Die Kinder von Lingfield

Wie ein Heim für Holocaustwaisen unser Verständnis der kindlichen Psyche geprägt hat | Die Geschichte eines einzigartigen Projekts um Anna Freud
Angebot€26,00
Lieferbar ab 28.05.2027
Vorbestellung möglich. Versand erfolgt nach Veröffentlichung.

Hardcover
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Das Lingfield House bei London war ein Heim für etwa 30 jüdische Kinder, die den Holocaust überlebt, aber zumeist ihre Eltern verloren hatten. Was sie nicht wussten: Ihr Verhalten und ihre Erzählungen wurden jahrelang von den Betreuerinnen protokolliert und von Psychoanalytikerinnen um Anna Freud ausgewertet. Die Ergebnisse wurden weltweit diskutiert. Rebecca Clifford erzählt die Geschichte dieses einzigartigen Projekts und wie es bis heute unsere Vorstellung der kindlichen Entwicklung prägt, aber auch vom vergessenen Ringen um das Verständnis des Genozids in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 28.05.2027
  • Autor/Autorin: Rebecca Clifford
  • Übersetzung: Stephan Gebauer (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Piper
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/138/37 mm
  • Seitenanzahl: 416
  • ISBN: 9783492073745
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

Weitere Bücher von Rebecca Clifford

»Ich gehörte nirgendwohin.«

€28,00

Schätzungen zufolge überlebten etwa 180.000 zwischen 1935 und 1944 geborene jüdische Kinder den Holocaust. Einige waren versteckt oder mit Kindertransporten in Sicherheit gebracht worden, andere wurden von alliierten Truppen aus Konzentrationslagern befreit. Nach 1945 ging man davon aus, sie würden das Erlebte rasch überwinden oder schlicht vergessen, schließlich hätten sie ja »Glück« gehabt. Ihre Erinnerungen galten als weniger authentisch; in der Forschung spielten sie lange nur eine marginale Rolle. Erst in den letzten Jahren haben sie Anerkennung als Überlebende und Zeuginnen gefunden.

In ihrer beeindruckenden Studie folgt Rebecca Clifford diesen sehr jungen Überlebenden auf ihren Wegen aus den Trümmern des Krieges ins Erwachsenenalter. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie können Menschen ihrem Leben einen Sinn abgewinnen, wenn sie nicht wissen, woher sie kommen? Wenn sie die Angehörigen verloren haben, die ihnen dabei helfen könnten, ihre fragmentierten Kindheitserinnerungen einzuordnen? Clifford wertet Archivmaterial und Oral-History-Interviews aus und bringt unerwartete und schockierende Geschichten ans Licht. Ihre Befunde zwingen uns, unsere Annahmen über die Folgen von Traumata und die Natur des Gedächtnisses zu revidieren.

Zum Buch