Wir informieren Sie per E-Mail, sobald dieses Produkt wieder verfügbar ist.
Inhaltsangabe
Ljudmila Ulitzkaja gibt mit überraschender Offenheit Auskunft über ihre persönliche Welt. Sie erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Moskau, von den Menschen und Büchern, die sie liebt, von ihrer früheren Tätigkeit als Genetikerin und davon, wie sie zum Schreiben kam. Dabei schlägt sie einen Bogen von der Geschichte ihrer Vorfahren bis zum Tagebuch ihrer Krebserkrankung. Zentral für ihr aktuelles Werk sind Politik und Kultur in Russland und ihr kritisches Verhältnis zu den Entwicklungen unter Putin. So eröffnet Ulitzkaja dem Leser einen Horizont russischer Alltagserfahrung, der auch Fragen der Moral, Ethik und Religion umschließt.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 23.02.2015
Autor/Autorin: Ljudmila Ulitzkaja
Übersetzung: Ganna-Maria Braungardt (aus dem Russischen)
Einband: Hardcover
Auflage: 3
Verlag: Hanser, Carl
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 219/150/23 mm
Seitenanzahl: 224
ISBN: 9783446247284
Pressestimmen
»Es ist ihre ebenso klare wie einfühlsame Sprache, die im scheinbar Fragmentarischen das grosse Ganze eines reichen Lebens aufscheinen lässt.«
Herstellerinformationen
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG Vilshofener Straße 10 81679 München DE
Ein eindrückliches Plädoyer für eine bessere Erinnerungskultur
»Frei zu sein war ein Verbrechen.« Nach ›Die Kehrseite des Himmels‹ setzt Ulitzkaja ihre autobiografische Prosa in die Gegenwart fort. Kompromisslos und offen stellt sie persönliche Notizen über ihre Familie, über Herkunft und Glauben, über den eigenen Körper und seine Narben den drängenden Fragen unserer Zeit gegenüber. Die politische und ökologische Situation beschäftigen sie ebenso wie das Verhältnis von Individuum und Staat.
Über die Liebe – und einen tragikomischen Helden, dem die wahre Liebe fehlt
Gut aussehend, höflich und sanftmütig ist er, ein Traum von einem Mann. Alles tut er den Frauen zu Gefallen – und sie lieben ihn. Alle. Warum also Nein sagen? Zu Matilda, die ihn als Knaben verführte, zu Lena, die er heiratet, weil sie ein uneheliches Kind erwartet, und zu all den anderen Frauen, die ihn brauchen? Ulitzkaja erweist sich als »Meisterin der komischen Entlarvung von Lebenslügen« (NZZ).
Klug und warmherzig, voll Witz und Lakonie – Erzählungen von Ljudmila Ulitzkaja, der „Grande Dame der russischen Literatur“. (Zeit Online)
Ljudmila Ulitzkaja beeindruckt mit diesem großen Erzählungsband: Eine Aserbaidschanerin und eine Armenierin überwinden in einer langjährigen Liebesbeziehung die Feindschaft ihrer Völker. Eine junge Moskauerin wird mit einem Iraker verkuppelt und findet ihr Glück im englischen Exil. Eine Frau verpuppt sich und wird zum Schmetterling. Ulitzkajas Alltagsgeschichten sind nie alltäglich, sie eröffnen immer neue Perspektiven. Was ist Schicksal, was Charakter? Welchen Einfluss haben wir auf das, was uns widerfährt? Von realistisch-brillanten Novellen über Szenen am Lebensende bis zu Biografien im Zeitraffer vervollkommnet sie ihre Meisterschaft, menschliche Schicksale erzählend zu verdichten.
Zu wem werden wir, wenn wir unsere Heimat verlassen?
Lange hat der Maler Alik nicht mehr zu leben, doch er versteht es wie kein Zweiter, den Widrigkeiten des Lebens mit Heiterkeit zu begegnen. In seinen letzten Tagen ist er in seinem Atelier umringt von seinen Liebsten – alle auf der Suche nach ihrem ganz eigenen Lebensglück. Ein eindrückliches Portrait russischer Emigranten im New York Anfang der 90er Jahre.
Jedes Jahr im April herrscht wildes Chaos im Haus von Medea, wenn ihre Verwandtschaft aus aller Welt zu ihr auf die Krim strömt. Ljudmila Ulitzkajas beeindruckendes Epochengemälde zeigt die Halbinsel so, wie sie schon immer war: weltoffen und vielfältig. Ein Familienroman, der die unerschütterliche Hoffnung offenbart, Zerwürfnisse überwinden zu können.
