Sommer in Maine: wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft
»Ich kann dir nichts über das Meer beibringen«, hatte Ann einmal zu Mina gesagt. »Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.«
Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.
Ein eindringlicher und berührender Roman über eine große Liebe, die für immer im Schatten der Vergangenheit steht
Nun, fast zwanzig Jahre später, ist Minas Familie durch den plötzlichen Tod des Bruders zerbrochen. Sie hat allen Halt verloren, auch sich selbst ist sie fremd geworden. Und sie weiß: Ihre Suche nach sich selbst muss an jenem Ort beginnen, an dem sie zum letzten Mal glücklich war. In Maine, so hofft sie, wird sie endlich herausfinden, warum die Familie die Insel nach diesem Sommer für immer verließ und nie wieder zurückkehrte.
Stürmisch wie das Leben, tief wie das Meer
Mina strandet in einem Hummerfischerdorf bei den beiden Fischerinnen Ann und Julie. Die 72-jährige Ann lebt seit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin allein in einem großen Haus am Wasser, nur ein seltener blauer Hummer namens Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Julie ist Mitte 50 und musste sich ihren Platz in der männlich geprägten Dorfgemeinschaft hart erkämpfen. Sie packt an, wo es nötig ist und nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ihre Gefühle für den Fischer Nat kann sie aufgrund alter Verletzungen nicht zulassen.
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines inspirierenden Romans über Liebe, die Kraft weiblicher Gemeinschaft – und die Frage, ob die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt
Mit Ann und Julie fährt Mina hinaus aufs Meer, von ihnen erfährt sie Wärme und ein noch nie gekanntes Gefühl von Zugehörigkeit. Dann begegnet sie jedoch Sam wieder. Die tiefe Verbindung aus Kindheitstagen ist vom ersten Moment an wieder spürbar: Mina und Sam verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Aber auch Sam kämpft mit seiner Vergangenheit, denn auch seine Familie war nach jenem schicksalhaften Sommer nicht mehr die, die sie einmal war.
»Wusstest du, dass ein Hummer nur deshalb fast hundert Jahre alt werden kann, weil er sich alle zwei bis drei Jahre häutet? Er stapelt einfach ein Leben auf ein nächstes, ohne zwischendurch den Tod reinzulassen. Er wächst sein Leben lang weiter und muss deshalb regelmäßig den alten Panzer abwerfen, damit er nicht zerquetscht wird. Klingt nicht schön, ist aber die größte Weisheit, die der alte Mr. Darcy mir mitgegeben hat.«
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.06.2025
Autor/Autorin: Beatrix Gerstberger
Reihe: Die Hummerfrauen-Reihe, Teil 1
Format: E-Book
Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen
Dateigröße: 1.7 MB
Auflage: 1. Auflage
Verlag: DTV VERLAGSGESELLSCHAFT
Sprache: Deutsch
Umfang: 352 Seiten
ISBN: 9783423401111
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Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Tumblingerstraße 21 80337 München DE
Die Autorin der ›Hummerfrauen‹ erzählt von ihrem größten Verlust – und vom Weiterleben
In ihrem Sachbuch erzählt Beatrix Gerstberger vom frühen Tod ihres Partners – und von den Schicksalen weiterer junger Witwen.
Als ihr Lebensgefährte starb, war Beatrix Gerstberger im sechsten Monat schwanger. Der Journalist Gabriel Grüner wurde drei Tage nach Kriegsende im Kosovo erschossen. Mit ihrem dreijährigen Sohn reiste sie später einmal quer über den Atlantik, in ein kleines Fischerdorf an der Küste von Maine. Hier berichtet sie, wie sie am Meer Heilung fand und lernte, das Unfassbare zu bewältigen – und lässt zudem sieben weitere junge Witwen zu Wort kommen.
Der SPIEGEL-Bestseller endlich wieder lieferbar – in neuer Ausstattung
Ein Wiedersehen mit den Hummerfrauen: Aufbrüche und Abschiede in Maine
Ein aufwühlender Familienroman über Schuld und Verzeihen und die Frage, ob die Liebe wirklich alle Verletzungen überdauern kann
MINA (47) reist gemeinsam mit ihrer Tochter Luca, ihrem schwerkranken Vater Richard und ihrer Mutter Judith zurück nach Eagle Island. Richard sehnt sich nach der Leichtigkeit vergangener Sommer an der Küste von Maine. Aber Mina kämpft mit gemischten Gefühlen, da sie dem Vater ihrer Tochter wiederbegegnen wird. Kann eine große Liebe, die gescheitert ist, je ein glückliches Ende finden?
JULIE (73) will sich nach dem Tod ihres Mannes Nat und ihrer besten Freundin Ann nicht mit dem Alleinsein abfinden. Sie beginnt, ihr Leben nach neuen Möglichkeiten abzutasten.
JUDITH (75) muss sich den Erinnerungen jenes Sommers stellen, der das Leben ihres Sohnes auf tragische Weise zerstört hat. Nun kann sie vor ihrer eigenen Schuld nicht länger davonlaufen.
Sie alle suchen auf ihre Weise nach dem Glück, der Liebe und dem Mut, das Richtige zu tun.
Ein grandioser Roman, der uns zeigt, wie der Blick in die Vergangenheit die Wunden unseres Lebens heilt
»Ein Hummer versteht sich besser aufs Loslassen als jeder Mensch.« Fischerweisheit aus Maine
Die Presse über ›Die Hummerfrauen‹:
»Der Sommer-Hit des Jahres.« Hamburger Abendblatt
»Schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Brigitte
»Ein erfrischendes Leseerlebnis – ein vielgelobtes und vielgelesenes Buch.« Morgenpost
»Das alte Ferienhaus hatte sich zuerst fremd angefühlt. Es schien anders zu atmen als früher. Dann merkte Judith, dass der Salzgeruch immer noch in die Zimmer drang, dass das Haus sich immer noch in der Nacht dehnte und knackte und bei starkem Ostwind seufzen konnte. Und sie sah, dass der neu geschliffene Dielenboden immer noch leicht gesenkt war an den Stellen, über die man von der Küche zur Veranda lief. Ihre alten Pfade, die sie alle gegangen waren. Dieses Haus hatte viele Sommer lang alles von ihnen mitbekommen. Je länger sie wieder hier waren, desto mehr drangen die alten Erinnerungen und Geschichten durch die Ritzen.«