Die Atemlehrerin

Wie Carola Spitz aus Berlin floh und die Achtsamkeit nach New York mitnahm
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Hardcover
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Inhaltsangabe

Eine Dame mit leichtem deutschen Akzent unterrichtet Achtsamkeit in New York City: wie man bewusst atmet, den Körper erspürt und den Stress der Großstadt überlebt. Ihr Studio ist ein Geheimtipp für Sängerinnen, Tänzerinnen und verkrampfte Büromenschen. Ihre Schülerinnen meinen, sie sei ganz und gar entspannt. Aber ihre eigene, schmerzhafte Vergangenheit hält sie vor ihnen geheim.

Die Atemlehrerin erzählt die berührende Geschichte der Carola Joseph. Die Gymnastiklehrerin, 1901 geboren, lebt, arbeitet, forscht in Berlin, heiratet, heißt nun Carola Spitz, und verlässt die Stadt erst, als es fast schon zu spät ist. Sie wird zu einem jüdischen Flüchtling unter Zehntausenden, etabliert sich als »Carola Speads« in Manhattan und lehrt, als sie 98 Jahre alt ist, noch immer in ihrem Studio am Central Park.

Christoph Ribbat verknüpft eine Biografie aus nächster Nähe mit der Geschichte von Atemübungen und Gymnastikexperimenten im 20. Jahrhundert. Aus dem Nachlass einer nahezu unbekannten Emigrantin entsteht eine fesselnde Familien- und Kulturgeschichte. Wer sie liest, wird selbst beginnen, ganz bewusst Luft zu holen. Das – sagt Carola Spitz/Speads – macht glücklich.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 19.02.2020
  • Autor/Autorin: Christoph Ribbat
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 222/144/28 mm
  • Seitenanzahl: 191
  • ISBN: 9783518429273
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine andere Geschichte der Achtsamkeit
  • Vom Autor von Im Restaurant und Deutschland für eine Saison
Pressestimmen
»Mit Atmen fängt alles an, mit Lesen geht alles weiter. Dazu empfehlen wir Christoph Ribbats Die Atemlehrerin.«
RBB radioeins, 3. Mai 2020
»Wir [haben bereits] Christoph Ribbats Buch Deutschland für eine Saison vorgestellt – seine fulminante Biografie des Basketballers Wilbert Olinde. Nun legt der in Paderborn lehrende Amerikanist erneut ein Werk vor, das ein Leben nacherzählt, um, davon ausgehend, ein halbes Jahrhundert in den Blick zu nehmen.«
Neue Zürcher Zeitung, 3. Mai 2020
»Eine besondere Stärke des Buches liegt in den dichten Beschreibungen und aufmerksamen Beobachtungen von den Widersprüchlichkeiten des menschlichen Daseins, ohne je anzuklagen oder zu urteilen. Ein wunderbares Buch.«
Andrea Klaßen, evolve, 27. April 2020
»Wie Ribbat diese Spannungen [des 20. Jahrhunderts] in seine Biografik einwebt, ist betörend, an entscheidender Stelle auch verstörend ... Ribbat lässt uns an seinen Zweifeln und seinem Arbeitsprozess teilhaben, er legt sein Material offen, es ist eine transparente Schreibweise, die Leerstellen nicht durch Erfindungen übertüncht.«
Michael Angele, der Freitag, 2. April 2020
»Wer das großartige Buch über ein Leben, das nicht wirklich groß war, liest, wünscht sich, mit Carola Speads geschnauft zu haben.«
Andreas Rüttenauer, taz. die tageszeitung, 2. April 2020
»Vor allem aber lernt man von diesem originellen und elegant erzählten Buch des Amerikanisten Christoph Ribbat, dass die Techniken der Achtsamkeit ... auch von zwei jüdischen Emigrantinnen aus Berlin nach Amerika gebracht [wurden].«
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 10. März 2020
»Abgesehen davon, dass [Ribbat] auf eine vergessene Nebenfigur körperzentrierter Psychotherapie aufmerksam macht, liegt eine Stärke seines Buches in der atmosphärisch dichten Beschreibung der Lebenswelt deutscher Emigranten im New York der fünfziger Jahre.«
Stephan Wackwitz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Februar 2020
»Eine Lebensgeschichte, die einem den Atem raubt!«
Neue Presse, 21. Februar 2020
»Das Buch liest sich wie ein Roman. … Man hat das Gefühl, man ist mit Carola Spitz im Studio in ihrem Wohnzimmer und atmet mit.«
Andrea Gerk, Deutschlandfunk, 20. Februar 2020
»... [die] Schnitttechnik [ist] ein kluger Kunstgriff. ... So entsteht das Panorama einer bewegten Zeit, vom wilden Nebeneinander der Lebensentwürfe in der Weimarer Republik bis hin zum Konkurrenzkampf der Therapiekonzepte im New York der zweiten Jahrhunderthälfte.«
Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel
»... [eine] schillernde Biografie.«
Brigitte Woman
»Ribbat schließt mit der Biografie eine Lücke. … Neben dem kulturgeschichtlichen Gewinn erwartet den Leser die Biografie einer Frau, die sich von den Schranken der autoritären wilhelminischen Erziehung befreite und sich in den USA ein eigenes Leben aufbaute.«
Matthias Dusini, Falter
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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