


Die blaue Grenze
Inhaltsangabe
Fidelis Lorentz ist Komponist und verdient sein Brot mit Titelmelodien für Fernsehfilme. Als er einen Anruf von seiner großen Liebe J. erhält, ahnt er, dass sie sich trennen will, und steigt kurzerhand in den Zug. Sein Ziel: Pjöngjang, denn wenn man gegen die Zeit anrennen will, dann nur gen Osten. Während die verschneiten Weiten Sibiriens an ihm vorbeiziehen, reist er gedanklich in die Vergangenheit: zu seinem Urgroßvater, in dessen Fernweh Fidelis sich wiederfindet – ein Träumer aus dem Bayerischen Wald, der als Matrose zur See fuhr und später im Dorfteich ertrank. Zur Großmutter, selbst beim Beten pragmatisch, die nichts von Heiligen hielt und sich immer direkt an die höchste Instanz wandte. Zu ihrem Mann, Berufssoldat in der Wehrmacht, der den Anblick von Waffen nicht ertrug. Sie alle rebellierten auf ihre Weise gegen die provinzielle Enge und die Erwartungen an sie, behaupteten ihr eigenes Leben. Nach und nach enthüllt sich auch die Gegenwart – und Fidelis’ verlorene Liebe zur mysteriösen J.
Konstantin Ferstl erzählt sprachgewaltig, dabei voller Zärtlichkeit und Witz über die Liebe, das Scheitern und das widerspenstige Leben der Menschen auf dem Land. Ein virtuoses Familienepos, eine deutsche Mythologie des 20. Jahrhunderts.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 15.08.2023
- Autor/Autorin: Konstantin Ferstl
- Einband: Hardcover
- Auflage: 1. Auflage
- Verlag: Rowohlt Berlin
- Sprache: Deutsch
- Größe (L/B/H): 210/132/33 mm
- Seitenanzahl: 400
- ISBN: 9783737101851
- Konstantin Ferstl ist Regisseur und Drehbuchautor, bereits sein Abschlussfilm «Trans Bavaria» kam in die Kinos und wurde mehrfach ausgezeichnet.
- Ein sprachgewaltiges Romandebüt: Mit feinem Witz, Ironie und nuancierten Beobachtungen erzählt Konstantin Ferstl über enttäuschte Liebe und hundert Jahre deutsche Geschichte.
- Eine Familiensaga, die das ländliche Leben in Mittelbayern einfängt und zugleich überall in Deutschland spielen könnte: eine deutsche Mythologie des 20. Jahrhunderts.
- Eine originelle und bildreiche Rahmenhandlung: eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Pjöngjang.
- Für das Manuskript zu die «Die erfrorenen Lande» erhielt Konstantin Ferstl 2019 das Literaturstipendium der Landeshauptstadt München.
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