Teil der Reihe: Die Andere Bibliothek (Band 415)

Dissidentisches Denken

Reisen zu den Zeugen eines Zeitalters | Neuausgabe: Mit der Bellevue-Rede zum 35. Jahrestag der Friedlichen Revolution vom 7. November 2024
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Inhaltsangabe

»Wer dieses Buch gelesen und verstanden hat, der hat kein moralisches Recht mehr, pessimistisch zu sein.«  Ilko-Sascha Kowalczuk

Marko Martin nimmt uns mit auf eine Reise zu dissidentischen Zeugen des Totalitarismus des vergangenen Jahrhunderts: Raissa Orlowa-Kopelew, Arthur Koestler, Milan Kundera, Czesław Miłosz, Manès Sperber, Edgar Hilsenrath, Jürgen Fuchs, Pavel Kohout, Hans Sahl, Mariana Frenk-Westheim und viele mehr – ihr Denken kann uns helfen gegen die Erinnerungslosigkeit.

Die Schicksale der Autorinnen und Autoren, mit denen Marko Martin spricht oder die er einfühlsam porträtiert, sind eigentümlich miteinander verflochten: Als Emigranten aus NS-Deutschland oder als Renegaten des parteikommunistischen Denkens – mitunter verbindet sich beides – haben sie die geschichtlichen Brüche an ihrer eigenen Existenz erfahren. In ihrer illusionslosen Kritik an den Regimen und Ideologien haben sie ein feines Gespür für Gefährdungen entwickelt, die uns heute wieder beunruhigend aktuell erscheinen.

Neuausgabe: Mit Marko Martins Rede zum 35. Jahrestag der Friedlichen Revolution vom 7. November 2024 in Schloss Bellevue

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.02.2025
  • Autor/Autorin: Marko Martin
  • Reihe: Die Andere Bibliothek, Teil 415
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: AB - Die Andere Bibliothek
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 213/121/37 mm
  • Seitenanzahl: 552
  • ISBN: 9783847720683
Pressestimmen
»Ein wichtiges, großartiges Buch.«
Chemnitzer Morgenpost, 1. März 2025
»Martins Analysen sind klug, seine Wertungen beherzt.(...) Entstanden ist ein bemerkenswert anregendes, gedankenreiches Buch voller Querverweise und unerwarteter Perspektiven, für das man dem Autor dankbar sein kann. Wenigstens die Stimmen und Biografien dieser 22 Mutigen – von Ungezählten – hält es fest.«
Neue Zürcher Zeitung, 5. März 2020
»Von erfahrungsgesättigter und lebendiger Intellektualität weiß Martin zu berichten, um den Leser an unverhoffte Orte zu führen und unwahrscheinliche Lebensläufe zu erzählen. (...) Der skeptische Humanismus von Marko Martins Dissidenten beglaubigt einen Lebenssinn der Freiheit, eben weil er um die permanenten Gefährdungen von Geist und Politik weiß.«
Jens Hacke, DIE ZEIT, 16. Januar 2020
»Die Wucht des Buches liegt in seiner Schnörkellosigkeit: Martins "Reisen zu den Zeugen eines Zeitalters" kreisen immer und immer wieder um die Frage, wie wir als Einzelne den Zumutungen und Anmaßungen der Unfreiheit entfliehen, wie wir uns wehren, wie wir uns selbst behaupten können. Es ist ein ewiger Kampf gegen die Macht und gegen die Macht des Vergessens.«
Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 2019
»Es ist eine ungewöhnliche Reise zu Dissidenten des zwanzigsten Jahrhunderts, keinem Bemühungsranking folgend, sondern Martins Neugier und Bewunderung für Eigensinn und großartige Literatur. Es verknüpft den Osten mit dem Westen, die Überlebenden der NS-Zeit mit den Dissidenten der DDR und Osteuropas in der Nachkriegszeit.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Oktober 2019
Herstellerinformationen
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85
10969 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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»Authentisch und frei von ostalgischen Verklärungen.« taz

Sommer 1990. Der Abiturient Marko Martin kehrt aus dem Westen zurück in seine sächsische Heimat. Er erzählt von der Aufbruchsstimmung, dem Drang nach Freiheit aber auch vom Verdrängen. Eine vierwöchige Spurensuche in einem Land, das nicht mehr DDR und noch nicht BRD ist. Ein Buch, in dem die Wurzeln der Fragen sichtbar werden, die uns heute beschäftigen.

Mit Neunzehn kehrt ein Schüler zurück nach Hause in einen Staat, der schon keiner mehr ist. Marko Martin fährt durch seine Heimat, die ihm fremd, gar verhasst war. Sein Tagebuch dieser Wochen ist ein Zeugnis aus der Phase, als noch keine Ostalgie die einstige Diktatur der Kleinbürger zu einem Hort der Zonenkinder verklärt hatte. Marko Martin erinnert, ohne hinterherzutrauern und versucht, dem Geruch der Freiheit und Menschlichkeit nachzuspüren, der in jenem Sommer durch das Land wehte.

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