Tannöd
In der tiefsten bayerischen Einöde werden kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sämtliche Bewohner eines abgelegenen Bauernhofes tot aufgefunden, brutal erschlagen mit einer Spitzhacke. Eine ganze Familie und ihre Magd, ausgelöscht in einer Nacht. Die Danners waren in Tannöd als hinterhältig und habsüchtig verschrien, Geiz und Inzest sagte man ihnen nach. Jetzt wird er nur noch »Mordhof« genannt, der einsam gelegene Hof der Familie, und jeder Dorfbewohner weiß die Untat aus seiner Sicht zu deuten. Nur vom Mörder fehlt jede Spur.
Andrea Maria Schenkels von der Kritik hochgelobter und vielfach ausgezeichneter Debütroman beruht auf einem wahren Mordfall aus dem Jahr 1922. Der Täter wurde bis heute nicht ermittelt. Indem sie Opfer, Nachbarn, Zeugen und den Täter zu Wort kommen lässt, gelingt Schenkel in der Fiktion die minutiöse Rekonstruktion einer schrecklichen Tat.












