die wilde Nachwendezeit, als für die Menschen in Leipzig, Halle, Magdeburg und im Rest der untergegangenen DDR kein Stein mehr auf dem anderen blieb. [...] Ein Krimi, der auch als Gesellschaftsroman über eine Ära funktioniert, die inzwischen fast vergessen ist.«
Steffen Könau, Mitteldeutsche Zeitung, 22. November 2025
»Der Krimi ist bis zur letzten Seite spannend, und die Charaktere sind überzeugend und glaubwürdig. Ein fesselndes Buch insbesondere für die, die sich für die Wiedervereinigung und den deutschen Osten interessieren.«
Ellen Norten, kultura-extra.de, 22. Mai 2025
»Grit Poppe weiß, wie man mit den Genre-Elementen jongliert und tut das mit spürbarer Freude. [...] Was ›Mauer des Schweigens‹ über die übliche Krimiliteratur hinaushebt, ist der konkrete, glaubwürdig verpackte historische Kontext. Die Stärke von Poppes Buch ist, dass es geradezu filmisch in verschiedene Milieus und Sozialisationen hineinzoomt [...] auf den heimlichen Hauptdarsteller in diesem facettenreichen Nachwendekrimi: den Osten.«
Lena Schneider, Potsdamer Neueste Nachrichten, 29. März 2025
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH Friedrichstraße 126 10117 Berlin DE
Ein toter Direktor eines Jugendwerkhofs, ein verschwundenes Kind und ein Ermittlerduo zwischen Ost und West
Torgau am 10.11.1989: Hoffnung weht durch die kleine Renaissancestadt an der Elbe. Die Mauer ist gerade gefallen, da wird der Direktor des örtlichen Jugendwerkhofs tot aufgefunden. Beate Vogt von der Morduntersuchungskommission wird aus Leipzig geschickt, um zu klären, was passiert ist. Kurz nach der Befragung des 14-jährigen Insassen Andreas verschwindet dieser spurlos. Steckt er hinter der Tat? Ist er in den Westen geflüchtet, oder ist ihm etwas zugestoßen? Und dann bekommt Beate ungebetene Hilfe: Hauptkommissar Josef Almgruber aus Nürnberg soll ihr die westdeutsche Arbeitsweise nahebringen. Doch der hat keine Ahnung von DDR-Strukturen. Beate braucht keine Belehrungen und lässt ihn links liegen. Aber dann wird Beate bedroht und Almgruber zusammengeschlagen. Sie begreifen, dass sie zusammenarbeiten müssen. Ob sie wollen oder nicht.
„Krimi des Monats“ NDR
"Ein faszinierender und vielschichtiger Roman, der mehr ist als ein Krimi." Marion Brasch, Radio Eins
DDR 1988. Als Anjas Mutter einen Antrag auf Ausreise aus der DDR stellt und von der Stasi verhaftet wird, wird die 14-Jährige in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe, gebracht. Anja ist geschickt von der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill: Sport und Arbeit bis zum Umfallen. Sie fragt sich immer wieder, was sie denn verbrochen hat. Es gibt nur einen Ausweg: Flucht.
Weggesperrt: Grit Poppe beleuchtet die Tyrannei und Gewalt in den Jugendwerkhöfen der DDR
Authentische Darstellung: Dem Roman liegt eine sorgfältige Recherche zugrunde, um ein realistisches Bild der Zustände in den DDR-Jugendwerkhöfen zu schildern.
Bedeutende Einblicke: Ergänzende historische Dokumente und Zeitzeugen-Interviews geben eine Gesprächsgrundlage für den Schulunterricht.
Eindrucksvoll erzählt: Deutsche Geschichte wird fesselnd und bewegend aufgearbeitet, ohne dabei die Hoffnung auf Veränderung und Freiheit aus den Augen zu verlieren.
Vielfach ausgezeichnet: Der Jugendroman wurde mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet und hat sich als einer der wichtigsten Jugendromane zum Thema DDR etabliert.
Zeitlos und bildungsrelevant: Ideal als Schullektüre für den Geschichts- oder den Deutschunterricht.
Grit Poppes gefeierter Jugendroman Verraten endlich als Taschenbuch.
