Gott der Barbaren

Roman
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Inhaltsangabe
China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts – in Hongkong, Shanghai, Peking – begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.

Angeführt von einem christlichen Konvertiten, der sich für Gottes zweiten Sohn hält, errichten Rebellen in China einen Gottesstaat, der in verstörender Weise auf die Terrorbewegungen unserer Zeit vorausdeutet. Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.01.2020
  • Autor/Autorin: Stephan Thome
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 201/119/38 mm
  • Seitenanzahl: 709
  • ISBN: 9783518470251
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Shortlist Deutscher Buchpreis 2018
  • Der neue Roman des Bestseller-Autors jetzt als Taschenbuch
Pressestimmen
»Stephan Thomes Roman erzählt gekonnt die turbulente und hochkomplexe Geschichte Chinas aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure. ... Aufgrund seiner exzellenten China-Kenntnisse gelingt es dem in Taipeh beheimateten Sinologen ... , ein Kapitel der chinesischen Geschichte erlebbar zu machen, dessen Beschreibung auch für Historiker eine enorme Herausforderung darstellt.«
Alexis Schwarzenbach, NZZ am Sonntag, 9. Dezember 2018
»... man taucht in die Fülle der Figuren und Entwicklungen auch deshalb mit gespannter Aufmerksamkeit ein, weil Stephan Thomes meist schnörkellose, dabei äußerst lebendige Sprache ihren Standpunkt in der Gegenwart nicht verleugnet und letztlich alle Perspektiven miteinander verbindet.«
Eva Behrendt, taz. die tageszeitung, 6. Oktober 2018
»Gott der Barbaren ist ein meisterhaft komponierter Roman. Thome erzählt konfuzianisch gelassen, kalligraphisch schön, episch ausholend. ... jede der 700 Seiten lohnt sich.«
Martin Halter, Badische Zeitung, 6. Oktober 2018
»Der Schriftsteller breitet ein großes, genauestens recherchiertes Epochenpanorama aus und ist zugleich ganz nah bei seinen Protagonisten.«
Holger Heimann, WDR, 27. September 2018
»Vertraute Aktualitäten spiegeln sich unforciert in der Vergangenheit ... Leichte Verschiebungen des Gewohnten erzielen dabei eine stark demaskierende Wirkung. Thome gelingt das aber umso besser, als er die Geschichte nicht als Mittel zum Zweck nutzt – was zu platten Parallelen führen könnte, hier ist aber nichts platt, alles ist verschlungen und eine Aufforderung zum Denken –, sondern für sich genommen ernst nimmt.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 24. September 2018
»Gute historische Romane – und Der Gott der Barbaren ist ein sehr guter – entfalten bei der Lektüre ihre Bedeutung in mehreren Schichten. Man kann ihn erstens verschlingen wie einen Abenteuerroman ... Man kann, zweitens, Gott der Barbaren politisch lesen als kritischen Beitrag zur Kolonialgeschichte.«
Martin Ebel, Berner Zeitung, 24. September 2018
»Stephan Thome hat aus dem unglaublichen Stoff einen Roman gemacht, bei dem auf jeder seiner siebenhundert Seiten die Frage mitschwingt, wie man sich in den verwirrenden Umbruchszeiten heute orientieren kann.«
Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. September 2018
»Vor allem aber gelingt es dem Autor, die geheimnisvoll in sich geschlossene und faszinierende Welt des chinesischen Denkens vor Augen zu führen. ... Einerseits ist dieses groß angelegte Buch also eine suggestive Einführung in die chinesische Ästhetik und Geschichtsauffassung, andererseits kann man es aber auch als einen spannenden Abenteuerroman lesen.«
Helmut Böttiger, DIE ZEIT, 13. September 2018
»... ein gewaltiges Buch, das von historischen Ungeheuerlichkeiten in einer Weise berichtet, dass wir, die wir von diesem frühen Grauen nichts wussten und eigentlich auch nichts wissen wollten, mitgerissen werden – und die Parallelen zu unserer Welt von heute, in der immer die anderen die Barbaren sind, ganz von selbst ziehen.«
Volker Weidermann, DER SPIEGEL
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Zweimal musste er pandemiebedingt verschoben werden, jetzt soll im oberhessischen Bergenstadt wieder Grenzgang gefeiert werden – doch plötzlich wird das traditionelle Heimatfest zum Streitfall. Linda Preiss, Schulpsychologin am Städtischen Gymnasium, ist empört: Man will sie als Reiterin nicht dabei haben, weil sie eine Frau ist! War es also ein Fehler, nach so vielen Jahren in die alte Heimat zurückzukehren? Jürgen Bamberger gerät als Bürgermeister gleich doppelt in Erklärungsnot: Der Hessische Rundfunk hat Fragen zu dem sogenannten »Mohren«, und seine Tochter macht ihre ablehnende Haltung zum Fest öffentlich. Je hitziger die Diskussionen geführt werden, desto fremder wird Jürgen der Ort, an dem er sein gesamtes Leben verbracht hat. Siebzehn Jahre sind vergangen, seit in der Literatur schon einmal Grenzgang gefeiert wurde, in Stephan Thomes gleichnamigem Romandebüt. Inzwischen allerdings hat sich das gesellschaftliche Klima grundlegend verändert. Und so stoßen die Protagonisten, während sie ihr privates Glück verfolgen, auf die großen Streitfragen unserer Zeit. Als das Fest schließlich beginnt, hat auch ihr Leben eine ganz neue Richtung eingeschlagen.
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