
Ich hab noch mein Berlin im Koffer
Inhaltsangabe
Nach vierundzwanzig Jahren im argentinischen Exil kehrt Witold Gombrowicz 1963 nach Europa zurück und lebt ein Jahr in West-Berlin. Alles ist anders. Gombrowicz – »ich, der Europäer« – ist zu diesem Zeitpunkt in Westeuropa wenig bekannt und notiert, was er erlebt in diesem Berlin, wo »die Idylle einherging mit einer gewissen Scheußlichkeit, bei der man sich fragen konnte, ob sie von heute oder von gestern war«. Beobachtungen, die, heute wieder gelesen, eigentümlich zeitgemäß erscheinen.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 26.01.2026
- Autor/Autorin: Witold Gombrowicz
- Übersetzung: Olaf Kühl (aus dem Polnischen)
- Einband: Hardcover
- Auflage: 1
- Verlag: Kampa Verlag
- Sprache: Deutsch
- Seitenanzahl: 160
- ISBN: 9783311101161
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
Nach vierundzwanzig Jahren im argentinischen Exil kehrt Witold Gombrowicz 1963 nach Europa zurück und verbringt ein Jahr in West-Berlin. In »Ich hab noch mein Berlin im Koffer« beobachtet er eine Stadt zwischen neuer Idylle, sichtbaren Brüchen und dem Schatten ihrer Vergangenheit. Der eigensinnige Blick des lange Abwesenden macht Vertrautes fremd und verbindet persönliche Rückkehr mit europäischer Nachkriegsgeschichte.
Der Hardcover-Band passt zu Leserinnen und Lesern von Gombrowicz, Exilliteratur und Berliner Kulturgeschichte. Eine systematische Stadtchronik ist nicht zu erwarten; entscheidend sind subjektive Notizen, Reibungen und zugespitzte Wahrnehmungen. Gerade die doppelte Position als Europäer und Rückkehrer verleiht den Beobachtungen Spannung. Historischer Kontext hilft, doch der Ton bleibt unmittelbar genug, um auch ohne Spezialwissen Zugang zu finden.
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