Die Fabrik

Roman | Über die Absurdität der modernen Arbeitswelt
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Inhaltsangabe

Mit Anklängen an Franz Kafka und Han Kang erzählt Hiroko Oyamada vom tiefen Unbehagen an einer Welt, in der sich die Beziehung des Menschen zur Arbeit grundlegend verändert. 

Die Fabrik ist ein schier unüberschaubar großes Gelände in einer namenlosen japanischen Stadt. Die Angestellten widmen sich den ihnen zugewiesenen Aufgaben, den höheren Zweck kennen sie nicht. Drei junge Menschen wurden vor Kurzem eingestellt: eine Frau, die einen Papierschredder bedient, ein Mann, der nicht näher spezifizierte Dokumente Korrektur liest, ein dritter, der sich einem rätselhaften Begrünungsprojekt widmen soll und zunächst die Moosarten studiert, die auf dem weitläufigen Gelände wachsen.

Während sie gewissenhaft ihrer Arbeit nachgehen, nehmen die Tage eine seltsame Logik und Dynamik an. Die Fabrik scheint sich immer mehr auszudehnen, die Ränder der Realität nach und nach aufzulösen. Wo endet die Fabrik, wo beginnt der Rest der Welt? Was hat es mit den seltsamen Tieren auf sich? Nach Wochen (oder sind es Jahre?) stellen alle drei sich schließlich die grundlegendste aller Fragen: Warum bin ich hier? 

Die Fabrik ist ein Roman über das Beunruhigende hinter der Oberfläche einer Welt, die wir nicht mehr verstehen. Auch für alle Fans der TV-Serie Severance!

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 27.01.2026
  • Autor/Autorin: Hiroko Oyamada
  • Übersetzung: Nora Bierich (aus dem Japanischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/131/17 mm
  • Seitenanzahl: 160
  • ISBN: 9783498007942
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Was ist Arbeit, was ist das eigene Leben?
  • Mit feinem Gespür für das Beunruhigende hinter der Oberfläche erzählt Hiroko Oyamada von einer Welt, die wir nicht mehr verstehen.
  • Eine der wichtigsten Stimmen der japanischen Gegenwarts-literatur – ausgezeichnet mit dem Akutagawa-Preis, übersetzt in viele Sprachen
Pressestimmen
»Oyamada überzeugt mit luziden Grenzgängen. Sie evoziert Gedankenspiele über das als natürlich inszenierte Firmenleben und die ihrer Natürlichkeit beraubte Natur und das instinktive Schwarmverhalten der Arbeiter.«
Steffen Gnam, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juli 2026
»Die kalligrafische Präzision, mit der Hiroko Oyamada hier ihre beunruhigende, bis unters Dach allegorisch aufgeladene Welt erschafft, ist überaus faszinierend.«
David Hugendick, Die Zeit, 5. Februar 2026
»Ein beklemmend schönes Buch, das gekonnt mit Elementen der phantastischen Literatur spielt und die Arbeitswelt als bedrohliche Sphäre inszenziert.«
Claudia Cosmo, WDR 3/5 Lesestoff, 3. Februar 2026
»Oyamada schreibt immer an der Grenze zum Wahrnehmungsverlust, und was ich so toll finde, ist, dass sie diese Paranoia aus dem Alltag ableitet.«
Maximilian Mengeringhaus, Deutschlandfunk Kultur "Studio 9", 29. Januar 2026
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

Weitere Bücher von Hiroko Oyamada

Das Loch

€22,00

Mit feinem Gespür für das Verstörende in einer sich auf rätselhafte Weise verändernden Welt erzählt Hiroko Oyamada vom Leben einer jungen Frau, die von der Stadt aufs Land zieht und zwischen Arbeit und Familie nach ihrem eigenen Leben sucht.

«Hiroko Oyamada fördert den Schrecken des vorhersehbaren Wandels zutage – die Unvermeidlichkeit unseres Seins und unserer Bestimmung.»  The New York Times

Ausgezeichnet mit dem Akutagawa Prize, dem wichtigsten Literaturpreis Japans

Ein junges Paar zieht von der Großstadt aufs Land. Asa folgt ihrem Mann, der von seiner Firma versetzt wird, ihren eigenen Job gibt sie auf. Warum tut sie das? Sie ist nicht schwanger, Kinder sind nicht geplant, sie könnte pendeln. Und ausgerechnet das Heimatdorf ihres Mannes, das Haus neben den Schwiegereltern, bietet sich als neue Bleibe an. Während ihr Mann fast rund um die Uhr arbeitet, versucht Asa, sich an ihr neues Leben als Hausfrau zu gewöhnen.

Es ist heiß in diesem Sommer, Unmengen lärmender Zikaden rücken ihr regelrecht auf den Leib, und der einzige Fluss in der Gegend wirkt vor lauter Müll «wie aus Gelatine gemacht». Als Asa sich eines Tages bei unerträglichen Temperaturen auf den Weg in den Nachbarort macht, fällt sie in ein Loch, das scheinbar nur für sie gegraben wurde. Von da an wird Asa immer tiefer in eine unheimliche, eigenmächtige Landschaft gezogen – bis sie ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut.

«Hiroko Oyamadas Romane bewegen sich im Grenzland zwischen Realität und Fantastik, in einer unheimlichen Landschaft. Doch woher kommt der Schrecken in diesen hell erleuchteten, temperaturregulierten Welten? Aus der Natur oder besser gesagt dem, was so tut, als wäre es Natur.» The New York Review of Books

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