Teil der Reihe: Havanna-Quartett

Ein perfektes Leben

Kriminalroman. Havanna-Quartett »Winter«
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Inhaltsangabe

Teniente Mario Conde hat noch einen furchtbaren Kater von der Silvesterfeier. Doch als er trotz seines freien Wochenendes von seinem Chef den Auftrag erhält, ein verschwundenes hohes Tier aus der kubanischen Nomenklatura zu suchen, merkt er bald, dass es sich bei dem Verschwundenen um Rafael Morín handelt, einen Schulkollegen.

Schlagartig kommen die Erinnerungen zurück: Der Mann mit der blütenweißen Weste, der zuverlässige Genosse, war schon damals ein Musterschüler, der immer das bekam, was er wollte – auch Mario Condes Freundin Tamara. Aber in Rafael Moríns perfektem Leben gibt es ein paar verdächtige Momente, die genauer zu untersuchen sich lohnt. Dabei muss sich Mario Conde der verlorenen Liebe zu Tamara stellen – und gleichzeitig den Träumen und Illusionen seiner eigenen Generation.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 01.07.2005
  • Autor/Autorin: Leonardo Padura
  • Übersetzung: Hans-Joachim Hartstein (aus dem Spanischen)
  • Reihe: Havanna-Quartett
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 14
  • Verlag: Unionsverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 272
  • ISBN: 9783293203440
Pressestimmen
»Diese realistisch geprägte Insider-Perspektive auf die Mythenstadt Havanna kreiert ein wirklich spannendes Leseerlebnis. Sinnlich realistisch baut sich das Mosaik auf, Steinchen für Steinchen, mit Geräuschen und Gerüchen, Warennotstand und dem steten Surren der Ventilatoren, mit den Speisezetteln aus Mutterns Küche, mit dem Tosen des Meeres, das einem in den Ohren dröhnt, oder mit den Aufgeregtheiten in der Stadt, wenn die Industriales gegen die …«
Bettina von Pfeil, 3Sat Redaktion DenkMal
»Leonardo Padura präsentiert ein Kuba-Bild, das wenig mit der üblichen Salsa- und Son-Romantik zu tun hat. Er bedient sich in einer populären Form der Erzählweisen seiner postmodernen südamerikanischen Kollegen: Perspektiven überlagern sich, Zeitebenen verschwimmen, Figuren werden mal in der Ich-, mal in der Er-Form erzählt. Dass bei so viel Erinnerung der Kriminalfall zur Nebensache wird, stört kaum.«
Frank Barsch, Meier - Das Stadtmagazin
»Auch im deutschsprachigen Raum dürfte dieser Autor innerhalb kürzester Zeit glühende Fans gewinnen, zumal der Unionsverlag kaum einen geeigneteren Übersetzer hätte finden können als Hans-Joachim Hartstein, der sich von Paduras Schreibfreude hemmungslos anstecken ließ.«
Angela Wicharz-Lindner, WOXX - Ex Libris
»Die morbide Ästhetik abblätternder Palastfassaden, Zeugen von Größe und Glanz vergangener Jahrhunderte, der Duft nach Jasmin in den Parks und Gärten, das Surren der Ventilatoren, der Geruch nach Fisch und Eintopf, der Lärm der abendlichen Baseball-Übertragungen, das ewige Rauschen des Meeres – tausend kleine Mosaiksteinchen aus Gebäuden, Geräuschen, Gerüchen und Geschmäckern machen die legendäre Stadt sinnlich-lebendig.«
Elisabeth Jändl, ZDF.de
»Er schreibt zu gut, als dass er sich in zeit- und ortsgebundenen Themen erschöpfen könnte. ›Der tägliche Schrecken eines Polizistenlebens‹ ist überall ein Thema: der Zwang, in anderen Biografien herumzustochern, misstrauisch zu sein, das Wissen um eigene Schuld, die Spannung zwischen Gesetz und Moral, Recht und Gerechtigkeit.«
Michael Schweizer, Kommune
»Paduras Sprache ist drastisch, ironisch und dennoch liebevoll.«
Ingeborg Schwenke-Runkel, Kölner Stadt-Anzeiger
»New York hat Philip Marlowe, Havanna den Teniente Mario Conde.«
touristik aktuell
»Ein nicht alltägliches Buch. ›Ein perfektes Leben‹ birgt bis in die kleinsten Details enorme gesellschaftskritische Sprengkraft. Der Realität kommt der Autor mit seinem Roman näher als so manche Reportage.«
Ulrich Noller, Deutsche Welle Buchtipp
»Mitten hinein in den kubanischen Schlamassel Anfang der neunziger Jahre führt uns Leonardo Paduras hemingwayscher Krimi ›Ein perfektes Leben‹ – der vielversprechende erste Band des Havanna-Quartetts.«
Reinhard Helling, Abendzeitung
»In einem packenden Zusammenspiel von Gegenwart und Erinnerung, von gesellschaftlichen Zwängen und dem kreativen Ausleben persönlicher Grenzüberschreitungen, von aufeinander prallenden sozialen Gegensätzen und der betäubenden Flucht in den Alkoholismus gibt die sozialistisch-ideal eingefärbte Fassade einen schonungslosen Blick auf ihre morbiden Hinterhöfe und dunklen Kellerabteile frei.«
Christiana Ulz, BN-Österreichisches Bibliothekswerk
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de
Tel: +49 89 38189-0

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Nach Havanna

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Havanna ist in Leonardo Paduras Romanen mehr als nur Kulisse, vielleicht sogar die eigentliche Protagonistin. In einer großen Liebeserklärung an seine Heimatstadt widmet sich der kubanische Kultautor ihrer Geschichte, ihren Gesichtern und Gespenstern. Er erzählt vom widerständigen Geist der Rampa, von der beinahe besessenen Liebe zum Baseball und vom Malecón, an dem die Träume vieler Kubaner beginnen und enden.

In seinem persönlichsten Buch blättert Padura Vergangenheit und Gegenwart einer unvergleichlichen Metropole auf, die immer wieder vom wechselhaften Weltenlauf erschüttert wird.

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