So wurde noch nie über die russische Gesellschaft geschrieben
Nach der Oktoberrevolution ziehen Jakow und Marussja mit ihrer kleinen Familie nach Moskau. Während Marussja der neuen Regierung vertraut, erkennt Jakow bald die Missstände und spricht sie offen an. Unter Stalin wird er nach Sibirien verbannt. Seine Frau lässt sich scheiden, auch der Sohn wendet sich von ihm ab, und seine Enkelin Nora sieht er nur einmal als Kind. Sie, die ein bewegtes Leben führen wird – Bühnenbildnerin, alleinerziehend, georgischer Geliebter – lernt ihren Großvater erst aus seinen Liebesbriefen an die Großmutter kennen. Angeregt durch den Briefwechsel ihrer Großeltern erzählt Ljudmila Ulitzkaja die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert aus unmittelbarer Nähe.
Schicksale, die man nie mehr vergisst: Ljudmila Ulitzkaja erzählt von drei Freunden, die in der Sowjetunion aus Liebe zur Literatur zu Dissidenten werden. Ilja, der Fotograf, wird schon früh zum Chronisten der regimekritischen Bewegung. Erst Jahre später stellt sich heraus, dass er auch für den Geheimdienst KGB tätig war, und er muss fliehen. Eine Tragödie für seine Frau Olga, die ihn bei seinem Tun unterstützt hat. Für sie bleibt er die große Liebe ihres Lebens, auch als er im Westen längst mit einer anderen zusammenlebt. Auch Micha und Sanja geraten in Konflikt mit der Staatsmacht ...
Die authentische und lebensnahe Annäherung an die schillernde historische Figur des Pater Daniel
Ljudmila Ulitzkaja folgt den Spuren Daniel Steins: Als Jude organisierte er die Flucht aus dem Ghetto einer Stadt in Weißrussland. Er war Dolmetscher bei der Gestapo, Partisan und Mitarbeiter des NKWD. Er konvertierte und ging nach Israel, wo er als Mönch eine Gemeinde nach dem Vorbild der ersten Christen gründete. 1998 starb er bei einem Verkehrsunfall – vermutlich ein Attentat.
Ein bewegender Roman über die Menschen und die Liebe, über Geschichte und Religion.
Alles ist jederzeit möglich – entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Unglückliche Ehen und glückliche Mesalliancen, falsche Mütter und untergeschobene Söhne, mal heiter, mal wolkig – Ljudmila Ulitzkaja erzählt vom ganz normalen Leben in Russland. Und von Frauen, die ihrem Leben an einem scheinbar aussichtslosen Punkt eine unerwartete Wendung geben. Die Erzählungen bestechen durch scharfe Beobachtungsgabe, verschmitzten Humor, leise Töne und Zwischentöne sowie die liebevolle Sympathie der Autorin für ihre Figuren.
»Eine Meisterin der komischen Entlarvung von Lebenslügen.« NZZ
»Komisch und doch durchsetzt von einer so milden, schönen Traurigkeit, wie das nur die Russen können.« Elke Heidenreich in »Lesen!«
Shenja ist eine Frau, zu der man rasch Vertrauen fasst. Ireen, eine englische Ferienbekanntschaft, erzählt ihr gleich ihre ganze tragische Lebensgeschichte. Eine Kartenlegerin habe ihr prophezeit: »Du fängst mit dem fünften an«, und so sei es gekommen, keines ihrer ersten vier Kinder habe überlebt.
Shenja ist voller Mitgefühl, bis sie erfährt, dass kein Wort davon wahr ist. Als sie für eine Dokumentation über das Leben russischer Prostituierter in der Schweiz recherchiert, ist sie verblüfft, dass jedes der Mädchen fast die gleiche Geschichte erzählt: vom frühen Tod des Vaters und dem Stiefvater, der sie vergewaltigte, von dem Freund, der sie in den Westen brachte und an einen Zuhälter verriet, und von dem reichen Bankier, der sie nun bald heiraten wird – ein Traum, so hollywoodschön, dass man beschließt, statt einer Dokumentation einen Spielfilm zu drehen.
Zu Shenja kommen sie alle, die Frauen mit ihren Träumen und Phantasien, in denen das bescheidene Leben zu dramatischer Größe und Schönheit erblüht. Bis Shenja eines Tages selbst ein Schicksalsschlag ereilt und sie die »Kunst zu leben« neu erlernen muss.