Teil der Reihe: Unionsverlag Taschenbücher

Der Nebel von gestern

Roman
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe
Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt - kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Doch dann entdeckt er zwischen den bibliophilen Kostbarkeiten eine Zeitschrift aus den Fünfzigerjahren mit dem Porträt der Bolerosängerin Violeta del Río. Ihr Bild und die einzige Schallplatte, die sie vor ihrem rätselhaften Tod aufgenommen hat, verzaubern ihn. Er macht sich auf die Suche nach ihr und dringt vor in das Havanna von gestern, in die wilden Jahre der Boleros und der Mafia, aber auch in das zerfallende, melancholische Havanna der Gegenwart.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.02.2010
  • Autor/Autorin: Leonardo Padura
  • Übersetzung: Hans-Joachim Hartstein (aus dem Spanischen)
  • Reihe: Unionsverlag Taschenbücher
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 8
  • Verlag: Unionsverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 384
  • ISBN: 9783293204843
Pressestimmen
»Der wie eine alte Schallplatte in eine A– und eine B–Seite eingeteilte Roman ist eine von Hans–Joachim Hartstein glänzend übersetzte melancholische Zeitreise in die vorrevolutionären Tage Havannas, in denen das Nachtleben den Rhytmus des Lebens vorgab.«
Reinhard Helling, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Wie immer ist Leonardo Padura am Allgemein-Menschlichen interessiert und hat eine nahezu hypnotische Stärke im Heraufbeschwören von Stimmungen – Melancholie, Taumel, Verfall; am Schluss ist das Glas leer.«
Ingo Anhenn, Begegnung der Kulturen
»Dieser Roman, der gut auch als Krimi gelten kann, führt den Leser sowohl in das feudalistische Kuba der 50er Jahre als auch in die desolate Gegenwart mit ihren sozialen und v.a. wirtschaftlichen Verwerfungen. Atmosphärisch dicht, spannend und daher sehr empfehlenswert.«
Joseph Schnurrer, Buchprofile
»Meisterhaft versteht es Leonardo Padura, vor dem inneren Auge Condes und dem des Lesers die späten Fünfzigerjahre auferstehen zu lassen, den Nebel zu lüften, uns Einblicke zu gewähren in eine pulsierende Stadt des Vergnügens, des Tanzes, der Musik, der halbseidenen Nachtclubs. Und ebenso rasch und eindrücklich reisst er uns wieder in die raue Gegenwart zurück, wo es ums nackte Überleben geht.«
Andrea Bollinger, Der Bund
»Leonardo Padura ist ein literarisches Meisterwerk gelungen, eine bezaubernde Hommage an Havanna und das karibische Lebensgefühl. Mit Haut und Haaren taucht der Leser ein in die Welt vor der Revolution und lernt das heruntergewirtschaftete Havanna von heute kennen.«
Claudine Borries, Die Berliner Literaturkritik
»Ein Wunderwerk ist dem angesehenen und preisgekrönten Autor mit der atmosphärischen Darstellung des Lebensgefühl auf dieser herrlichen Karibikinsel gelungen.«
Claudine Borries, Die Berliner Literaturkritik
»Leonardo Padura lässt die Zeiten von Militärdiktatur, Revolution und kommunistischer Herrschaft anhand menschlicher Schicksale lebendig werden. Facettenreich, leichtfüßig und bemerkenswert offen erzählt, entwickelt sich der Krimi zu einem Gesellschaftsroman im besten Sinne.«
Matthias Busch, Münchner Merkur
»Leonardo Padura erzählt die Geschichte Kubas im 20.Jahrhundert quasi nebenbei, dabei erinnert ›Der Nebel von gestern‹ an Carlos Ruiz Safons ›Schatten des Windes‹ aber auch an Borges: ob es die Philosophie des Boleros ist, die uns fesselt oder das Labyrinth des eigenen Lebens in dem sich Mario Conde verläuft – ›Der Nebel von gestern‹ ist einer der intelligentesten, lebendigsten und schönsten Schmöker der letzten Zeit, der wie guter kubanischer …«
Stefan Maelck, MDR Figaro Krimi des Monats
»›Der Nebel von gestern‹ ist spannend, lebendig, fesselnd, interessant, versehen mit der nötigen Prise Deftigkeit, ohne vulgär zu werden. Und was Padura erneut meisterhaft gelingt: er entführt den Leser in diese verkommene, heruntergewirtschaftete Stadt Havanna, in eine von Drogen und Alkohol, Verbrechen, Prostitution und Korruption verdorbene und vergiftete Gesellschaft – wo es trotzdem brodelt und kocht vor Lebensfreude.«
Sonja Kolb, Associates Press (AP)
»Padura besticht wieder mit einer subtilen Mischung aus Nostalgie, Melancholie und Begeisterung für die Wurzeln der kubanischen Kultur. Ein mitreißendes Melodram, das viele Leser entzücken wird.«
Dietmar Adam, ekz-bibliotheksservice
Herstellerinformationen
Unionsverlag AG
Neptunstr. 20
8032 Zürich
CH

Email: mail@unionsverlag.ch
Tel: +41 44 283 20 00

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Nach Havanna

€28,00

Havanna ist in Leonardo Paduras Romanen mehr als nur Kulisse, vielleicht sogar die eigentliche Protagonistin. In einer großen Liebeserklärung an seine Heimatstadt widmet sich der kubanische Kultautor ihrer Geschichte, ihren Gesichtern und Gespenstern. Er erzählt vom widerständigen Geist der Rampa, von der beinahe besessenen Liebe zum Baseball und vom Malecón, an dem die Träume vieler Kubaner beginnen und enden.

In seinem persönlichsten Buch blättert Padura Vergangenheit und Gegenwart einer unvergleichlichen Metropole auf, die immer wieder vom wechselhaften Weltenlauf erschüttert wird.

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