Dies irae

Eine Geschichte des Weltuntergangs
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Inhaltsangabe

„Sacco di Roma“, Tambora, 9/11, Tsunami – die Weltgeschichte ist voller Ereignisse, in deren Zusammenhang immer aufs Neue vom drohenden Weltuntergang gesprochen wurde. Endzeitängste sind jedoch ein besonderes Phänomen der abendländischen, christlichen Kultur. Mit diesem Buch liegt erstmals eine umfassende Ideengeschichte der Apokalypse vor. Von den biblischen Propheten bis zu den heutigen Tageszeitungen ist die christliche Kultur geprägt vom Glauben an ein unerbittliches Ende. Johannes Fried spannt den Bogen seiner Erzählung von der vorchristlichen Antike über das Zeitalter der Aufklärung bis hin zur jüngsten Gegenwart. Sowohl Geistesgeschichte wie auch Populärkultur und Wissenschaft bieten eine unerschöpfliche Vielfalt an faszinierenden Beispielen. Es stellt sich heraus, dass sich die Endzeitvisionen nicht mit fortschreitenden wissenschaftlichen Erkenntnissen verflüchtigen – vielmehr sind sie tief verwurzelt in unserem unbewussten Weltbild und bis heute aktuell.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 07.03.2016
  • Autor/Autorin: Johannes Fried
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: C.H.Beck
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 352
  • ISBN: 9783406689857
Pressestimmen
»Die brillant geschriebene Studie stellt nicht weniger als die erste umfassende Kulturgeschichte der Apokalypse dar.«
Michael Fischer, Faz 30. März 2016
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de
Tel: +49 89 38189-0

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Karl der Große

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Regen. Im Regen. Er stand im Regen, unten am Läuterungsberg. Endlos stürzte der Regen auf ihn hernieder und schien dennoch die Sünden nicht abwaschen zu können, die ihn befleckten. Ein Untier zernagte unablässig sein Geschlecht, das umgehend nachwuchs, um wieder zerfressen zu werden, fort und fort. Ein alter Mönch schaute den Büßer und erschrak. Kaum wagte er den Namen des Toten zu offenbaren. Doch alle wussten: Es war Karl, der große Kaiser, der Sünder, der da zu büßen hatte.»
Mit diesen Worten beginnt Johannes Fried seine Biographie Karls des Großen. Wir wissen nur wenig über das Leben und die Person des größten mittelalterlichen Herrschers. Eine Karls-Biographie in modernem Sinne ist unmöglich. Doch wie Johannes Fried, der Meistererzähler und begnadete Mediävist, in seinem Opus magnum alle historischen Register zieht, anhand von Quellen und Artefakten, Indizien und Analogieschlüssen Karl nachspürt, Wissen, modernste Methoden der Gedächtnisforschung und die schöpferische Intuition ineinander spielen lässt, um ein Zeitalter und eine Herrschergestalt zum Leben zu erwecken das ist Geschichtsschreibung der Extraklasse. Näher als in diesem Buch wird man Karl dem Großen lange nicht mehr kommen.
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