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Taschenbuch
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Inhaltsangabe
2003 starb Siri Hustvedts Vater, ein Professor. Als sie an seiner Universität eine Gedenkrede auf ihn hält, befällt sie ein unkontrollierbares Zittern. Kurz darauf, bei einem Vortrag, wiederholt sich das Ereignis. Weder Mediziner noch Psychiater haben eine Erklärung. Es müssen die Nerven sein. Und so wird Hustvedt bewusst, dass es klare Gesetze von Ursache und Wirkung im komplexen Wechselspiel von Geist, Psyche und Körper nicht gibt – oder dass wir sie nicht kennen. Ihre Neugier ist geweckt. Sie findet Fallgeschichten, forscht zur Historie psychophysisch bedingter Krankheitsbilder, setzt sich mit den neurobiologischen Grundlagen auseinander und geht auf diesem Weg große Fragen an: Woher kommen wir, wohin gehen wir, wer sind wir?
Dies ist ein sehr persönliches Buch – das bewegende Dokument einer Suche nach dem, was uns im Innersten zusammenhält.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 12.03.2027
Autor/Autorin: Siri Hustvedt
Übersetzung: Uli Aumüller, Grete Osterwald (aus dem Englischen)
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1. Auflage, Neuausgabe
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 240
ISBN: 9783499021350
Darum lohnt sich dieses Buch
In Hustvedts Werk hängt alles zusammen. Jedes ihrer Bücher ist eine Denkleistung, jedes ist Literatur.
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH Kirchenallee 19 20099 Hamburg DE
In ihrem ersten Essayband versammelt Siri Hustvedt sechs gedankenreiche Meditationen über das komplexe Verhältnis von Kunst und Welt. Sie nimmt den Maler Vermeer in den Blick, widmet sich dem Genre des Stilllebens, liest Autoren wie Charles Dickens oder F. Scott Fitzgerald. Wie in ihren Romanen schwingt auch in Hustvedts essayistischem Schaffen stets ein Widerhall ihres eigenen Lebens mit. Deshalb ist dieses Buch ein Glücksfall. Es gibt Einblick in ihre Arbeit und in ihr Leben, erhellt und unterhält zudem auf hohem Niveau.
Was ist der Verstand? Wie unterscheidet er sich vom Körper? In ihrem Essay nimmt sich Siri Hustvedt das uralte, noch immer nicht gelöste Geist-Körper-Problem vor und macht deutlich, wie sehr die unterschiedlichen Antworten auf diese Frage tiefgreifende Bedeutung für unser Verständnis von uns selbst haben. Mit ihrem multidisziplinären Zugang zeigt Hustvedt, wie sehr ungerechtfertigte Annahmen über Körper und Geist das Denken der Neurowissenschaftler, Genetiker, Psychiater, Evolutionspsychologen und der Forscher zur Künstlichen Intelligenz verzerrt und verwirrt hat. Sie führt den Leser in körperintegrierende Theorien von Bewusstsein ein, die die aktuelle Debatte über Verstand und Körper verändern - betont aber, dass keine Idee unantastbar ist. «Hier münden Hustvedts literarisches Werk und ihre wissenschaftlichen und philosophischen Essays in eine ganz eigene Variante poetischer Gelehrsamkeit.» SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Zwei befreundete Künstlerfamilien im New Yorker Stadtteil Soho. Siri Hustvedt erzählt vom Aufbrechen und Ankommen, von Idealen und Lebensentwürfen, von Eltern und Kindern – und davon, wie ein tragischer Unfall ein sorgsam geplantes Glück jäh zerstört.
Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte.
Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat.
In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen: die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn.
Eine Frau erlebt den Sommer: mit kühlem Blick und Herzenswärme.
Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die «Pause» viel jünger als sie und überdies Boris’ Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch — bis eine flehende Mail von Boris kommt ...
«Eine literarische Meisterleistung.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG Iris Vegan, Literaturstudentin in New York: eine intelligente, schöne Frau, aber auch unsicher, beeinflußbar, auf der Suche nach sich selbst – eine Idealfigur für die Phantasien der Männer. Wie unter einem inneren Zwang läßt sie sich auf eine Reihe von erotischen Abenteuern ein. «Die unsichtbare Frau» ist die Geschichte einer Obsession, erzählt in einer fiebrigen und doch glasklaren Prosa.
Alles beginnt in einem Sommer in Island. Die Nächte sind lang und hell. Siri Hustvedt, 13, liest David Copperfield und weiß, dass sie Schriftstellerin werden will. Mit 14 liest sie Simone de Beauvoir und wird Feministin. Ihre Wissbegier ist schon früh enorm. Mit Anfang zwanzig flieht sie aus der amerikanischen Provinz zum Studium nach New York, wo sie noch heute lebt. Das Bewegliche, Offene dieser Stadt habe sie immer fasziniert, erzählt Hustvedt der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen im Sommer 2018. Alles Starre, jedes Dogma hingegen ist ihr fremd - kulturelle Stereotype, patriarchale, sexistische Denkmuster, wie sie im Amerika unter Donald Trump wieder an Popularität gewinnen. Siri Hustvedt sucht das Verbindende, nicht das Trennende, eine Vielfalt der Perspektiven. Das Spiel mit Identitäten, auch mit Geschlechteridentitäten bestimmt ihre Romane, das Zusammenwirken verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen ihre essayistischen Texte. Luzide legt Siri Hustvedt dar, dass wahre Denkräume Zwischenräume sind, in denen nicht die Gewissheit regiert, sondern das Sowohl-als-auch.
Siri Hustvedts Themen in dieser neuen, sehr persönlichen Essaysammlung reichen vom Wesen der Erinnerung bis zu Mutterschaft und dem, was wir von unseren Eltern erben, und sie erweitern ihre bekannten Forschungsgebiete: Feminismus, Psychoanalyse, Neurowissenschaften, die Kunst, das Denken und das Schreiben. An lebendig erzählten Beispielen aus ihrer Familiengeschichte und Lebenserfahrung zeigt Hustvedt, wie porös die Grenzen sind zwischen uns und den anderen, zwischen Werken der Kunst und denen, die sie betrachten, zwischen dem Ich und der Welt. Und so privat diese abwechslungsreiche Reise durch die unterschiedlichsten Themenfelder erscheint, so universell ist sie letztlich – ein vorläufiges Fazit von Siri Hustvedts lebenslanger Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir funktionieren und was uns als Menschen zusammenhält.