Der strafende Staat

Angebot€42,00
Lieferbar ab 27.10.2026
Vorbestellung möglich. Versand erfolgt nach Veröffentlichung.

Hardcover
Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Teilen und herrschen! Durch Polizei, Gerichte und Gefängnisse kuratiert der Staat Kriminalität. Er begrenzt soziale Abweichungen, verwaltet städtische Marginalität und zieht Grenzen in die Staatsbürgerschaft ein. Er ist ein spaltender Staat, der entrechtete und entehrte Bevölkerungsgruppen, Klassen und »Rassen« schafft, wie der französische Soziologe Loïc Wacquant in seinem grundlegenden Buch zeigt. Wacquant plädiert dafür, diesen strafenden Leviathan endlich ins Zentrum der politischen Soziologie zu rücken.

Zu diesem Zweck unterzieht er verschiedene Staatstheorien – von Hobbes bis Bourdieu – sowie Theorien der Strafe – von Durkheim bis Foucault – einer neuen Lektüre, um einen Begriff des strafenden Staates zu entwickeln. Dieser richtet sich seit seiner Erfindung im späten 16. Jahrhundert gegen Bevölkerungsgruppen, die doppelt marginalisiert sind: aufgrund ihrer Klasse (als Arme) und ihres Status (als Außenseiter). Um das Alltagsgeschäft der Strafgewalt zu veranschaulichen, taucht Wacquant tief ein in die Abläufe eines kalifornischen Strafgerichts. Der Staatsanwalt ist die Speerspitze des strafenden Staats, wie die teilnehmende Beobachtung des Soziologen ans Licht bringt. Und nur ein strafrechtlicher Minimalismus, so sein Fazit, kann einen solchen Leviathan mit der Demokratie in Einklang bringen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 27.10.2026
  • Autor/Autorin: Loïc Wacquant
  • Übersetzung: Christian Frings
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 731
  • ISBN: 9783518588413
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ein Buch für Sozialwissenschaftler, Kriminologen und Juristen sowie alle, die nach neuen Wegen im Umgang mit Bestrafung und Ungleichheit suchen
  • Streitbares Plädoyer für ein demokratischeres Gemeinwesen
Pressestimmen
»Der französische Soziologe Loïc Wacquant geht bei den Adorno-Vorlesungen mit der weltweiten Klassenjustiz ins Gericht. Früher als andere hat Loïc Wacquant erkannt, dass es wenig bringt, den sozialen Kampf allein an Sprache und Kultur festzumachen«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Dezember 2025
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0