Grenzen II

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Inhaltsangabe

Grenzen II

Das Ende der Diskussion über Gut und Böse können wir nicht abwarten. Wir müssen ständig handeln, ob mit oder ohne Erfolg. Deshalb müssen wir unserem Handeln Grenzen setzen. Vernünftig sollen wir sein, aber zu Vernunft gehört die Einsicht in die eigene Endlichkeit. Im Bewusstsein dieser Grenzen eröffnet sich uns die ethische Dimension des Handelns. Wo solche Grenzen verlaufen, untersuchen die Beiträge Robert Spaemanns. Wie praktisch Philosophie sein kann, belegen seine Stellungnahmen u.a. zu folgenden Fragen:

die atomare Bewaffnung der NATO,
die Nutzung der Atomenergie
Verantwortung für technische Eingriffe in die Natur
die Auseinandersetzungen um den § 218
die Euthanasie
Gentechnologie,
Tierversuche
die Todesstrafe

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.01.2027
  • Autor/Autorin: Robert Spaemann
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1. Auflage 2027
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 400
  • ISBN: 9783608989861
Herstellerinformationen
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de
Tel: +49 711 6672-0

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Ein philosophisches Plädoyer für einen ganz anderen Umgang mit der Natur

Die neuzeitliche Naturwissenschaft beginnt mit dem Verzicht auf die Frage nach der Zielgerichtetheit natürlicher Prozesse. Naturbeherrschung setzt dann ein, wenn in natürliche Prozesse eingegriffen wird und dies auf Grund der Einsicht in kausalgesetzliche Bedingungszusammenhänge geschieht. Dem neuzeitlichen Typus von Wissenschaft entspricht diese Naturbeherrschung: »Eine Sache kennen, heißt wissen, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat«, schreibt Thomas Hobbes.

Aber ist die Natur eine Sache? Kennen wir nicht einen ganz anderen Umgang mit der Natur? Primär ist Natur kein Herrschaftsobjekt, sondern unser Zuhause. Natürliche Lebewesen sind kein Verwertungsmaterial, sondern Mitgeschöpfen – sie selbst sind zeitlebens auf etwas aus. Überhaupt gehört die Sicht, dass die Natur zielgerichtet ist, zur Menschlichkeit des Menschen, und hat eine lange philosophische Geschichte. Die Kenntnis dieser Geschichte ist geeignet, szientistische Vorurteile zu zerstören und der natürlichen Naturbetrachtung ihr Gewissen zurückzugeben.

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