Juden, Deutsche und andere Erinnerungslandschaften

Im Dschungel der ethnischen Kategorien
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Inhaltsangabe

Wie deutsch sind die Deutschen? Wer ist ein Jude? Wer ist ein Schwarzer? Wie ein soziologischer Krimi handelt das Buch von Ordnungsversuchen, Chaos und Wahn, von Verwirrung, Widersprüchen und Paradoxien. Wie wird nationale bzw. ethnische Zugehörigkeit hergestellt? Was wird dazu an Mythen und Legenden gesponnen? Was an Paragraphen und Verordnungen ersonnen? Wer widersetzt sich auf welchen Auswegen, Umwegen, Fluchtwegen diesen blutbefleckten Etikettierungen?

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.12.1999
  • Autor/Autorin: Elisabeth Beck-Gernsheim
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 200/123/17 mm
  • Seitenanzahl: 281
  • ISBN: 9783518410745
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Die Welt ist in Bewegung geraten, die Bevölkerung vieler Länder wird demographisch bunter gemischt. Dies gilt auch für Deutschland. Während auf der Ebene der Politik sich allmählich die Einsicht durchzusetzen beginnt, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist, steht in der öffentlichen Wahrnehmung ein vergleichbarer Bewußtseinswandel aus.
Ihr Buch handelt von den Bildern, die in Medien und Alltag über Migranten und ethnische Minderheiten kursieren: zum Beispiel die enge Traditionsbindung, die für Einwanderer charakteristisch sein soll; oder das traurige Los der unterdrückten Ausländerfrau; oder das Schicksal der zweiten Generation, verloren im Kulturkonflikt. Warum können sich solche unbegründeten Vorstellungen halten? Weil, so Elisabeth Beck-Gernsheim, die Einheimischen »die Anderen« aus dem mononationalen Blickwinkel der deutschen Mehrheitsgesellschaft betrachten. Die Erfahrungen der Migranten und Minderheiten dagegen sind transnational: sind aufgespannt zwischen mehreren Ländern, Kulturen und Zentren, sind geprägt vom Nebeneinander mehrerer Sprachen, Heimaten, Weltbilder. Dort mononational, hier transnational – aus der Diskrepanz dieser Blickwinkel erklären sich viele Kontroversen, die die Migrationsdebatten in Deutschland kennzeichnen.

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