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Hörbuch Download
Dateiformat:MP3
Inhaltsangabe
Ludwig Thoma (1867-1921) war ein deutscher Schriftsteller und Rechtsanwalt. Bekannt wurde er durch seine satirischen Erzählungen, die humoristisch und realistisch vom Leben in Bayern und den herrschenden politischen Umständen erzählen.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 04.03.2024
Autor/Autorin: Ludwig Thoma
Gelesen von:Heinz Kilian
, Fritz Strassner
, Anne Andresen
, Karl Obermayr
, Susanne Heydenreich
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: SAGA EGMONT HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 297 Minuten
ISBN: 9788728542224
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Die Menschen gerade so wie die Tiere sind selten mit dem zufrieden, was sie haben und halten die Brocken für die besten, die sie einem anderen wegschnappen. – Ludwig Thoma ... Hier seine Erzählung: "Bauernmoral"
Da schrie der große Mann: "Diese Burschen muss man züchtigen", und der Lehrer schrie: "Ruhe, sonst bekommt ihr ein paar Ohrfeigen!" Der Fritz sagte: "Sie können's schon probieren, wenn Sie einen Schneid haben." Da hat sich der Lehrer nicht getraut, und er hat gesagt: "Man darf keinen mehr auf den Kopf hauen, sonst wird man selbst gestraft." Und der große Mann sagte: "Lassen Sie es gehen, ich werde diese Burschen schon kriegen." Er hat das Fenster aufgemacht und hat gebrüllt: "Konduktör, Konduktör!"
Wie die Vakanz gar gewesen ist, da hat meine Mutter gesagt, das gute Kind muss uns leider verlassen, und sie hat die Cora gemeint. Die Engländerin, die mit ihr hergefahren ist, hat geschrieben, dass sie wieder hinfahrt, und da muss die Cora mit.
In der Ostervakanz sind der Bindinger und die Marie gekommen, weil er jetzt Professor in Regensburg war und nicht mehr hier bei uns.
Sie haben ihr kleines Kind mitgebracht. Das ist jetzt zwei Jahre alt und heißt auch Marie.
Die Menschen gerade so wie die Tiere sind selten mit dem zufrieden, was sie haben und halten die Brocken für die besten, die sie einem anderen wegschnappen. – Ludwig Thoma ... Hier seine Erzählung: "Das Sterben"
Am Sonntag ist das Waldfest von der Liedertafel gewesen.
Der Seitz und der Knilling sind herumgelaufen und haben die Einladungen gemacht.
Bei uns sind sie auch gewesen. Meine Mutter hat sie in das schöne Zimmer gelassen, und Ännchen und Cora sind hinein, und ich bin auch hinein.
Johann Feichtl lehnte an einem Baume und schaute zu, wie seine Herde sich gütlich tat. Die Kühe blieben ruhig auf ihrem Platze und fraßen gewissenhaft links und rechts ab, was sie erreichen konnten; sie bewegten sich nur, wenn die Arbeit getan war, und traten dann ruhig einen halben Schritt vor, um von neuem anzufangen. Mit den Schweinen war das anders. Die fuhren hin und her, rissen hier und dort etwas vom Boden weg, blieben nirgends stehen, und wenn eines sah, dass das andere einen Fund machte, stürzte es grunzend hin und suchte es zu vertreiben. Sie waren beständig in Unruhe, voll Neid, und nicht einmal während des Fressens konnten sie es unterlassen, giftig herumzuschauen, ob es nicht einem anderen besser ginge.
Er ist aber gar nicht so sanft. Wenn man ihn ärgert, macht er grüne Augen wie eine Katze und sperrt einen viel länger ein wie unser Klaßprofessor.
Der schimpft einen furchtbar und sagt "mistiger Lausbub", und zu mir hat er einmal gesagt, er haut das größte Loch in die Wand mit meinem Kopf...
Er hieß mich einen verruchten Lügner, der den Zorn des Himmels auf sich zieht. Aber ich sagte: "Ich weiß doch gar nichts." Und dann fragte er alle in der Klasse, ob sie nichts gegen mich aussagen können, aber niemand wusste nichts.
Diese Geschichte ist wahr, alle Leute die zwischen Tölz und Miesbach wohnen kenne sie und mancher wird es mir verübeln wenn ich etwas dazutäte oder davon wegließe, also will ich bei der Wahrheit bleiben!