Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

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Inhaltsangabe

Als das »Letzte Epos« (mit großem »L«) hat Peter Handke seinen neuen Roman bezeichnet. Mit der Niederschrift begann er am 1. August 2016: »Diese Geschichte hat begonnen seinerzeit an einem jener Mittsommertage, da man beim Barfußgehen im Gras wie eh und je zum ersten Mal im Jahr von einer Biene gestochen wird.« Dieser Stich wird, wie der Autor am 2. August festhält, zum »Zeichen«. »Ein gutes oder ein schlechtes? Weder als gutes noch als ein schlechtes, gar böses – einfach als ein Zeichen. Der Stich jetzt gab das Zeichen, aufzubrechen. Zeit, daß du dich auf den Weg machst. Reiß dich los von Garten und Gegend. Fort mit dir. Die Stunde des Aufbruchs, sie ist gekommen.«

Die Reise führt aus der Niemandsbucht, Umwegen folgend, sie suchend, in das Landesinnere, wo die Obstdiebin, »einfache Fahrt«, keine Rückfahrt, bleiben wird, oder auch nicht? Am 30. November 2016, dem letzten Tag der Niederschrift des Epos, resümiert Peter Handke die ungeheuerlichen und bisher nie gekannten Gefahren auf ihrem Weg dorthin: »Was sie doch in den drei Tagen ihrer Fahrt ins Landesinnere alles erlebt hatte: seltsam. Oder auch nicht? Nein, seltsam. Bleibend seltsam. Ewig seltsam.«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 10.04.2019
  • Autor/Autorin: Peter Handke
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 192/120/37 mm
  • Seitenanzahl: 559
  • ISBN: 9783518469507
Pressestimmen
»Dieser Roman ist hoch-politisch, subversiv, wenn man Politisches nicht auf platte Agitation und Darstellung sogenannter Realpolitik verkürzt und bereit ist, die im Roman erzählte humanere, warme Welt als politischen Gegenentwurf zur kaltgekachelten, inhumanen Welt zu lesen ...«
Klaus Goergen, der Freitag, 12. Dezember 2017
»Kurz, ein Geschenk ist dieses Buch, ein weiterer Meilenstein im Werk eines der großen Autoren unserer Zeit.«
Martin Krumbholz, WDR, 7. Dezember 2017
»Peter Handke zeigt sich einmal mehr als einer der kreativsten, unangepasstesten Dichter von heute.«
Ulf Heise, Neue Presse, 7. Dezember 2017
»... Handke ist ein Wahrnehmungskünstler, der die unbeugsame Sprachensensibilität, mit der er zu Werke geht, offenlegt im Schreiben.«
Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine, 7. Dezember 2017
»Peter Handke hat die Gabe, die Wirklichkeit wie ein paar gut eingelaufene Wanderschuhe sorgfältig zu putzen: eincremen, bürsten, polieren als Kunstwerk. Nicht um etwas zu beschönigen, sondern um dafür zu sorgen, dass man Lust hat, darin weiterzugehen.«
Annemarie Stoltenberg, NDR, 4. Dezember 2017
»... es ist einmal mehr beneidenswert, mit welcher Geduld, mit welch sprachlicher, altmodischer Einfachheit und fast schon naiver Überraschung da einer die Welt sieht, wie sie vielleicht doch noch ertragbar sein kann.«
Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 4. Dezember 2017
»Wer Handkes Heldin von Chaville ... auf ihrer Wanderung in die ferne, als Sehnsuchtsort ausgemacht Picardie folgt, den nimmt ihr Schöpfer einmal mehr mit auf eine Reise durch seinen eigenen Denk- und Fühlkosmos.«
Peter Henning, Berner Zeitung, 27. November 2017
»... man kann nicht anders, als dieses Buch als ein einziges großes Abenteuer zu empfinden ...«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23. November 2017
»Peter Handke nutzt die herzhafte Geschichte von der Obstdiebin immer wieder für aphoristische Einschübe zu Krieg und Frieden, zu Gesellschaft und ihren Verkommenheiten. Diese Einfälle geben dem einfachen Leben auf der Tour eine ernste Würde, die aus dem Roman großartige Literatur macht.«
Harald Loch, Frankfurter Neue Presse, 18. November 2017
»Sehr reizvoll ist, dass die ›Obstdiebin‹ über die ganze Erzählung hinweg zwischen einer Figur aus Fleisch und Blut und einem Phantasma schillert ...«
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. November 2017
»Anders, als der Autor glauben mag, liegt die Stärke dieses wie seiner anderen epischen Großprojekte nicht im weltumspannenden Gestus des Erzählers. Sondern in den Passagen, in dem er seinem Doppelgänger den Vortritt lässt, dem Verfasser von Aufzeichnungen und Meister der Prosa des Augenblicks.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 13. November 2017
»Die Obstdiebin ist, wie jeder Handke, ein sehr seltsames Buch, eines das um seine Seltsamkeit weiß. Es gibt darin Wunderbares und Wunderliches und, wie bei einem modernen Parzival nicht anders zu erwarten, manche Wunde – die das Erzählen nicht heilen, sondern allenfalls bedecken kann.«
Richard Kämmerlings, DIE WELT, 11. November 2017
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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