Die Aussiedlung

Roman | Sprachlich und emotional überwältigend | Eine Geschichte über die Würde des | Internationaler Literaturpreis 2026
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Inhaltsangabe

»Ein Buch, wie es kaum jemals in einem Jahrhundert geschrieben wird.« Péter Nádas

András, der Erzähler, jüngstes von sieben Kindern, liebt seine tapfere Mutter Julia über alles – wo sie ist, lauert das Glück, egal, was geschieht. Vier Jahre lang zieht sie mit ihren Kindern in der ostrumänischen Steppe umher – sie wurden »ausgesiedelt«, nachdem der Vater, ein Pastor, zu 22 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden war. Sie richten sich in Erdhöhlen ein und in verlassenen Dörfern, beaufsichtigt von den Behörden. Sippenhaft.

»Ich merke mir alles und werde über alles schreiben, wenn die Zeit gekommen ist, sage ich zu unserer Mutter, um sie zu trösten, als ich sie beim Weinen ertappe, schreiben verwende ich als Synonym für rächen, ohne zu wissen, was ich sage.« Jahrzehnte später findet Visky den gleichmütigen, zuweilen heiteren Ton, die leuchtenden Bilder und die Form: 822 durchnummerierte Minikapitel, die Atemzügen gleichen.

Der Entschluss, umeinander zu kämpfen, »solange die Seele mich trägt«, verbindet die Eltern, tiefgläubige, einander leidenschaftlich liebende Menschen, deren Haltung sich ihren Kindern unauslöschlich einprägt. Der Gewalt des kommunistischen Staates setzen sie ihr NEIN entgegen. Wie sich die Phantasie mit der Liebe verbündet: gegen die Wirklichkeit und gegen die Versuchung, böse zu werden – das ist so noch nie erzählt worden.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 28.10.2025
  • Autor/Autorin: András Visky
  • Übersetzung: Timea Tankó (aus dem Ungarischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 212/136/40 mm
  • Seitenanzahl: 456
  • ISBN: 9783518432457
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Roman einer Kindheit in finsteren Zeiten
  • Über die innige Liebe verfolgter Eltern zu ihren Kindern
  • Sprachlich und emotional überwältigend
  • Eine Lektüre, die an die Würde des Menschseins erinnert
Pressestimmen
»Eine erschütternde Geschichte, von der wir Kenntnis nehmen sollten ... András Visky wartet mit einem literarisch ansprechenden Romanerstling auf.«
Günter Helmes, literaturkritik.de, 31. Mai 2026
»Die Aussiedlung [erschien] Ende letzten Jahres auch endlich auf Deutsch ... und zwar in einer tollen Übersetzung von Timea Tankó. ... [Eine] unglaubliche, belastende, aber gleichzeitig auch ermutigende Lebensgeschichte.«
Daniel Schieferdecker, Esquire, 18. März 2026
»Timea Tankó hat grandiose Arbeit geleistet, die sehr eindrücklich vorführt, dass etwas aus dem Original zu »erhalten« immer heißt, es mit den Möglichkeiten einer anderen Sprache »neu zu erschaffen«
Sula Textor, TraLaLit, 18. März 2026
»Sprache ist in Die Aussiedlung ungeheuer lebendig, geradezu beseelt. ... [Man mag] beim Lesen kaum glauben, dass [der Text] zuerst in einer anderen Sprache erzählt wurde. Timea Tankó hat grandiose Arbeit geleistet, die sehr eindrücklich vorführt, dass etwas aus dem Original zu ›erhalten‹ immer heißt, es mit den Möglichkeiten einer anderen Sprache ›neu zu erschaffen‹.«
Sula Textor, TraLaLit, 11. März 2026
»Visky schreibt so innig und wohltemperiert, dass es Seiten gibt, bei denen schon der Blick auf die Anordnung der Absätze das Herz brechen kann.«
Fabian Wolf, The Diasporist, 10. März 2026
»[Viskys] Buch hat 822 Sätze, jeder Satz ein krasser Bericht.«
Aachener Zeitung, 2. März 2026
»[Visky] hat eine Sprache gefunden, welche die sinnliche Intensität des Erlebens auf uns Leser überträgt, dicht, voller einprägsamer Bilder. Wann hat man das schon einmal erlebt: dass Schrecken und Schönheit, Grauen und Poesie so ineinanderfließen.«
Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachirchten, 8. Februar 2026
»[Die Aussiedlung ist] [n]icht nur als Zeitdokument bemerkenswert ...«
Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost, 12. Januar 2026
»... Die Aussiedlung [ist] ein kraftvolles, über weite Phasen eindrucksvolles literarisches Plädoyer über die Kraft der Imagination und der Sehnsucht nach Freiheit.«
Lothar Struck, Die Furche, 10. Januar 2026
»In den Jubelchor [über Die Aussiedlung] stimmt [man] gerne mit ein. ... Wie Visky die eigene Familiengeschichte in einen geschichtspolitischen Kontext setzt, ist wirklich einzigartig.«
Maximilian Mengeringhaus, Deutschlandfunk Kultur, 5. Januar 2026
»Die Aussiedelung ist ein erschütterndes literarisches Mosaik, mit dem Visky der europäischen Lagerliteratur ein wichtiges Kapitel hinzugefügt hat.«
ORF, 2. Januar 2026
»Im Grunde müsse man die Welt nur ein Mal davon überzeugen, dass man ein Genie sei hat László Krasznahorkai einmal gesagt ... Und auch bei András Visky wird es nun ganz egal sein, was er in Zukunft noch schreibt, inszeniert, veröffentlicht. Dieses Buch bleibt.«
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 24. Dezember 2025
Herstellerinformationen
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Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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