Ost-Berlin 1986, wenige Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer: Nach dem Tod seiner Mutter sperrt man Sebastian in das Jugendheim Bad Freienwalde, das einem Gefängnis gleicht. Ausgerechnet sein Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, holt ihn dort raus. Doch dann taucht ein Mann in Sebastians Schule auf. Der Fremde ist ein Mitarbeiter der Stasi, der Geheimpolizei der DDR. Er behauptet, sein Vater sei ein Staatsfeind und fordert Sebastian auf, für ihn zu arbeiten. Sebastian hat keine Wahl. Entweder er bespitzelt seinen Vater oder er riskiert, dass die Stasi auch ihn in die Mangel nimmt, ihn zurück ins Heim schickt – und womöglich Katja findet. Katja, in die sich Sebastian ein bisschen verliebt hat und die er versteckt hält, weil sie aus einem Jugendwerkhof geflüchtet ist. Wenn sie auffliegt, ist auch er geliefert.
Nach Weggesperrt schreibt Grit Poppe erneut über Jugend und Umerziehung in der DDR.
Authentischer, packender Roman über ein fast vergessenes Kapitel der DDR-Geschichte – eindrücklich, schonungslos und informativ.
Hinten im Buch findest du Auszüge aus original Stasi-Akten und ein Zeitzeugen-Interview, das unter die Haut geht.
Verraten wurde 2021 mit dem Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und war im gleichen Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Als Schullektüre ab Klasse 8 empfohlen.
Auch von der Presse gefeiert: großartig geschrieben.
In „Abgehauen" von Grit Poppe kämpft die junge Gonzo, Freundin von Anja aus „Weggesperrt", im DDR-Jahr 1989 gegen die brutalen Strukturen des geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau. Die Einrichtung hat ein klares Ziel: Gonzo zur „sozialistischen Persönlichkeit" zu formen. Doch die Methoden der Erzieher drohen nicht nur ihren Willen zu brechen, sondern auch ihre Identität zu zerstören.
Gonzo wählt den einzigen Ausweg, der ihr bleibt: die Flucht. Sie gelangt in eine Kleingartenanlage, wo sie René trifft, einen jungen Mann mit demselben Traum. Gemeinsam wagen sie die riskante Überquerung der grünen Grenze und kämpfen sich bis zur Prager Botschaft durch.
„Abgehauen" ist ein Roman über den unbedingten Willen zur Freiheit und ein erschütterndes, historisch fundiertes Zeugnis der Unterdrückungsmechanismen in der DDR, das auf Zeitzeugenberichten und sorgfältiger Recherche basiert.
Eindringliche Schilderung: Bietet tiefe Einblicke in die repressiven Erziehungsmaßnahmen der DDR-Jugendwerkhöfe und den unerschütterlichen Freiheitswillen der Jugendlichen.
Historisch fundiert: Basierend auf Zeitzeugenberichten und akribischer Recherche, vermittelt das Buch ein authentisches Bild der Zustände in der DDR.
Inspirierende Fluchtgeschichte: Erzählt von der mutigen Flucht zweier Jugendlicher, die sich gegen ein System der Unterdrückung auflehnen und für ihre Freiheit riskante Wege gehen.
Bildungsrelevante Lektüre: Dient als wichtiges Bildungsmaterial, das Jugendlichen und Erwachsenen die jüngere deutsche Geschichte näherbringt und zum Nachdenken anregt.
Preisgekrönte Erzählkunst: Fortsetzung des mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichneten Romans "Weggesperrt", der sich durch packende Erzählweise und tiefgreifende Charakterzeichnungen auszeichnet.
Für Jugendliche ab 14 Jahren, die packende Geschichten über Mut, Widerstand und Selbstbestimmung suchen und dabei mehr über die jüngere deutsche Geschichte erfahren möchten,
Fans von historischen Jugendromanen wie „Die Welle" oder „Damals war es Friedrich", die Bücher schätzen, die gesellschaftliche Systeme durch persönliche Schicksale erfahrbar machen,
Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen, die authentisches, diskussionswürdiges Material zur DDR-Geschichte und zu Themen wie Freiheit, Menschenwürde und Zivilcourage suchen
und Erwachsene Leser:innen, die die Wendezeit persönlich erlebt haben oder ein tieferes Verständnis für die Lebenswirklichkeit junger Menschen in der DDR entwickeln möchten.