Jugo

Roman | »Ein ehrlich aufwühlendes, anrührendes Porträt eines Vaters und eines Sohnes …« Saša Stanišić
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Inhaltsangabe

Ein Vater, ein Sohn und ein Land, das es nicht mehr gibt

Sie sehen sich nur einmal im Jahr, und jedes Mal geraten sie in Streit. Der Vater, der als junger Mann nach Deutschland kam, hier eine Familie gründete, in der Gastwirtschaft arbeitete und das Land dreißig Jahre später wieder Richtung Kroatien verließ. Und der Sohn, der in Berlin lebt, Schriftsteller geworden ist und im Gästehaus seines Vaters an der Adriaküste Urlaub macht. Im Streit befreien sie sich von den Dingen, die zwischen ihnen stehen. Und sie entdecken in scheinbar kleinen Momenten eine unerwartete Nähe: wenn sie, begleitet vom Jugo, dem warmen Südwind, mit dem Boot zur Insel vor der Bucht fahren, Tennis auf dem Platz eines verfallenen Hotels spielen oder den kleinen Acker der Familie in Bosnien besuchen. Nach und nach legen sie alte, zugewachsene Wege frei – zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte.

Jugo ist ein berührendes Vater-Sohn-Porträt. Eine Liebeserklärung an den gleichzeitig nahen und fernen Vater, dessen Rückkehr in die alte Heimat schwieriger war als seine Ankunft in einem fremden Land. Einfühlsam erkundet Ilija Matusko die Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien. Und er spürt einem Gefühl nach, das Vater und Sohn verbindet: nie ganz angekommen zu sein.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 02.09.2026
  • Autor/Autorin: Ilija Matusko
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/133/20 mm
  • Seitenanzahl: 191
  • ISBN: 9783518433102
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ein Roman über Heimat, Herkunft und die ewige Suche nach dem Ankommen
  • Von Herkunft, Identität und Zerrissenheit
Pressestimmen
»Matusko wirft einen zarten Blick auf seine Figuren, die er aus den Menschen in seinem Leben speist. ... [Er hat einen] aufmerksamen Blick für die feinen Unterschiede ...«
Anna Weiß, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18. Oktober 2026
»Matusko beobachtet den Vater genau, von dem er sich einst entfremdet gefühlt hatte, seinen Zustand des ewigen Dazwischens, des Niemals-Ankommens. ... In kurzen Absätzen, changierend zwischen Vergangenheit und Gegenwart, löst Matusko durch sein Schreiben die Distanz zum Vater immer mehr auf. Ganz nebenbei erzählt er dabei auch über Arbeit, Klasse, über Identität und die wechselvolle Geschichte eines Landes.«
Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 17. Oktober 2026
»Matuskos Jugo ergründet einfühlsam und zärtlich das Leben eines Vaters.«
Kreuzer Leipzig, 6. Oktober 2026
»Jugo ist eine zärtliche Annäherung zwischen Vater und Sohn, eine Würdigung der Lebensleistungen des Migranten, der nach der Rückkehr an die Adria keine Heimat findet, sondern im ›Dazwischen‹ leben.«
Stephan Ozsváth, rbb, 1. Oktober 2026
»Einfühlsam erkundet Ilija Matusko die Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien. Und er süprt einem Gefühl nach, das Vater und Sohn verbindet: nie ganz angekommen zu sein.«
Andi Dirnberger, weekend.at, 30. September 2026
»Unglaublich vielschichtig und intensiv.«
Christoph Schröder, SWR, 28. September 2026
»Ilija Matuskos autofiktionaler Debütroman Jugo ist ein zartes und zärtliches Buch, ein berührendes Vater-Sohn-Porträt ...«
Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung, 19. September 2026
»Ein Text, der zur rechten Zeit kommt, weil er zeigt, in welchem Land wir heute leben und von welchen Erfahrungen die gegenwärtig stärksten literarischen Stimmen Deutschlands zehren.«
WELT AM SONNTAG, 6. September 2026
»[Ein] rührender Debütroman ...«
Nürnberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten, 31. August 2026
»Das Romandebüt des Berliner Autors ist ein sprachlich feinfühliges, berührendes Vater-Sohn-Porträt über Herkunft, Identität und die schmerzhafte Erfahrung, nirgendwo ganz zu Hause zu sein.«
Rouven Hans, ekz.bibliotheksservice
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Kein Ruhetag« – so steht es auf der Tafel am Eingang. Ilijas Eltern betreiben eine Gastwirtschaft in Bayern. Er hilft schon als Kind in der Küche, wächst mit Pommes und Fritteusen auf. Wenn das Restaurant nicht mehr läuft, eröffnen die Eltern woanders ein neues.

Weil sein Vater gerne Tennis spielt, ermöglicht er seinem Sohn Tennisstunden. Im Verein findet Ilija neue Freunde und will wie sie aufs Gymnasium. Sein Leben entkoppelt sich zunehmend von dem seiner Eltern, besonders als sein Vater nach Kroatien zurückgeht. Doch etwas begleitet ihn durch die Jahre: »Es riecht nach Pommes, Ilija kommt!« Der Satz eines Mitschülers, der ihn bis heute nicht mehr loslässt, wird zum Ausgangspunkt einer Selbstbefragung: Verrät der Geruch die eigene soziale Herkunft?

Ilija Matusko verknüpft in seinem Debüt persönliche Erinnerungen mit soziologischen Beobachtungen. In zehn essayistischen Kapiteln erzählt er die Geschichte eines Bildungsaufsteigers – mit wachem Blick für die feinen Unterschiede, mit Witz und literarischer Schlagkraft.

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