Geschichte der Ewigkeit
Für Jorge Luis Borges, der sich die Welt gern als unendliche Bibliothek vorstellte, war Lesen wichtiger als Schreiben: »Manchmal neige ich zu der Überzeugung, dass die guten Leser noch geheimnisvoller und seltenere Vögel sind als die guten Autoren.« Borges selbst war mehr als ein guter Leser, zweifelsohne war er einer der größten Leser aller Zeiten. Und so widmen sich die meisten seiner Essays Büchern, Autoren, Lektüreerfahrungen. Zusammen formen sie einen faszinierenden Weg durch die Weltliteratur: von der Göttlichen Komödie und Don Quijote bis zu Kafka, dessen Genie Borges als einer der Ersten erkannte, oder der Kriminalliteratur, für die er zeitlebens eine Schwäche hatte. Im zweiten Band der Gesammelten Essays kreisen Borges’ Gedanken aber nicht nur um literarische Themen, sondern auch um das Problem der Zeit, des Traums und der Unsterblichkeit. Egal wie groß die Themen, wie hochtrabend seine Einfälle – Borges als Essayist bleibt immer eins: wunderbar lesbar.








