Dieses Buch lädt ein zu einer ebenso spannenden wie unterhaltsamen Expedition. Es führt seine Leserinnen und Leser über drei Kontinente vom Hindukusch im Osten zu den Säulen des Herakles im Westen, vom nebelgrauen Thule im Norden zum sonnendurchfluteten Alexandria im Süden macht mit 40 wahrhaft seltsamen Orten einer fernen Vergangenheit vertraut: mythischen Metropolen wie der Urstadt der Menschheit (Eridu), Schauplätzen großer Liebesgeschichten wie den Hängenden Gärten vom Babylon, rätselhaften Stätten wie der Stadt der Elefanten (Ampameia), betrügerischen Orakeln (Abonuteichos), dem Grabmal der Kleopatra (Alexandria), Gespensterhäusern (Athen), Schädelsammlungen (Entremont) und jenem heiligen Vorgebirge am Atlantik, wo man ein leises Zischen hört, wenn die Sonne im Meer versinkt.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 27.01.2020
Autor/Autorin: Martin Zimmermann
Reihe: Beck Paperback, Teil 6384
Einband: Taschenbuch
Auflage: 2
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 336
ISBN: 9783406748936
Pressestimmen
»Ob Geisterstädte oder Horte der Liebe, ob Feldlager oder Orte des Grauens der Autor weiß von alldem unterhaltsam zu berichten. Damals - Das historische Buch des Jahres 2019 - Platz 3 Kategorie Unterhaltung "Martin Zimmermann erzählt über die seltsamsten Orte der Antike: das Klo der Philosophen, paradiesische Gärten und die Treppe der geschändeten Leichen." Frank Thadeusz, DER SPIEGEL "Glänzend geschrieben.«
Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 80801 München DE
Seit rund 150 Jahren wird mit Pergamon eines der bedeutendsten Kulturzentren der alten Welt erforscht, und im Herbst 2012 steht diese antike Metropole im Zentrum einer Sonderausstellung des Pergamonmuseums zu Berlin. Martin Zimmermann erzählt die Geschichte der Stadt von den ältesten Siedlungsspuren bis zu ihrer Neugründung als Bergama in osmanischer Zeit. Darüber hinaus erläutert er die Geschichte der Ausgrabungen, beschreibt die wiederentdeckten Bauwerke – Paläste, Theater, Heiligtümer, Wohnbezirke – und lässt so die versunkene Kultur der Pergamener wieder lebendig werden.
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Martin Zimmermann lässt uns bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji mit ganz neuen Augen sehen - nämlich mit denen der antiken Menschen selbst.
Städte sind wie Menschen - das war in der Antike eine verbreitete Vorstellung. Sie entstehen, um eines Tages zu sterben, während an anderen Orten neue erblühen. Ganz anders als heute ging man im Altertum mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Nur in Ausnahmefällen wurden sie auch als Erinnerungsorte inszeniert und nutzbar gemacht. Aber warum? Martin Zimmermann nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Trümmerlandschaften der Antike. Er erhellt die verschiedenen Gründe für den Zerfall einer Stadt (Kriege, Naturkatastrophen, Umsiedlungen) und zeigt eindrücklich, wie die damaligen Menschen durch Planungswille, Mobilität und Improvisationstalent immer wieder Auswege selbst aus den dramatischsten Situationen fanden.