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Inhaltsangabe
An dem Leitbande des Instinkts, woran sie noch jetzt das vernunftlose Tier leitet, musste die Vorsehung den Menschen in das Leben einführen und, da seine Vernunft noch unentwickelt war, gleich einer wachsamen Amme hinter ihm stehen. Durch Hunger und Durst zeigte sich ihm das Bedürfnis der Nahrung an; was er zu Befriedigung desselben brauchte, hatte sie in reichlichem Vorrat um ihn herum gelegt, und durch Geruch und Geschmack leitete sie ihn im Wählen. Durch ein sanftes Klima hatte sie seine Nacktheit geschont und durch einen allgemeinen Frieden um ihn her sein wehrloses Leben gesichert. Für die Erhaltung seiner Gattung war durch den Geschlechtstrieb gesorgt. Als Pflanze und Tier war der Mensch also vollendet. Auch seine Vernunft hatte schon von fern angefangen, sich zu entfalten.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.09.2023
Autor/Autorin: Friedrich Schiller
Gelesen von:Karlheinz Gabor
Format: Hörbuch-Download
Dateiformat: MP3
Verlag: AUDIO MEDIA DIGITAL HÖRBUCH
Sprache: Deutsch
Abspielbar auf: Abspielbar in MP3-kompatiblen Apps, Smartphones und Playern.
Spieldauer: 9 Minuten
ISBN: 9783991607724
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An die Freude ist eines der berühmtesten Gedichte Friedrich Schillers. Es entstand im Sommer 1785 und wurde unter anderem von Ludwig van Beethoven im 4. Satz seiner 9. Sinfonie vertont.
Mit hohem Pathos beschreibt diese Ode das klassische Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Männer, die durch das Band der Freude und der Freundschaft verbunden sind.
Aus Wilhelm Tell:
Es lächelt der See, er ladet zum Bade,
Der Knabe schlief ein am grünen Gestade,
Da hört er ein Klingen,
Wie Flöten so süß,
Wie Stimmen der Engel
Im Paradies.
Bittschrift: Untertänigstes Pro Memoria an die Consistorialrat Körnersche weibliche Waschdeputation in Loschwitz, eingereicht von einem niedergeschlagenen Trauerspieldichter.
Dumm ist mein Kopf und schwer wie Blei,
Die Tobakdose ledig,
Mein Magen leer - der Himmel sei
Dem Trauerspiele gnädig.
Die besten Balladen und Erzählungen von Friedrich Schiller sollen zur Wiederentdeckung des großen deutschen Dichters einladen
"Bewundert viel und viel gescholten", haben Schillers Gedichte überlebt: die Konkurrenz Goethes, den Spott der Romantiker und die Last des Schulpaukens. Wunderschön und wunderbar.
"Was Schillers Gedichte auf ihre Weise faszinierend und einzigartig macht, ist die »intellektuelle Individualität« ihres Verfassers, die zu dessen Lebzeiten ebenso irritierend wirkte wie heute." Wilhelm von Humboldt
Friedrich Schiller: Geboren am 10.11.1759 in Marbach (Württ.). Sohn des Militärwundarztes J.C. Schiller. Kindheit und Jugend in ärmlichen Verhältnissen. Dorfschule, Lateinschule, auf Befehl des Herzogs Karl Eugen 1773 Eintritt in die Karlsschule, dort Medizinstudium ab 1776. 1780 Regimentsmedicus in Stuttgart. Arrest und Schreibverbot wegen Aufführung der "Räuber" in Mannheim. Flucht über Mannheim (1783), Leipzig (1785), Dresden nach Weimar (1787). 1789 Ernennung zum a.o. Prof. der Geschichte und Philosophie in Jena. 1799 erneute Übersiedelung nach Weimar. Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.
Das Ideal und das Leben (Das Reich der Schatten, das Reich der Formen) – Ballade 1795
Ewigklar und spiegelrein und eben
Fließt das zephyrleichte Leben
Im Olymp den Seligen dahin.
Monde wechseln und Geschlechter fliehen,
Ihrer Götterjugend Rosen blühen
Wandellos im ewigen Ruin.
Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden
Bleibt dem Menschen nur die bange Wahl.
Auf der Stirn des hohen Uraniden
Leuchtet ihr vermählter Strahl.
Das Lied von der Glocke ist ein im Jahr 1799 von Friedrich Schiller veröffentlichtes Gedicht. Es gehörte lange Zeit zum Kanon der deutschen Literatur und ist eines der bekanntesten, am meisten zitierten und parodierten deutschen Gedichte.
Das Siegesfest ist ein 13-strophiges Gedicht, das im Mai 1803 von Friedrich Schiller geschrieben und alsbald veröffentlicht worden ist. Der Absicht des damals 44-jährigen nach war es als ein "Tafellied" gedacht, also als ein gedankenvolles Gesellschaftslied für eine gebildete Männerrunde. Sein Thema, aus dem ältesten europäischen Epos, aus der Ilias des Homer stammend, ist entsprechend ernst: die Schalheit (Hohlheit, Hinfälligkeit) kriegerischer Siege.
Willst du nicht das Lämmlein hüten?
Lämmlein ist so fromm und sanft,
Nährt sich von des Grases Blüthen,
Spielend an des Baches Ranft.
»Mutter, Mutter, lass mich gehen,
Jagen nach des Berges Höhen!«
Der Gang nach dem Eisenhammer ist eine Ballade von Friedrich Schiller. Er verfasste sie im Herbst des Balladenjahres 1797. Sie wurde erstmals im Jahr 1798 veröffentlicht.
Der Knecht (Diener) Fridolin ist seiner Herrin Kunigunde, aber auch seinem Herrn, dem Grafen von Saverne, treu ergeben. Der neidische Jäger Robert deutet gegenüber dem Grafen jedoch ein Liebesverhältnis der Gräfin mit dem Pagen an. Der erzürnte Graf befiehlt daraufhin den in einem Eisenhammer arbeitenden Knechten, den vermeintlichen Nebenbuhler in den Ofen zu werfen. Doch weil Fridolin auf dem Weg dorthin als Ministrant bei einer Messe aushilft, kommt es zu einer Verwechslung, statt seiner ergreifen die Knechte den Verleumder Robert, der so seine gerechte Strafe erhält. Der tief bewegte Graf bringt Fridolin der Gräfin mit den Worten zurück:
"Dieß Kind, kein Engel ist so rein,
Laßts Eurer Huld empfohlen seyn,
Wie schlimm wir auch berathen waren,
Mit dem ist Gott und seine Schaaren."
Eines Abends, als wir nach Gewohnheit in tiefer Maske und abgesondert auf dem St. Markusplatz spazieren gingen - es fing an, spät zu werden, und das Gedränge hatte sich verloren -, bemerkte der Prinz, dass eine Maske uns überall folgte. Die Maske war ein Armenier und ging allein. Wir beschleunigten unsere Schritte und suchten sie durch öftere Veränderung unseres Weges irre zu machen - umsonst, die Maske blieb immer dicht hinter uns. "Sie haben doch keine Intrige hier gehabt?", sagte endlich der Prinz zu mir. "Die Ehemänner in Venedig sind gefährlich." – "Ich stehe mit keiner einzigen Dame in Verbindung", gab ich zur Antwort. – "Wir wollen uns hier niedersetzen und deutsch sprechen", fuhr er fort. "Ich bilde mir ein, man verkennt uns."