Die sieben Todsünden

Menschheitswissen für das Zeitalter der Krise | Das neue Buch der NDR-Sachbuchpreisträgerin
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Inhaltsangabe

Wir leben im Zeitalter der Krise – und haben doch kaum eine Vorstellung davon, wie wir dem Imperativ des «Immer mehr» entkommen können. Dabei kannten unsere Vorfahren, wie Annette Kehnel zeigt, doch Mittel und Wege. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in die Antike und ins Mittelalter, wo sie jahrtausendealtes Menschheitswissen entdeckt – ausgerechnet in den sieben Todsünden, die sie als Lehre vom Umgang mit der Naturgewalt Mensch neu interpretiert. Jede der Todsünden spiegelt eine Bedingung unserer menschlichen Existenz: So geht es bei luxuria (Wollust) letztlich um maßvollen Konsum, bei avaritia (Habgier) um die Einsicht, dass Besitz und Reichtum beschränkt werden müssen; ira (Zorn) bearbeitet Aggression und Gewalt, invidia (Neid) die Kehrseite von ungezügeltem Wettbewerb und superbia (Hochmut) unser Streben nach Status und Macht.

Ein überraschend aktuelles Bild des Menschen, das auf Balance, Resonanz und Ausgleich zielt – ein neuer Deutungshorizont für unsere Zeit und ihre Herausforderungen. Das in der Todsündenlehre gespeicherte traditionelle Wissen weist einen Weg, mit unserer destruktiven Seite umzugehen. Kehnel birgt dieses Wissen für die Gegenwart und zeigt, wie wir damit uns und die Welt verändern.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.09.2024
  • Autor/Autorin: Annette Kehnel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 219/150/34 mm
  • Seitenanzahl: 400
  • ISBN: 9783498006969
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Was, wenn die Krise längst da und das Kind schon in den Brunnen gefallen ist? Haben wir dann noch eine Chance? Die Geschichte zeigt: Ja! Immer wieder standen Menschen vor Katastrophen – selbst verschuldet oder über sie hereingebrochen – und fanden doch Wege, damit umzugehen. Oft sogar überraschend kreative.

Die Historikerin Annette Kehnel erzählt von solchen Momenten: von holländischen Ingenieuren, die mit Windenergie das goldene Zeitalter der Niederlande antrieben, von der Wiederaufforstung der maroden Elbwälder durch Großinvestitionen eines Hamburger Kaufmanns, von der Abwasserkrise in London, dem «Great Stink», oder davon, wie es gelang, mit dem Montrealer Protokoll ein universell ratifiziertes Umweltabkommen zum Schutz der Ozonschicht umzusetzen. Ihre Beispiele zeigen: Unter extremem Druck können Gesellschaften umdenken und Lösungen finden, von denen wir bis heute profitieren.

Die Lehre aus der Geschichte: Aus Trümmern kann Neues wachsen. Nicht von selbst, aber durch Menschen, die handeln. Frei nach dem Motto: «Never let a good crisis go to waste!»

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