Katzensilber

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Inhaltsangabe
Wenn man über die Sandlehne empor gegangen ist, steigt noch ein Felsen auf, der dem Berge Festigkeit gibt, dessen Geschiebe nicht gegen den Garten absinken lässt und zur Vermehrung der Wärme nicht wenig beiträgt. Der Besitzer des Hofes hat einen Weg mit festem Gelände durch die Sandlehne und um den Felsen empor anlegen lassen, weil man von dort recht schön auf das Haus, auf den Garten und auf die Landschaft niedersieht. Er hat an einigen Stellen Bänkchen anbringen lassen, dass man da sitzen und die Dinge mit Ruhe betrachten kann. Hinter dem Felsen gegen mitternachtwärts geht Gebüsch, dann folgen noch auf dem immer ansteigenden Boden einzelne Eichen und Birken, dann der Nadelwald, der den Gipfel einnimmt und das Schauspiel beschließt.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 01.07.2023
  • Autor/Autorin: Adalbert Stifter
  • Gelesen von: Markus Pol
  • Format: Hörbuch-Download
  • Dateiformat: MP3
  • Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
  • Sprache: Deutsch
  • Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
  • Spieldauer: 134 Minuten
  • ISBN: 9783991551768
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Herstellerinformationen
AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH

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Da die dörfliche Kleinstwelt, dort das drohende Bergmassiv – die beiden Alpendörfer Gschaid und Millsdorf liegen in solch großer Einsamkeit, dass die Bewohner im Winter oft ihre Toten aufbewahren müssen, um sie nach dem Wegschmelzen des Schnees erst begraben zu können. Am Heiligen Abend besuchen der kleine Konrad und seine noch jüngere Schwester Susanna ihre Großeltern auf der anderen Seite des Berges und am Rückweg ihrer Wanderung - es ist Winter, die Tage sind kürzer, die Witterung unsicher, an Warnungen mangelt es nicht - beginnt das Unheil. Adalbert Stifter wurde am 23.10.1805 in Oberplan (Böhmerwald) geboren. Er kam als Sohn eines Leinewebers und Flachshändlers aus einfachen Verhältnissen. Als er 12 Jahre alt war, starb der Vater, und er wurde von da ab von den Großeltern erzogen. Er besuchte von 1818 bis 1826 das Gymnasium und studierte anschließend bis 1830 in Wien zunächst Jura, dann Naturwissenschaften und Geschichte, machte aber keine Abschlussprüfung. Stifter wollte gern Landschaftsmaler werden. Den Lebensunterhalt verdiente er sich als Privatlehrer in Wiener Adelshäusern. 1848 zog Stifter nach Linz und lebte dort die letzten Jahrzehnte seines Lebens. In seinen letzten Lebensjahren war er schwerkrank und litt unter Depressionen. Ob er Selbstmord beging, ist nicht sicher nachzuweisen. Er starb am 28.1.1868.
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