Gaza

Überlebensberichte aus einem zerstörten Land
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Inhaltsangabe

»Was haben Sie am 7. Oktober 2023 gemacht?« Diese Frage stellte die Autorin und Journalistin Samar Yazbek in Katar Hunderten von Geflüchteten aus dem Gazastreifen. Während mehrerer Monate im Jahr 2024 erzählen ihr Männer, Frauen und Kinder zwischen 13 und 65, was sie in diesem Krieg erlebt haben. Ihre Geschichten wirken wie Albträume über unvorstellbare Verluste von Leben, Familie, Heimat und elementarer Würde.

Die Überlebenden sind entschlossen, ihre Geschichte und die Schicksale ihrer Angehörigen mit der Welt zu teilen. Samar Yazbek hat siebenundzwanzig ihrer Berichte ausgewählt und zu einem Band vereint.

»Manchmal denke ich, dass jetzt nicht die Zeit ist, um über Hoffnung oder Trauer zu sprechen. Aber ich will erzählen, was ich gesehen habe.« Buschra Al-Ghulban Abu Sabih, 42 Jahre

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 30.01.2026
  • Autor/Autorin: Samar Yazbek
  • Übersetzung: Larissa Bender, Leonie Nückell (aus dem Arabischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Unionsverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 272
  • ISBN: 9783293006430
Pressestimmen
»Gaza führt die Situation der Palästinenser aus dem Kriegsgebiet vor Augen. Bei allen Schreckensschilderungen, ist dies vor allem ein Buch über die Menschlichkeit, über Menschen, die trotz ihres unermesslichen Leids um ihr eigenes Leben und um das anderer kämpfen und sogar etwas Hoffnung bewahren. Ihre Stimmen öffentlich zu machen, gibt diesen Palästinensern ein Stück Würde zurück.«
Stephanie von Oppen, Deutschlandfunk Kultur
»Samar Yazbek legt ein Buch vor, das der kriegsversehrten Zivilbevölkerung in Gaza endlich eine Stimme gibt. Obwohl die Überlebenden von grausamer Gewalt und unermesslichem Leid berichten, sind ihre Erinnerungen auch Zeugnisse der Menschlichkeit. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sie nur dank des mutigen, selbstlosen Einsatzes von Ärzten und Helfern noch am Leben sind.«
Julian Schütt, Aargauer Zeitung
»Man kann diese Berichte nicht in einem Zug lesen. Dazu sind sie zu erschütternd. Sie erzählen von all dem, was in Nachrichtensendungen nie gezeigt wird, weil es nicht gezeigt werden kann. Die Geschichten dieser 27 Menschen lassen einen nicht los. Und mit ihrem Blick auf das Geschehen beginnt man auch, über unsere eigene Sicht auf die Ereignisse im Gazastreifen anders nachzudenken.«
Ralf Julke, Leipziger Zeitung
»Anhand ihrer Erzählungen rekonstruiert Yazbek die von Bomben und Granatsplittern zersprengte Wahrheit. Das Überleben dieser Menschen grenzt an ein Wunder. Es ist unsere verdammte Pflicht, ihnen zuzuhören.«
Thomas Hummitzsch, Revue
»Die Berichte erschüttern in ihrer Unmittelbarkeit, das Ausmaß menschlichen Leids ist unermesslich. Yazbek gibt den Interviewten ihre Würde und Relevanz zurück.«
Claudia Niebel, ekz.bibliotheksservice
»Ein erschütterndes Buch, zugleich Erinnerungsarbeit und Plädoyer für Gerechtigkeit.«
Caroline Pernes, Télérama
»Ein erschütterndes, wichtiges Buch. Es erhebt nicht den Anspruch, den Nahostkonflikt umfassend zu erklären. Sein Wert liegt vielmehr darin, den Opfern des Krieges eine Stimme zu geben.«
Ulf Engelmayer, Radio Leinewelle
Herstellerinformationen
Unionsverlag AG
Neptunstr. 20
8032 Zürich
CH

Email: mail@unionsverlag.ch
Tel: +41 44 283 20 00

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Die junge Rima liebt ihr Damaskus. Am meisten liebt sie die Bibliothek, in der sie lauter Wunder erwarten: der kleine Prinz mit seinen ewigen Sonnenaufgängen oder Alice mit ihrem Sturz ins Wunderland. Rima sehnt sich danach, eigene Abenteuer zu erleben, dem Willen ihrer Füße zu folgen. Doch ihre Mutter hält sie fest. Bis zu dem Tag, an dem ihr Bus an einem der neuen Checkpoints aufgehalten wird, und Rimas Welt zerfällt.

Zwischen Detonationen und der Angst der anderen findet Rima Zuflucht in ihrer Fantasie, den Farben ihrer Buntstifte und ihrer ganz eigenen Sprache, in der sie Wort für Wort ihre Geschichte festhält.

In dem Verlangen, die Wunden, die ein Krieg schlägt, zu erfassen, stellt uns Samar Yazbek eine ungewöhnliche Heldin an die Seite: ein Mädchen, das sich fortschreibt.

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