Auf der Suche nach dem «Vorbild von Gestern» vom Edelmann bis zum GentlemanEin höchst unterhaltsamer und lehrreicher Blick auf zwei Jahrtausende europäisches HerrentumErhaben über alles Gemeine, prinzipientreu und hochherzig, unabhängig im Denken, souverän im Urteil, dabei höflich und respektvoll gegenüber aller Welt, Inbegriff von Courage, Contenance, Grandezza: der Herr, wie er leibt und lebt. Aber lebt er noch? Oder ist er perdu – ins Abseits gedrängt vom narzisstischen Protzpöbel, von Stoffeln, Mimosen, Rüpeln, Rowdys? In ihrer unterhaltsam und kenntnisreich geschriebenen «Kulturgeschichte des Herrn» begibt sich Sybil Gräfin Schönfeldt auf die Suche nach einem verlorenen Ideal. Sie befragt die abendländische Geschichte nach den Ausprägungen des Herrentums und danach, welche seiner Werte überdauert haben. Souveränität und Integrität, Gelassenheit und Höflichkeit, Geschmack und Formgefühl, Takt, Zucht und Edelsinn – angesichts akuter Haltungsschäden beim starken Geschlecht, seiner moralischen wie modischen Orientierungslosigkeit quer durch alle Schichten lohnt es, über klassische Herrentugenden nachzudenken. Denn: «Wer heute als Herr leben will, muss – gleichgültig, welcher Herkunft – bei sich selbst von vorn beginnen. Und wer den Herrn erkennen will, muss wissen, welche Eigenschaften ihn ausmachten und immer ausmachen werden.»
Die Kapitel des Bandes: Benedikt, Abt des Abendlandes – Karl, Herr der Franken – Georg, Held der Ritter – Winrich, Ordensherr im Osten – Lorenzo, Fürst der Bürger – Maximilian, letzter Ritter – Ludwig, Sonne Europas – Boswell, Gentleman auf Reisen – Stein, Hausvater der Nation – Der Herr, Vorbild von Gestern.
Ausstattung: Mit Schwarzweißabbildungen und 8 Kunstdrucktafeln