lieder an das große nichts

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Inhaltsangabe

An der Schwelle zum Schlaf, unterwegs durch die Großstadt, begegnen wir Nikolai Gogol und Marianne Faithfull, Sockendandys und Partymädchen, Versehrten und Abgehängten, »mit dem gesicht nach unten«, »am broadway an der haltestelle«, »für zehn, fünfzehn minuten wirklich«. Sie sind »der spiele so müde, selbst die messer haben das stechen satt«. Denn was ist das Herz anderes als »ein muskulöses hohlorgan« – Kraken haben drei davon, wir Menschen: »eine plötzliche angst vor zügen«.

Mit untrüglichem Rhythmusgefühl und einem Ohr auf der Tanzfläche horcht Juliane Liebert in ihren flirrenden Gedichten auf »die einsamen, die lauten, die leichten dinge« und schreibt Verse von solcher Zartheit, dass sogar die Battlerapper getröstet werden. Denn selbst wenn die Erde »immer langsamer rotiert« und die Niagarafälle »abends abgestellt« werden – »morgens stellt man sie wieder an«.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 09.03.2021
  • Autor/Autorin: Juliane Liebert
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/140/10 mm
  • Seitenanzahl: 88
  • ISBN: 9783518429822
Darum lohnt sich dieses Buch

Moderne Lyrik mit einem klaren Blick auf die Gegenwart

Pressestimmen
»Primo Levi paraphrasierend denke ich oft, dass Gedichte lebensrettend sein können. ... Wenn es stimmt, dass Lyrik einem den Langatem für all das geben kann, was außerhalb des Lyrischen passiert, dann ist Juliane Lieberts Gedichtband lieder an das große nichts ein solches Beatmungsgerät.«
Sascha Marianna Salzmann, Süddeutsche Zeitung, 29. Dezember 2021
»Gut erfunden, gut erdichtet.«
Tobias Lehmkuhl, Deutschlandfunk, 30. Juli 2021
»Lieberts Ton rüttelt auf, ist manchmal schrill und mitunter komisch.«
Björn Hayer, neues deutschland, 29. Juli 2021
»Bewusste Themen- und Sprachbrüche, produktive Zeilensprünge, ein streng getakteter, eigenwilliger Sound sowie aus einem ”Anything goes“-Zeitgeist geschöpfte Bilder machen diese Gedichte zu einem bejahenden Leseerlebnis.«
Sebastian Gilli, Falter, 14. Juli 2021
»Kantig, schroff, bildreich, oft versponnen und fast rätselhaft schreibt sie.«
Münchner Merkur, 7. Mai 2021
»... rauh und zärtlich zugleich ..., brennend und kühl.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18. April 2021
»So klingt es, wenn eine versierte Beobachterin der Zeit dichtet.«
Finn Holitzka, Rhein-Zeitung, 15. April 2021
»Die Ironie, die Metaphorik, der Subtext, da stimmt alles.«
Jens Uthoff, taz. die tageszeitung, 7. April 2021
»Liebert hat einen eigenen Sound und Blick: popgeschult, humorvoll, spröde, pointiert, stets den menschlichen Unzulänglichkeiten zugewandt ...«
Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. März 2021
»Liebert hat einen Sound, eine goldige Metaphorik, ein Buch wie ein Konzert einer ganzen Girlband... mit vielen wechselnden Stimmlagen.«
Uwe Kraus, Wochenblatt, 13. März 2021
»Ein wirklich fulminantes Lyrik-Debut«
moments
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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True Crime in Versform

Mörderballaden gibt es, seit der Mensch Geschichten erzählt. Ob H. C. Artmanns Dialektgedichte, Bertolt Brechts Moritat von Mackie Messer oder Nick Caves Murder Ballads – sie alle handeln von Verbrechen. Juliane Liebert holt dieses Genre in die Gegenwart und dichtet von einer Bankräuberin in Männerkleidern, die in einem Stand-off mit der Polizei erschossen wird. Von Opfern politischer Verfolgung. Von Brieffreundschaften mit zum Tode Verurteilten. Von der Zeit, »der wahren mörderin«. Sie fragt, »wie es wohl meiner mutter geht / dort in der erde / trinkt sie? horcht sie? ist ihr kalt?« und »hast du angst? ich sagte nein. ich wollte keine haben«. Sie berichtet von Mord und Totschlag, unseren Ängsten und Wünschen – und spiegelt darin den ganzen Wahnsinn der Welt. »song: essen töten shoppen«.

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