Das zweite Schwert

Eine Maigeschichte
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Zurückgekehrt nach jahrelangem Unterwegssein in die Gegend südwestlich von Paris, drängt es den Helden drei Tage später bereits zu einem erneuten Aufbruch. Er will Rache nehmen an einer Journalistin, die seine Mutter in einem Zeitungsartikel denunziert hatte, dem Anschluß ihres Landes an Deutschland zugejubelt zu haben. Eine wahrheitswidrige Behauptung. »›Das also ist das Gesicht eines Rächers!‹ sagte ich zu mir selber, als ich mich an dem bewußten Morgen, bevor ich mich auf den Weg machte, im Spiegel ansah.«

»Ich hatte mir keinerlei Plan ausgedacht oder festgesetzt. Weder mit einem bestimmten Bewegungs- und Ortsplan war ich aufgebrochen noch mit einem sonstigen. Es hatte zu geschehen: So war es in mich eingeschrieben, und das hatte mich auf die Beine gebracht.« Und so mündet der Rachefeldzug in ein Fest, eine bewusste Entscheidung des Erzählers Peter Handke: In die geschriebene Geschichte erhält nur Zutritt, was in der Realgeschichte Bestand hat. Und umgekehrt: Sich vollziehende Geschichte erlangt nur Wirklichkeit, wenn sie des Erzählens wert ist.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.05.2021
  • Autor/Autorin: Peter Handke
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/13 mm
  • Seitenanzahl: 157
  • ISBN: 9783518471418
Darum lohnt sich dieses Buch

Nobelpreis für Literatur 2019

Pressestimmen
»Die Maigeschichte strotzt vor Referenzen auf so vieles, was Handke in seiner langen Karriere geschrieben hat ... Handke spielt mit seinem Werk, leichtfüßig oft, dann tief, wenn’s um große Themen geht ...«
Mladen Gladić, der Freitag, 21. Februar 2020
»Das zweite Schwert ist nicht aus Stahl, sondern das Erzählen selbst. Eine fromme Legende? Mag sein. Aber ein Sieg der Literatur.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 15. Februar 2020
»Dieses Buch ist die perfide Rache Handkes an seinen Kritikern, so will und muss man es heute vielleicht lesen – und zugleich ein Fest für seine Bewunderer. Ein zweischneidiges Schwert.«
Philipp Haibach, DIE WELT, 15. Februar 2020
»Für Peter Handkes Verhältnisse ungewöhnlich hält er im Zweiten Schwert bis zum Ende die Spannung. Wird der Erzähler noch Rache an der Journalistin nehmen? Es ist ein literarisches Spiel – nicht nur mit dem, was im Buch passiert, sondern auch im Wissen um den eigenen Ruf.«
Sebastian Hammelehle, DER SPIEGEL, 15. Februar 2020
»Handke spielt locker alle Karten, die er so in seinem Ärmel versteckt hat. Scheint die Geschichte erst eine fast beiläufige Aneinanderreihung, wächst sie sich so zum komplexen Gefüge aus. Und zwischendurch zwinkert Handke uns zu. Sein Held ist nie unsympathisch, denn er ist auch nie mordlüstern. ... Das hält die Rachegeschichte in einer sie konterkarierenden Leichtigkeit und heiteren Balance.«
Michael Wurmitzer, Der Standard, 15. Februar 2020
»Das zweite Schwert fügt sich in [Peter Handkes] Erzählkosmos ein wie ein prächtig schillernder Mosaikstein.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, Graz, 15. Februar 2020
»Handkes Maigeschichte, ein literarisch virtuoser, staunenswert irritierender Selbsterkundungs-Text ...«
Ulrich Kühn, NDR Kultur, 14. Februar 2020
»Wie sich am Ende alles schließt, fast wie selbstverständlich findet, rührt den Leser. Den anderen ist eh' nicht zu helfen. Werden sie wenigstens schweigen? Es steht zu befürchten - nein.«
Lothar Struck, Glanz & Elend - Magazin für Literatur und Zeitkritik, 14. Februar 2020
»Das Buch verschränkt virtuos das Hohe und das Possenhafte ... Frühlingshaft leicht liest sich die Maigeschichte und ist doch ein altmeisterliches ›ernstes Spiel‹.«
Thomas E. Schmidt, DIE ZEIT, 13. Februar 2020
»Der kriegerisch anmutende Titel Das zweite Schwert geht auf diese Weise ganz und gar in der Literatur auf, und Handkes Epos schließt sich wie traumwandlerisch an die Epen Homers an. ... Mit dem Hallraum der antiken Epen ist für Handke die Grenze zwischen Erzählen und Religion aufgehoben. Das ist nicht als eine theologische Überzeugung zu werten, sondern als Ausdruck dessen, dass die Literatur alles umfasst.«
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur, 13. Februar 2020
»Peter Handkes neues Buch zeigt ihn als Giganten der Beschreibungskunst. ... [Er schafft] eine Art von Dichtung, die keinem raschen Verfallsdatum unterliegt und noch in 100 Jahren bei Lesern für Begeisterung sorgen dürfte.«
Ulf Heise, MDR
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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