Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 2004)

Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation

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Taschenbuch
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Inhaltsangabe
Menschen sprechen – im Gegensatz zu allen anderen bekannten Lebewesen auf diesem Planeten. Generationen von Wissenschaftlern haben sich an diesem bemerkenswerten Faktum abgearbeitet, Spekulationen über die Herkunft der menschlichen Sprache gibt es viele, aber bis heute keine überzeugende Erklärung. Mit "Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation" gelingt Michael Tomasello ein entscheidender Schritt zur Lösung dieses Rätsels. Gestützt auf reiches empirisches Material aus der Primaten- und Säuglingsforschung und die einflußreichsten Theorien der Sprachphilosophie sowie anhand einer Vielzahl von schlagenden Beispielen aus der menschlichen Alltagskommunikation präsentiert er ein raffiniertes mehrstufiges Modell der Sprachentwicklung in individualgeschichtlicher wie auch artgeschichtlicher Perspektive. Zentrale Gelenkstelle in diesem Modell sind Gesten – Zeigen und Pantomime –, die sich im Zuge der Herausbildung sozialer Kooperation unter Primaten evolutionär entwickelt haben. In diesen Gesten erkennt Tomasello die Urformen der menschlichen Sprache. Um von diesen gestischen Vorformen zu einer komplexen sprachlichen Kommunikation zu gelangen, die dann kulturell kodiert, tradiert und verfeinert werden kann, bedarf es allerdings noch einer weiteren biologisch verankerten, aber exklusiv menschlichen Voraussetzung: einer »psychologischen Infrastruktur geteilter Intentionalität«. Diese sorgt dafür, daß Menschen ihre Wahrnehmungen und Absichten untereinander abstimmen und zum Bezugspunkt ihres gemeinsamen Handelns machen können. Der Mensch spricht, so könnte man sagen, weil er ein genuin soziales Wesen ist.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 25.05.2011
  • Autor/Autorin: Michael Tomasello
  • Übersetzung: Jürgen Schröder (aus dem Englischen)
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2004
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 5
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 177/109/21 mm
  • Seitenanzahl: 410
  • ISBN: 9783518296042
Pressestimmen
»Tomasellos Buch ist eines der bisher ambitioniertesten Versuche, die aktuellen Daten aus verschiedenen Forschungsgebieten unter einer bündigen These zusammenführen: Menschliche Kommunikation entwickelte sich in Wechselbeziehung mit gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen das gegenseitige Erkennen geistiger Zustände und Absichten evolutionär von Vorteil war.«
Martin Hubert, Deutschlandfunk, 22. Oktober 2009
»Tomasello zeigt, wie Kommunikation sich auf der Grundlage gemeinsamer Absichten aus einfachen Gesten zu einer syntaktisch und grammatisch gegliederten Sprache entwickelt. Die fundamentale Rolle gemeinsamer Absichten herausgearbeitet zu haben, ist die große innovative Leistung des Buchs. ›Kollektive Intentionalität‹ wird zum entscheidenden Grundbegriff der Sprach-, Kommunikations- und letztlich auch der Kulturwissenschaft.«
Hans Bernhard Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 12. Oktober 2009
»Tomasello entwirft in seinem Werk eine faszinierende Naturgeschichte der menschlichen Kommunikation und stellt den ehrwürdigen Diskurs über den Ursprung der Sprache auf eine neue Basis.«
Jürgen Habermas, DIE ZEIT
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Die Evolution des Handelns

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Die Natur kann Organismen nicht so »bauen«, dass sie biologisch auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Sie kann aber psychologische Akteure schaffen: Organismen, welche als Feedbacksteuerungssysteme funktionieren, die Ziele verfolgen, fundierte Verhaltensentscheidungen treffen und deren Ausführung überwachen. In seinem neuen Buch stellt Michael Tomasello eine Typologie der wichtigsten Formen psychologischen Handelns vor, die auf dem Weg der Evolution zum Menschen entstanden sind.

Er skizziert vier Haupttypen dieses Handelns in der evolutionären Reihenfolge ihres Auftretens: das zielgerichtete der Wirbeltiere, das intentionale der Säugetiere, das rationale der Menschenaffen und schließlich das sozial-normative der Menschen. Jede neue Form ging mit einer höheren Komplexität bei der Planung, Entscheidungsfindung und Kontrolle einher. Und jede führte zu neuartigen Erfahrungen mit der Umwelt sowie – in einigen Fällen – mit sich selbst. Schlussendlich kam es dazu, dass der Mensch eine sowohl objektive als auch normative Welt erlebt, die sein gesamtes Denken und Handeln bestimmt.

Die Evolution des Handelns ist ein ebenso kreatives wie kühnes Werk, das einen neuen theoretischen Rahmen präsentiert, der den evolutionspsychologischen State of the Art sowohl erweitert als auch vertieft.

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