Im Kreis treibt die Zeit

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Inhaltsangabe

Sigrid Damms neues Buch ist eine nachgetragene Liebe an ihren Vater. Ihr ganzes Leben lag sie mit ihm in Widerstreit, lehnte ihn ab. Erst kurz vor seinem Tod kam es zu einer zaghaften Annäherung. Über zwanzig Jahre später beginnt sie, dem Lebensweg ihres Vaters nachzuspüren.

Papiere und alte Fotos, die viele Jahre im Keller lagerten, werden befragt; parallel dazu die historischen Einschnitte, die sein Leben bestimmten, geschildert. 1903 in Gotha geboren, 1993 dort gestorben, wurde er Zeuge von Kaiserreich, Weimarer Republik, Naziherrschaft, DDR-Regime und Bundesrepublik.

Erzählt wird von der Kindheit des Vaters im bürgerlichen Jugendstilhaus, in dem auch Sigrid Damm aufwuchs. Vom Ende des Ersten Weltkrieges und dem Eintritt des Fünfzehnjährigen als Lehrling in ein jüdisches Bankhaus, von seinem beruflichen Aufstieg dort. Eine Maßregelung wegen der Nähe zu seinen Vorgesetzten verstört ihn zutiefst und prägt ihn für sein weiteres Leben. Im Frühjahr 1945 folgt die Einberufung, erst 1948 kehrt der Vater zur Familie in die sowjetische Zone zurück. Lebenslang sein Bedauern, nicht im Westen geblieben zu sein.

Sigrid Damms vorsichtige, beharrliche Spurensuche gibt Antworten auf Fragen, die sie dem Vater nie gestellt hat.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.03.2018
  • Autor/Autorin: Sigrid Damm
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Insel Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/131/27 mm
  • Seitenanzahl: 278
  • ISBN: 9783458177371
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine berührende Vater-Tochter-Geschichte
  • Das Leben eines Mannes in den Wirrnissen des 20. Jahrhunderts
Pressestimmen
»Die Autorin entfaltet ein historisches Panorama mit Jahreszahlen, Fakten und Porträts, in das hinein sie ihre Eltern projiziert.«
Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten, 6. September 2018
»Wärme spricht aus diesem Buch. Es macht etwas mit seinen Lesern, es bringt den eigenen festen Platz ins Wanken.«
Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 9. Juni 2018
»Und es ist noch viel mehr als [eine nachdenkliche Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln]: Im Kreis treibt die Zeit erzählt auch die Geschichte des 20. Jahrhunderts exemplarisch, über Anpassung und Auflehnung in der Diktatur der Nazizeit, über Krieg, Angst und Orientierungslosigkeit und das Leben in der DDR und im wiedervereinten Deutschland.«
Andreas Heimann, Mannheimer Morgen, 5. Juni 2018
»[Ihrer Heimatstadt Gotha] hat [Sigrid Damm] mit diesem Buch auch ein Denkmal gesetzt. Ein lesenswertes Buch.«
Torsten Unger, MDR, 13. Mai 2018
»In ihrem Buch Im Kreis treibt die Zeit begibt sich Sigrid Damm jetzt auf Spurensuche und wandert mit dem Vater durch die Geschichte ihrer Heimatstadt Gotha. ... mit derselben Gründlichkeit, mit der sie ihre zauberhaften Bücher über Goethe und die Weimarer Klassik geschrieben hat.«
Welf Grombacher, Freie Presse, 11. Mai 2018
»Ein berührendes Erinnerungsbuch, das den Bogen von der Weimarer Republik bis ins wieder vereinigte Deutschland schlägt, klar, klug und sprachlich formvollendet.«
sus, Aachener Zeitung, 1. Mai 2018
»... So klug und sensibel wie Damm hier beschreibt, wird die Lektüre zu einer Erfahrung, die zugleich bestürzt und berührt.«
Bettina Baltschev, MDR, 4. April 2018
Herstellerinformationen
Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@insel-verlag.de
Tel: +49 30 740 744 0

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16 außergewöhnliche Porträts von Sigrid Damm versammelt dieser Band. Es sind Reflexionen und Erinnerungen an Künstler und Wegbegleiter, die für Sigrid Damm wichtig waren. Mit einigen war sie persönlich bekannt: Eva und Erwin Strittmatter, Franz Fühmann, Siegfried Unseld; für andere hatte sie eine lebenslange Vorliebe: Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Caspar David Friedrich, Heinrich Heine und natürlich Johann Wolfgang von Goethe und seine Familie. Aber auch »Zufallsbekanntschaften« und überraschende Funde im eigenen Bücherregal oder in Bibliotheken prägen die Auswahl: von Iwan Turgenjew über Else Lasker-Schüler, Rosa Luxemburg und Hermann Hesse bis zu Lew Tolstoj.

Vom jeweiligen Tag des Todes blickt Sigrid Damm auf ausgewählte Lebensmomente in diesen kleinen Biografien zurück und erzählt von ihrer ganz persönlichen Begegnung mit den Künstlern und ihren Werken und wie diese ihr Leben bereichert haben.

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