Eine Arbeiterin

Leben, Alter und Sterben | Das große neue Buch des Autors von »Rückkehr nach Reims«
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Inhaltsangabe

Wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim stirbt Didier Eribons Mutter. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit: Eribon rekonstruiert die von Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste: »Meine Mutter war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« Dabei erweist sich der Soziologe erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver Episoden und berührender Erinnerungen zeigt Eribon, wie wichtig Familie und Herkunft für unsere Identität sind. Und er legt schonungslos dar, wie sehr die Politik, aber auch die Philosophie, ja wir alle die skandalöse Situation vieler alter Menschen lange verdrängt haben.

In diesem ergreifenden Buch über seine Mutter beschreibt Didier Eribon nicht nur das Milieu der französischen Arbeiterklasse mit ihren Sorgen, ihrer Solidarität und ihren Vorurteilen, sondern konfrontiert uns mit der großen Frage, wie wir in unseren Gesellschaften mit Alter und Sterben umgehen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.03.2025
  • Autor/Autorin: Didier Eribon
  • Übersetzung: Sonja Finck (aus dem Französischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 188/116/21 mm
  • Seitenanzahl: 270
  • ISBN: 9783518474761
Darum lohnt sich dieses Buch

Platz 1 der SWR-Bestenliste

Pressestimmen
»Super Mix aus packendem Roman und Gesellschaftsanalyse.«
Stefan Hochgesand, Berliner Zeitung, 7. Juli 2024
»Wie in Rückkehr nach Reims verbindet der Autor eigenes Erleben und Erinnern, Analyse und Philosophie zu einer um gedankliche Klarheit ringenden Darstellung der sozialen Realität eines Lebens, und zwar des Lebens seiner Mutter.«
NZZ am Sonntag, 3. April 2024
»Das Brillante an [Eribons] neuem Buch ist, dass er beiden Seiten Rechnung trägt. Die ersten Teile sind in einfacher Sprache geschrieben, und er bringt sogar eine Hommage an den Dialekt der Champagne unter, den seine Mutter sprach. ... Auf der anderen Seite zieht er im letzten Teil des Buchs aber auch alle Register seines Status als einer der berühmtesten soziologischen Wissenschaftler seines Landes ...«
Max Florian Kühlem, Berliner Zeitung, 23. März 2024
»Nein, ein verklärendes Mutterbuch ist Eine Arbeiterin nicht geworden, überhaupt ist es ein Buch, das einfache Analysen vermeidet und gerade deshalb zum Nachdenken anregt.«
Nina Apin, taz. die tageszeitung, 20. März 2024
»[Ein] großer Essay.«
Frank Schäfer, junge Welt, 20. März 2024
»Wie wenig dieser zum Etikett gewordene Begriff [des autofiktionalen Schreibens] in der Lage ist, die Resultate von Eribons Schreibvorgang zu erfassen, lässt sich an Eine Arbeiterin zeigen. Und zwar deshalb, weil es einfach unangemessen scheint, der würdevollen Schönheit dieses Textes mit einem routinierten Lob auf den Leib rücken.«
Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. März 2024
»... ein glänzend erzähltes und ergreifendes Buch. Es erschafft einen Raum für Nachdenklichkeit und Trauer und für die große Frage, wie man in Gesellschaften wie der unseren mit Alter und Sterben umgeht.«
Meike Feßmann, Der Tagesspiegel, 11. März 2024
»Das Buch ist voller Stärken in der Analyse, der Genauigkeit der Beschreibungen, der Fülle der Bezüge und Zitate – und doch eine Hymne an die Schwäche. ... Es arbeitet weiter noch lange nach der letzten Seite.«
Nils Minkmar, Süddeutsche Zeitung, 9. März 2024
»Klug, lehrreich, sprachgewaltig. Didier Eribons Buch ist eine Zeremonie des Abschiednehmens.«
L’Obs
»Soziologisch, sensibel und literarisch. Ein wichtiges Buch, wie man es nur selten liest.«
Les Inrockuptibles
»In suggestiven Episoden und Szenen erzählt Eribon vom Leben einer Frau, die von früh an zu Putzfron und Fabrikarbeit gezwungen war und schon mit zwanzig Jahren an einen brutalen, gewalttätigen ungeliebten Mann, einen Hilfsarbeiter, gekettet war.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Die Passagen über ihre Arbeit in der Fabrik, ihre Politisierung, ihren obsessiven Rassismus, über die Rolle des Fernsehens oder ihren Dialekt gehören zum Intensivsten, was in den letzten Jahren über Elternschaft geschrieben wurde.«
Deutschlandfunk Kultur
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Betrachtungen zur Schwulenfrage

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Als Didier Eribons Betrachtungen zur Schwulenfrage 1999 in Frankreich erschienen, wurde das als Ereignis gefeiert. Schnell etablierte sich das Buch als Klassiker und Gründungsdokument der Queer Studies. Eribon legt darin eine neue Analyse der Bildung von Minderheitenidentitäten vor, an deren Anfang die Beleidigung steht. Es geht um die Macht der Sprache und der Stigmatisierung, um die Gewalt verletzender Worte im Rahmen einer allgemeinen Theorie der Gesellschaft und der Mechanismen ihrer Reproduktion. In der brillanten Verknüpfung von Soziologie, Kultur- und Literaturgeschichte sowie Philosophie bietet dieses große Buch Werkzeuge für all jene, die über Differenz und Emanzipation nachdenken wollen.

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