Lügen über meine Mutter

Roman | Ab 08. Oktober im Kino
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Inhaltsangabe

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann. Und die Mutter ist dem ausgesetzt, Tag für Tag.

»Lügen über meine Mutter« ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist eine Befragung des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Und was sagt uns das alles über den größeren Zusammenhang: die Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht? Schonungslos und eindrücklich lässt Daniela Dröscher ihr kindliches Alter Ego die Jahre, in denen sich dieses  »Kammerspiel namens Familie« abspielte, noch einmal durchleben. Ihr gelingt ein ebenso berührender wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung und Fürsorge. Vor allem aber ist dies ein tragik-komisches Buch über eine starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen. 

 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.08.2022
  • Autor/Autorin: Daniela Dröscher
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 448
  • ISBN: 9783462001990
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine schonungslose Analyse der unsichtbaren Normen und Regeln, die unsere Sehnsüchte und unser Handeln bestimmen
  • Ein großer Roman voller Protest und Zärtlichkeit und wunderbarem Humor
Pressestimmen
»ein kluger und packender Roman über subtile Gewalt in den eigenen vier Wänden«
Woman, Österreich, 19. Dezember 2022
»Man muss nur einmal die Augen aufmachen, um zu erkennen, dass die Lügen über meine Mutter voll und ganz auf Wahrheiten über die Welt beruhen.«
Daniel Schieferdecker, Esquire, 18. Oktober 2022
»Ein literarisches Denkmal von außergewöhnlicher Schönheit«
Antonia Baum, Die Zeit, 13. Oktober 2022
»Man liest diesen Roman mit einer Mischung aus Schmunzeln und wachsender Wut.«
Marlen Hobrack, Der Freitag, 13. Oktober 2022
»Obwohl [Lügen über meine Mutter] rund vierzig Jahre in der Vergangenheit liegt, ist sie immer noch erschreckend nah an der Gegenwart.«
Patricia Kornfeld, Wiener Zeitung, 8. Oktober 2022
»441 Seiten Szenen einer Ehe, wie sie trauriger und dennoch mutmachender kaum sein können.«
Christine Westermann, stern, 6. Oktober 2022
»eine bedrückende Studie über Machtverhältnisse, Lügen und Geheimnisse – und ein bewegendes Denkmal für eine willensstarke und großherzige Frau«
Kirstin Breitenfellner, Falter, 5. Oktober 2022
»Ein ebenso ernstes wie witziges Buch, auf unangestrengte Weise emanzipiert, klug und unterhaltend.«
Elke Heidenreich, Kölner Stadt-Anzeiger, 1. Oktober 2022
»ein packendes und vor allem formal sehr interessantes autofiktionales Werk«
Katja Schönherr, Radio SRF 1 BuchZeichen, 27. September 2022
»Daniela Dröscher lässt [...] eine Tochter sprechen, die ihrer Mutter zu Lebzeiten ein liebevolles, zärtliches Denkmal setzt.«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 20. September 2022
»Daniela Dröscher hat einen messerscharf antipatriarchalen Roman geschrieben. Ein autobiografisches Enthüllungswerk über Ehehöllen und Kinderglück.«
Paul Jandl, NZZ, 19. September 2022
»ein Selbstermächtigungsbuch, [...] eine unbedingte Empfehlung«
Anne-Dore Krohn, rbb Kultur, 1. September 2022
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Daniela Dröschers sehr persönliche Geschichte der Selbstermächtigung – von einer schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Und die Frage, wie wir sprechen sollten, um einander wirklich zu verstehen. Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.
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